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  • Fr., 21. Februar 2020, 09:06 Uhr
    Neues Projekt an der Erich-Kästner-Schule übt den Umgang mit sozialen Medien

    Netzhelden schulen alle Generationen 

    Einmal im Monat können die Bürstädter zunächst bis zu den Sommerferien alle ihre Fragen rund um die digitale Welt bei den Netzhelden der Eric-Kästner-Schule stellen. Von links: Mazlum Nayir, Barbara Schader, Joshua Durrer, Marta Hartmann, Christian Engelhardt, Rafael Dan, Sabrina Rettig und Stephanie Dekker. Foto: Eva Wiegand


    BÜRSTADT - Dank der Netzhelden an der Erich-Kästner-Schule bleiben Handy und Computer kein Buch mit sieben Siegeln mehr. Seit dieser Woche stehen die Jugendlichen des Wahlpflichtunterrichts von Lehrerin Maike Sattler-Wolff nicht mehr nur den Schülern der EKS und den Grundschülern der Schillerschule in allen Fragen rund um die digitale Welt mit Rat und Tat zur Seite, auch alle anderen Bürstädter sämtlicher Generationen können sich vertrauensvoll an die jungen Menschen wenden. Einmal im Monat werden alle Fragen zu Handy, PC und Co. in der Sprechstunde beantwortet. Bis zu den Sommerferien findet die Sprechstunde an den folgenden Terminen statt: 19. März, 23. April, 28. Mai und 25. Juni, jeweils von 9.30 bis 11 Uhr – Anmeldung bei Ortrud Goertz vom Seniorenbeirat unter der Telefonnummer 06206/9374762.

    Um das neue Angebot vorzustellen, hatte Landrat Christian Engelhardt am Donnerstagmorgen in den Kreis der beteiligten Kooperationspartner, dem Jugendrat und Seniorenbeirat der Stadt Bürstadt, den Kreis Bergstraße sowie der AWO Bergstrasse, eingeladen. „Ich bin davon überzeugt, dass die Digitalisierung eine große Chance zur Entwicklung bietet und die Schüler so modern wie möglich lernen müssen“, machte Landrat Christian Engelhardt deutlich. Kurz zuvor hatten die EKS-Netzhelden bereits ihre ersten Übungsstunden mit drei älteren Damen durchgeführt und deren Fragen rund um die Handynutzung beantwortet. „Die meisten Fragen drehten sich um WhatsApp und wie man Bilder verschickt“, berichtete die 15jährige Marta Hartmann, eine der derzeit 17 Netzhelden an der EKS, die viel Spaß an der Weitergabe ihres Wissens hatte. Auch Joshua Durrer half gerne weiter, wenn es darum ging, den drei Damen zu erklären, wie ein Anruf angenommen und beendet wird, wie man wieder aus dem Chatverlauf kommt oder das Handy laut oder leise stellt. Dumme Fragen gibt es nicht. „Natürlich stellen die Älteren andere Fragen als die Grundschüler, die ja mit dem Handy aufgewachsen sind“, erklärte Marta, aber damit rechnen die Netzhelden bereits. Für die Senioren jedenfalls, ist das neue Projekt eine feine Sache, schließlich gehe es hierbei um Teilhabe am gesellschaftlichen Leben - da sind sich die Beteiligten einig. „Die Technik entwickelt sich sehr schnell weiter, daher ist es wichtig, mit den neuesten Dingen auch umgehen zu können“, meinte Landrat Christian Engelhardt. Da die Digitalisierung einen großen Raum einnehme und sich von Kontakten über Informationen allgemein, Einkaufsmöglichkeiten, Urlaub, aber auch Bankgeschäfte und den Konsum von Medien erstrecke, sei es wichtig, älteren Menschen beim Umgang mit sozialen Medien zu helfen und auch vor den Risiken zu warnen. „Ziel ist es den Menschen zu helfen, möglichst lange am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können“, brachte es Engelhardt auf den Punkt. Großes Lob gab es nicht nur von Bürgermeisterin Barbara Schader, die gerade die generationsübergreifende Zusammenarbeit besonders schätzt, sondern auch von Schulleiterin Stephanie Dekker, die sehr stolz auf ihre Schüler ist. Dass auch die Schüler selbst davon profitieren, da ist sich Dekker sicher: „Auch die Jugendlichen nehmen dabei viel mit, wenn sie in die Expertenrolle schlüpfen.“ Eva Wiegand 

     

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