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  • Mi., 09. November 2016, 14:11 Uhr
    Bedarfsabfrage für Waldkindergarten gestartet / Start im Frühjahr 2017 geplant / Noch Plätze Frei

    Naturnahe Erziehung in Wald und Flur



    Der Wald als naturnaher Raum für Erziehung steht im Mittelpunkt des Konzeptes des Waldkindergartens. Foto: pixabay.com

    LAMPERTHEIM – „Vielen Eltern und Erziehern liegt die naturnahe Erziehung unsere kleinsten Mitbürger sehr am Herzen. Der Wald birgt enorme Potentiale um Kinder in ihrer Entwicklung zu fördern. So wurde an uns der Wunsch herangetragen, die Rahmenbedingungen für eine Waldkindergartengruppe in Lampertheim zu prüfen“, erläuterte am Mittwoch der Erste Stadtrat Jens Klingler. Damit das Projekt realisiert werden kann, ist es im Vorfeld unabdingbar, zunächst den tatsächlichen und verbindlichen Bedarf bei den Eltern abzufragen. Diese Abfrage ist nun am Laufen. Alle Eltern, deren Kinder zwischen zwei und fünf Jahren sind, wurden mit einem Elternbrief von uns angeschrieben. Sie haben die Rahmenbedingungen des Waldkindergartens genannt bekommen und werden bei Interesse gebeten sich bei uns mit einem Vordruck zu melden. Es muss eine Mindestzahl von zwölf Kindern für den Waldkindergarten angemeldet werden, damit ein zweijähriger Testlauf mit einer maximal 20-köpfigen Gruppe gestartet werden kann.

    Es ist bereits ausreichen Interesse vorhanden, so dass bereits für das Frühjahr 2017 mit der Eröffnung geplant wird. Nichtsdestotrotz sind noch ausreichend Plätze für Kinder vorhanden. Ausgelegt ist der Waldkindergarten für Kinder ab drei Jahren bis zum Schuleintritt. Die Öffnungszeiten belaufen sich von 8 bis 14 Uhr, wobei de Kinder ihr Frühstück mitbringen. Für Getränke wird gesorgt. Es gibt kein Mittagessen, weil die Betreuung nicht länger als sechs Stunden am Tag  stattfindet und im Wald organisatorisch nicht realisierbar wäre. Die Gebührten betragen 127 Euro. 

    Eingerichtet werden soll die Gruppe im hinteren Bereich der Grillhütte Heidetränke, dort ist eine Freifläche eines stillgelegten Bolzplatzes vorhanden und die Infrastruktur vor Ort kann genutzt werden (u.a. Waldlehrpfad, „Grünes“ Klassenzimmer, Rettungswege, Außenspielgeräte, Kinder-Trimm-Dich-Pfad, Kooperation mit dort ansässigen Waldpädagogen). Hinzu kommen Ausflüge im Lampertheimer Stadtwald. Unterschlupf finden die Kinder in einem „Waldkita-Bauwagen“, bei Unwetter zusätzlich in der geschlossenen Hütte am Grillplatz. 

    Die Kinder werden von den Eltern an einen Sammelpunkt gebracht (voraussichtlich Parkplatz Waldesruh). Von dort laufen die Erzieher mit den Kindern zum Waldkindergarten. Das pädagogische Konzept wird derzeit ausgearbeitet, wie in allen städtischen Kitas wird die Stadt als Träger alle nötigen Maßnahmen ergreifen, um die größtmögliche Sicherheit der Kinder zu gewährleisten.
    Der Waldkindergarten wird eine eigenständige Einrichtung sein, die nicht an eine bestehende Kita gekoppelt ist. Das bedeutet, dass die Kinder ausschließlich in der Waldgruppe und in keiner anderen Kita betreut werden.
    Für Eltern, die ihr Kind anmelden, wird es eine ausführliche Informationsveranstaltung geben. Bei dieser wird u.a. eine Fachkraft anwesend sein, die in einem Waldkindergarten arbeitet und vielfältige Erfahrungen aus der Praxis mitteilen und Fragen beantworten kann. Benjamin Kloos

     
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