Do., 28. April 2016, 13:48 Uhr
Vorschulkinder der Kita Guldenweg lernten Umgang mit dem Wald und dem Feuer
Natur bewusst erleben und begreifen

Der Natur auf der Spur: Die Vorschulkinder der Kita Guldenweg erlebten spannende Tage im Wald. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Der Natur ein Stück näher kommen und diese gleichzeitig begreifen und erfahren – dies ist das Ziel der drei- bis viermal im Jahr stattfindenden Waldwochen der Kita Guldenweg. Die Vorschulkinder verbringen dabei 14 Tage gemeinsam mit ihren Betreuerinnen Gabi Hartmann und Doris Weihmann sowie Anerkennungspraktikantin Anastasia Sarsembinova in der freien Natur, um diese kennen- und von ihr zu lernen. Dabei beobachten sie, wie sich die Pflanzen im Lauf des Jahres verändern und welche Tiere im Wald leben.
Die Kinder sind bei jedem Wetter in der Natur und dabei wetter- und witterungsbedingt gekleidet, so dass sie nach Lust und Laune spielen und toben können, die Natur nicht nur sehen, sondern im wahrsten Sinne des Wortes erleben und begreifen. „Es ist unglaublich, welche Entwicklung die Kinder in der Natur nehmen und wie viel sie dabei lernen, ohne dass sie merken dass sie lernen", betonte Gabi Hartmann. Und ganz nebenbei werden die Kinder durch diese Aktionen selbstständiger und gewinnen an Selbstbewusstsein.
Zum Abschluss der zweiwöchigen Aktion im April wartete auf die 31 Kinder ein besonderes Erlebnis: Gemeinsam mit dem Wald- und Wildnispädagogen Mirko Klein erfuhren sie vielerlei wichtige Informationen rund um das Feuer und durften sogar selbst welches machen. Mirko Klein zeigte den Kindern dabei nicht nur, wie man Feuer entzünden kann, sondern erläuterte kindgerecht den richtigen Umgang. Dabei standen auch die Gefahren im Mittelpunkt. Rasch lernten die Kinder, dass es wegen der Waldbrandgefahr eine Ausnahme ist, dass sie im Wald Feuer machen dürfen und dass auch zuhause immer ein Erwachsener dabei sein muss. Doch auch die Freuden, die Feuer bringen kann, wurden erlebt: So warteten Stockbrot und Marshmallows auf die Kinder, am selbst angezündeten Feuer. Doch bis es soweit war musste zunächst Holz eingesammelt werden, die Stöcke für das Stockbrot vor- und der Teig für dieses zubereitet werden. Die Kinder waren mit großem Eifer und noch größerer Begeisterung dabei, wurden aber direkt still, wenn Mirko Klein etwas erklärte. „Dies zeigt, dass sie sehr interessiert sind”, freute sich Gabi Hartmann.
Doch nicht nur das Feuer stand in den vergangenen 14 Tagen im Mittelpunkt. So wurde gemeinsam ein Naturmandala gebastelt, gebaut und ein Tipi errichtet – und natürlich ein respektvoller Umgang mit den Pflanzen, dem Wald und der Natur erlernt. Benjamin Kloos