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  • Mo., 23. Januar 2017, 11:30 Uhr
    HCV Bürstadt schätzt ihr soziales Engagement, ihre Zielstrebigkeit und Ausdauer

    Nele Neuhaus mit Courage-Orden 2017 ausgezeichnet



    Nele Neuhaus, Trägerin des Courage-Ordens 2017, im Kreise der HCV-Familie. Foto: Hannelore NowackiBÜRSTADT – Das Ereignis am Sonntagnachmittag hatte die Medienlandschaft schon seit Wochen bewegt und dann war es soweit: Die neue 34. Trägerin des Courage-Ordens, Schriftstellerin und Krimiautorin Nele Neuhaus, betrat gegen 14.11 Uhr mit großem Gefolge aus Politik und Fastnacht sowie den früheren Trägern des Courage-Ordens Jutta Fleck („Die Frau vom Checkpoint Charly“) und dem weltbekannten Komponisten und Organisten Franz Lambert den großen Saal im Bürgerhaus, an Nele Neuhaus‘ Seite ihre Tochter und ihr Lebensgefährte Matthias Knöß, der auch Vorstandsvorsitzender der Nele Neuhaus Stiftung ist. Heinz Kilian befeuerte den fröhlichen Empfang mit der Einmarschmusik, das Publikum im Saal spendete den ersten großen Applaus. Der Heimat- und Carneval-Verein 1959 Bürstadt hatte alle Bürger zu seinem öffentlichen Ordensfest eingeladen, zu dem sich aus nah und fern über vierzig Delegationen von Karnevalsvereinen mit gekrönten Prinzessinnen, Präsidenten, Vorsitzenden, Senatoren und weiterem Hofstaat angemeldet hatten - eine illustre Gesellschaft mit Glanz und guter Laune. Gerade war die erste Ordensrunde mit Bensheimer und Lambsheimer Lieblichkeiten und Tollitäten, der Heppenheimer Interessengemeinschaft Fastnachtsumzug und ihrem Schirmherren „Norbert, der Flaschengeist“ über die Bühne gegangen. Spannende Krimis hat Nele Neuhaus seit 2008 veröffentlicht, ihre Pferde-Jugendbücher haben seit 2010 eine Fangemeinde, denn Pferde spielen seit ihrer Kindheit eine große Rolle in ihrem Leben. Ein Millionenpublikum hat sie mit den Verfilmungen einiger ihrer Taunus-Krimis im Fernsehen begeistert, Anfang Januar freuten sich die Krimifans über „Die Lebenden und die Toten“ im ZDF. Ihre Krimis werden in über dreißig Ländern in vielen Sprachen gelesen. Zunächst hatte sich kein Verlag für die Veröffentlichung finden wollen, für Nele Neuhaus kein allzu großes Problem – sie machte es 2008 im Selbstverlag. Wenig später dann der Durchbruch, ein großer Verlag hatte sie entdeckt. Für den Courage-Orden 2017 gab jedoch nicht ihr Erfolg als Autorin und Schriftstellerin den Ausschlag. Der HCV Bürstadt war beeindruckt von ihrem vielfältigen sozialen Engagement, verbunden mit Zielstrebigkeit und Ausdauer, persönliche Eigenschaften, die ihr gegen viele Widerstände den Erfolg im sozialen und beruflichen Bereich ermöglichten. Eigenschaften, die ihr halfen, ihren Traum Schriftstellerin zu werden zu verwirklichen.

    Wie es guter fastnachtlicher Brauch in Bürstadt ist, kommt bei besonderem Anlass immer ein „dreifach donnerndes Helau“. Foto: Hannelore Nowacki


    HCV-Vorsitzender Frank Reichmann begrüßte die Gäste, namentlich zahlreiche prominente Vertreter aus Politik und Organisationen, unter ihnen Bürstadts Bürgermeisterin Barbara Schader und Landrat Christian Engelhardt, und die große HCV-Familie. So viele Gäste motivierten den HCV Bürstadt auch weiterhin, Ausschau nach Persönlichkeiten für den Courage-Orden zu halten, sagte Reichmann angesichts dieser  Resonanz. Traditionell trägt der Träger des Courage-Ordens aus dem Vorjahr die Laudatio vor, doch Wolfang Bosbach konnte wegen seiner Australienreise nicht kommen. In liebenswerter Weise und spürbarer Begeisterung hatte sich Jutta Fleck dieser Aufgabe angenommen, und das, obwohl sie Krimis gar nicht gerne lese, wie sie sofort eingestand. Fleck zeichnete das Leben der neuen Courage-Ordensträgerin von der Kindheit im  Vordertaunus bis heute nach, ein Leben, das von Pferden und Büchern geprägt ist. Lesen war und ist ihre Leidenschaft, ihr ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit ist der Kompass für ihr soziales Engagement in vielen Projekten. Um die Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift gehe es Nele Neuhaus nach dem Motto „Lesen soll Spaß machen“. In ihrer Dankesrede ging Nele Neuhaus, die als Cornelia  Löwenberg 1967 im westfälischen Münster das Licht der Welt erblickt hatte, auf die Frage ein, was denn Mut ausmache. „Ich fand mich nie sehr mutig“, meinte sie, doch mit dem Ergebnis ihrer Recherche kann sie sich gut anfreunden: Mut bedeute viel mehr, sei Beherztheit und Entschlusskraft, zu seiner Meinung zu stehen, notfalls wie in ihrer Jugend auch gegen Autoritäten. Mit dem „Kopf durch die Wand“ zu gehen sei jedoch selten erfolgreich, sei ihre Erfahrung. Einstehen für Werte wie Gerechtigkeit und Empathie, darauf komme es an. Ihre Erkenntnis: „Courage kann man lernen“. Die Förderung des therapeutischen Reitens ist ihr ein Anliegen, das sie mit der Bürstädter Stadtprinzessin Ann-Cathrin I. teilt. Was Karneval und Fastnacht angeht, habe sie sich auch sprachlich in Hessen eingelebt, machte Nele Neuhaus glaubhaft. Mit einem dreifach donnernden Helau verabschiedete sie sich vom Mikrofon. Vor der Ordensverleihung beeindruckten Juniorengarde „Charisma“ und HCV-Garde bei ihrem gemeinsamen Auftritt das Publikum mit ihrem tänzerischen Können. Nach der Ordensverleihung waren alle Gäste eingeladen sich am üppigen kalten Büffet zu stärken. Nach dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Bürstadt erfüllte Nele Neuhaus zahlreiche Autogramm- und Fotowünsche. Hannelore Nowacki

     

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