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  • So., 20. Dezember 2015, 23:11 Uhr
    Fährverein bittet um Mithilfe

    Neue Dokumentation über den Altrhein

    Der Lampertheimer Sportboothafen, aufgenommen während einer Fährfahrt. Foto: Werner Reuters


    LAMPERTHEIM – Der Fährverein Nibelungenland e.V. nutzt die Winterpause der Fähre, um ein weiteres Kapitel seiner Dokumentation über den Lampertheimer Altrhein und den Lampertheimer Hafen zu erstellen.

    Dieses Kapitel steht unter dem Titel: „Der Sportboothafen“. Es geht um den Teil des Altrhein, der vor allem von den Wassersportvereinen, den Sportbooten und der Fähre genutzt wird. Geographisch beschäftigt sich das neue Kapitel mit dem Teil des Altrheins von Kilometer 2,6 (Fretter Loch) bis Kilometer 4,75 (Bau). Die bereits bestehende Dokumentation „2000 Jahre Hafen Lampertheim“ umfasst bereits heute weit über 100 Seiten.

    In der Ausarbeitung gibt es jedoch noch eine große Lücke. „Es fehlt in der Dokumentation noch der Zeitraum von 1943 bis 1990”, so Kapitän Werner Reuters. Weiter führt er aus, dass dem Verein Unterlagen bis zum Jahr 1941 vorliegen. Hierbei handelt es sich um die Lade- und Löschvorschriften für den Transport von Rundholz aus dem Jahr 1941 und zeigt, dass der „Alte Hafen” bis zu dieser Zeit aktiv war.

    Der heutige Parkplatz „Alter Hafen” am Ende der Biedensandstraße trägt in den alten Unterlagen und auch in den Katasterunterlagen der Stadt Lampertheim den Namen „Lagerplatz”. Hier würde den Verein interessieren, wann ungefähr der Lagerplatz in seiner heutigen Form entstanden ist. Fotos und Unterlagen aus der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg zeigen eine andere Form und einen anderen Ausbau als heute.

    Nach Recherchen des Vereins finden sich Unterlagen darüber weder in der Stadtverwaltung noch beim Kreis Bergstrasse. „Es wäre schön, wenn sich aus der Bevölkerung heraus noch Fotos oder Unterlagen finden lassen würden”, die Bauarbeiten am „Alten Hafen” oder an der Uferbefestigung vor dem „Bau” zeigen”, so der 2. Vorsitzende Werner Reuters.

    Auch die Zeit von ca. 1985 bis 1990 ist für die Dokumentation interessant. Wurden doch in dieser Zeit die neuen Stege der Wassersportvereine und der Motorbootvereine gebaut. Hier bittet der Verein ebenfalls um Fotos oder Unterlagen.

    Alle Unterlagen und Fotos werden vom Verein digitalisiert. „Die Originale verbleiben selbstverständlich bei den Eigentümern”, so der 2. Vorsitzende. Die Vereinsmitglieder sind auch gerne bereit, sich mit Zeitzeugen zu unterhalten und deren Erinnerungen an diese Zeit festzuhalten.

    Als kleines Dankeschön lädt der Verein alle diejenigen zu einer Fährfahrt ein, die zur Vervollständigung der Dokumentation beigetragen haben.

    In diesem Zusammenhang teilte Vorstandsmitglied Otto Edinger, noch mit, dass es einen neuen Vertrag mit der Stadt Eberbach gebe, wonach die Fähre bis 2018 in Lampertheim verbleibt. Eine Vertragsverlängerung um weitere zwei Jahre sei im Vertrag vorgesehen. „Damit bleibt eine touristische Attraktion für Lampertheim erhalten”, freut sich Edinger.

    Für die Fähre und den Hafen gibt es auch eine neue Internetseite: Unter www.faehre-lampertheim.de gibt es Informationen rund um die Fähre, den Hafen und den Fährverein. zg

     

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