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Fr., 06. Februar 2015, 12:47 Uhr
Wenn der BFC zum Frauenfrühstück einlädt, bedienen die Männer
„Narretei mit Frühstücksei“ mit Ganztagsprogramm
Die BFC-„Little Steps“ begeisterten die Zuschauerinnen mit ihrem Hexentanz. Foto: Hannelore Nowacki
RIEDRODE – Der Bürstädter Fastnachtsclub (BFC) verwöhnte die närrischen Damen im voll besetzten Bürgerhaus am Sonntag zunächst mit einem gehaltvollen Frühstücksteller. Der war früh morgens von einem engagierten Frauenteam frisch vorbereitet worden. Für die Bewirtung beim BFC-Frauenfrühstück, aus dem sich die ganztägige große „21. Bäschdädder Frauesitzung“ entwickelte, war die BFC-Männermannschaft zuständig, die den Damen fast jeden Wunsch erfüllte. Musikalisch befeuerte Bernhard Creutz die gute Laune im Saal. Der Saal bebte bei „Atemlos“ und „Viva Colonia“, um dann mit „Auf geht’s“-Alpenrock in die nächste Klatschrunde zu gehen. Die Stimmung war schon in närrischen Gipfellagen angekommen, als die „3 Alten Weiber“ die Bühne betraten. Die BFC-Präsidentinnen Gabriele Hofer und Heike Stampfer und Sandra Nemedi ernteten mit frauentypischen Themen die ersten Lacher, die Moderatorin Eva-Maria Hofer im Laufe der folgenden Sitzungsstunden mit Witz und Charme zur Perfektion brachte. Vor zauberhafter Bühnenkulisse führten die „Little Steps“ des BFC einen entzückenden Hexentanz mit Zugabe auf, ganz im Sinne des Kampagnenmottos: „Wenn der Mond am Firmament erwacht, feiert der BFC Walpurgisnacht“. Die Indianer von „Top Secret“ der Sängerlust eroberten tanzend die Bühne, gefolgt vom breitbrüstigen Ludwig Schweickert, der als routinierter „Bewohner aus Weiterstadt“ lustige Empfehlungen für einen Knastaufenthalt gab. „Eich mach ich fertich“, versprach er dem lachenden Publikum. Atemberaubend tanzte die BFC-Garde auch noch die Zugabe, während Inge Kilian ihre Erotik-Nummer ganz ruhig angehen ließ, um dann dem netten Tommy Eberle als XXL-Domina die Peitsche zu zeigen. Bürgermeisterin Barbara Schader musste noch rechtzeitig zu ihrem nächsten Termin aufbrechen. Zur Begrüßung schaute Stadtprinzessin Sandra II. mit ihrem Gefolge herein. Ein zentraler Höhepunkt erwartete die Damen bei der Hypnosevorführung mit Gerhard, unterstützt von Andreas. Sechzehn mutige Frauen nahmen auf den Stühlen im Halbkreis Platz, um sich dann in einen Zustand versetzen zu lassen, den Hypnotiseur Gerhard so beschrieb: „Ihr sinkt in einen angenehmen Zustand der absoluten Entspannung“. Nach den ersten Proben stand fest, nicht alle Frauen kamen für die Show in Frage. Wie sich zum Vergnügen der Frauen im Saal zeigen sollte, sind in diesem Zustand erstaunliche Leistungen möglich. Andererseits schienen die Probandinnen tief zu schlafen, hörten aber dennoch auf das Gesagte, das sie auf Ansage ausführten. So kam ein unterhaltsamer Tanzwettbewerb zustande, auch virtuelle Instrumente spielten die hypnotisierten Damen mit großer Leidenschaft. Am Ende, so wird begeistert berichtet, wollten die aufgeweckten Damen unbedingt eine Polonaise durch den Saal tanzen. Nach sechs weiteren Vorführungen, vielen Zugaben und stürmischen Faschingsraketen kam es am späten Nachmittag zum Finale. Die „Kesse Jungs“ waren mit dunklen Mächten im Spiel und Heike Hildebrand stellte sich mit ihrem Vortrag vor. Die reifen, nicht aktiv tanzenden BFC-Mädchen formierten sich zur „Prosecco Gardo“ und die BFC-Showtanzgruppe „Zickenzone“ führte zur nächsten Pause. Vor dem Finale übernahmen die närrischen DJs „Ricco Bravo und Tango Django“ die Mikrofone. Den tänzerischen Schlusspunkt setzte das Männerballett der SG Riedrode als „Überflieger“. Wenn die Frauen feiern, dann aber richtig und ausdauernd – einige bis in den frühen Abend, wie mit Begeisterung erzählt wird. Hannelore Nowacki
Die Hypnosevorführung zeigte spannende Momente, in denen die mutigen Frauen auf der Bühne jedoch ganz entspannt sein sollten. Foto: Hannelore Nowacki