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  • Do., 01. Februar 2018, 15:52 Uhr
    Online-Bürgerplattform neu und mit erweiterten Funktionen gestaltet / Beteiligung auch über Formular möglich 

    Neue Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung auf www.sagsdochmol.de

     

    Unter www.sagsdochmol.de haben Bürger die Möglichkeit, Anregungen zu geben und über bestimmte Themen zu diskutieren. Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Unter dem Motto „Sag's doch mol” lädt die gleichnamige und neugestaltete Bürgerplattform www.sagsdochmol.de der Stadt Lampertheim Bürger dazu auf, sich aktiv an der Planung und der Gestaltung der Stadt zu beteiligen und einzubringen.

    Am Donnerstag gaben Bürgermeister Gottfried Störmer, der Erste Stadtrat Jens Klingler, der Vorsitzende der Fraktion der Grünen in der Stadtverordnetenversammlung, Stefan Nickel, die Fachbereichsleiter Sabine Vilgis, Rolf Hecher, Christian Plöhn und Uwe Hecher sowie Theresa Steffens und Marc Schäfer von der wer denkt was GmbH den Startschuss für die nächste Stufe: Denn seit Februar haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, über „sagsdochmol” Ideen an die Verwaltung zu schicken oder Anfragen zu stellen.

    „2013 wurde die Idee der Bürgerplattform mit dem Mängelmelder ins Leben gerufen, seitdem wurde das Angebot kontinuierlich ausgebaut. So wurde 2014 der Bürgerhaushalt hinzugefügt, ebenso wie das Bürgerforum und im Jahr 2015 wurde das erste Bürgerpanel durchgeführt. Mit dem Themenfeld Stadtumbau wurde das Projekt gekrönt. In diesem Zusammenhang hat sich gezeigt, dass viele Bürger ihre Meinung abgeben oder auch über bestimmte Themen abstimmen möchten”, erläuterte Bürgermeister Störmer bei der Vorstellung der neuen Seite. Denn eines ist den Verantwortlichen seitens der Stadt klar: Projekte wie der Stadtumbau können nicht alleine funktionieren sondern sind nur gemeinsam umsetzbar. Daher wird die Kreativität, der kritische Blick, der Ideenreichtum, das Fachwissen und die Lebenserfahrung aller Bürgerinnen und Bürger Lampertheims benötigt.

    „Wir freuen uns, den Bürgern gemeinsam diese Online-Beteilungsplattform für konstruktive Diskussionen zu Themen, die die Stadt bewegen, anbieten zu können”, betonte Marc Schäfer, Projektmanager der wer denkt was GmbH. Die Anmeldung und Registrierung ist dabei einfach: Jeder Lampertheimer Einwohner mit Internetanschluss kann sich unter www.sagsdochmol.de registrieren, hierzu genügt die E-Mail-Adresse, die aufgrund der gewünschten Kommunikation jedoch benötigt wird. Die Eingabe weiterer persönlicher Daten ist nicht notwendig. Bewusst wurde die Gestaltung der Seite übersichtlich gehalten, um eine einfache Bedienung zu ermöglichen.

    Nachdem die Registrierung abgeschlossen ist, kann jeder Bürger einen konkreten Mangel über den Mängelmelder abgeben – beispielsweise über wilden Müll. Der Mängelmelder wurde um die Funktion eines Ideenmelders erweitert, beispielsweise für Anregungen, bei Baumpflanzungen auf Allergiker zu achten. Praktikable Ideen werden im Bereich „Stimm ab” gesammelt, hier sind bereits aktuelle Ideen des Jugendbeirates wie zur zeitlichen Abstimmung von Nachtbussen auf den Bahnverkehr eingepflegt. „Wir freuen uns auf viele Ideen und Anregungen”, so Marc Schäfer. Zudem besteht die Möglichkeit, online umkompliziert Fragen an die Verwaltung und Politiker zu stellen. „Der Bürger bekommt in jedem Fall eine Antwort von uns. Auch wenn sich seine Idee nicht umsetzen lässt”, verspricht Bürgermeister Störmer. „Bei Mängeln und Anfragen ist es unser Ziel, dem Bürger innerhalb von 14 Tagen zu antworten. Allerdings hängt dies natürlich auch vom Umfang des Mangels und der Anfrage ab.” Die Fragen werden veröffentlicht, ebenso wie die entsprechenden Antworten – „ein Gewinn für alle Bürger, die so einen Wissensspeicher vorfinden, in dem zahlreiche Antworten auf mögliche Fragen bereits zu finden sind”, erläuterte Marc Schäfer. Neu ist zudem, dass sich die Homepage einfach durch das Smartphone bedienen lässt, was bisher nicht der Fall war. Und es finden sich hier Angebote über Projekte zur Bürgerbeteiligung wieder. „Wir wollen einen Beitrag leisten, um der Politikverdrossenheit im Kleinen entgegenzuwirken”.

    „Lampertheim ist Bürgerkommune. Das Bürgerportal ist ein Meilenstein in dieser Entwicklung. Wir wollen einen Schatz heben, den Schatz der Bürger, deren Anregungen und Ideen”, stellte Kulturbereichsleiter Rolf Hecher klar. „Hierzu wurde eine verbindliche Kommunikation zwischen Bürgern, Verwaltung und Politik geschaffen, bei der die Bürger zeitnah eine Antwort erhalten.”

    Übrigens: Auch Bürger, die über keinen Internetanschluss verfügen, können jederzeit ihre Ideen und Anregungen einbringen. Hierzu liegen beim Rathaus-Service und an den Außenstellen der Verwaltung entsprechende Formulare bereit, die auch dort wieder abgegeben oder postalisch an en Magistrat der Stadt Lampertheim, Öffentlichkeitsarbeit, FD 10-2 Zentrale Dienste, Römerstraße 102, 68623 Lampertheim gesendet werden können. Benjamin Kloos

     

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