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  • Fr., 30. Mai 2014, 09:35 Uhr
    Bürgerstiftung wählte Stiftungsrat und Vorstand für neue Legislaturperiode

    Neue Projekte 2014 – Familienzuwachs für Spargelschälerin und Tochter

    Der neu gewählte Stiftungsrat: Robert Geiger (von links), Gerhard Bühler, Dieter Uhlmann, Peter Liermann, Dr. Walter Risse, Stefan Nickel, Bürgermeister Gottfried Störmer, Wolfhard Hensel und Walter Konrad (nicht im Bild sind Hellmut Kill und Richard Hinz). Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – So schnell vergeht die Zeit. Vor fünf Jahren gründeten Bürger die Bürgerstiftung Lampertheim und brachten sodann viele Projekte auf den Weg. Weithin sichtbar ist das Skulpturenensemble von Spargelschälerin mit Tochter aus Bronze an der Domkirche, ein Projekt, an dem sich viele Bürger mit Spenden und die Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ mit einem Zuschuss von 10.000 Euro beteiligt hatten. Bald ist Familienzuwachs angekündigt, der Künstler arbeite bereits am Familienvater in Bronze, teilte Stiftungsvorstandsvorsitzender Frank-Rüdiger Kirschner in seinem Jahresbericht bei der Stifterversammlung am 8. Mai mit. Die Versammlung fand diesmal in den Räumen der Sparkasse Worms-Alzey-Ried in der Römerstraße 101 statt. Mit der Aufstellung ist im dritten Quartal zu rechnen. „Wenn wir heute durch die Stadt gehen, können wir sagen, das haben wir gemeinsam geschafft“, sagte Kirschner, „darauf sind wir richtig stolz“. Viele weitere Projekte führte Kirschner in seinem Jahresbericht auf, darunter mehrere „Highlights“, wie die „Courage“-Auszeichnung, die zur festen Größe im Jahresablauf gehöre. Bereits zum fünften Mal hat die Bürgerstiftung im vergangenen Jahr Personen und Gruppen für ihr verantwortungsvolles, ehrenamtliches Wirken in Lampertheim mit dem „Oscar“, einer Urkunde und einem Preis in Höhe von 400 Euro ausgelobt. Unterstützt hat die Bürgerstiftung Projekte in lokalen Bildungseinrichtungen. Erfolgreich sei auch das 3. Neujahrskonzert Anfang Januar in Zusammenarbeit mit „cultur communal“ der Stadt Lampertheim als Veranstalter gewesen. Am 26. April wurde im Stadtpark das Bücherregal der Öffentlichkeit zur Nutzung übergeben. Im laufenden Jahr sollen weitere Projekte im Bereich Jugendförderung definiert werden. Als erfolgreiche Ideengeberin fungierte die Bürgerstiftung beim Mehrgenerationenwohnen.  Gefragt sind neue Zustifter, die mit der Aktion „50 mal 500“ angesprochen werden sollen.  Nach ihrer satzungsgemäßen fünfjährigen Amtszeit machten einige Mitglieder des Stiftungsrates ihren Platz für Nachfolger frei. In der noch jungen Geschichte der Bürgerstiftung wählte die Stifterversammlung zum zweiten Mal den Stiftungsrat, der die Arbeit des Vorstandes begleitet und fördert und über die Einhaltung der Stiftungssatzung wacht. Alle fünf Jahre auch wählt der Stiftungsrat in einer gesonderten Sitzung den Stiftungsvorstand. Im zweiten elfköpfigen Stiftungsrat nach Gründung der Bürgerstiftung ist der Bürgermeister wiederum „geborenes Mitglied“, also Mitglied kraft Amtes.  Stiftungsvorstandsvorsitzender Kirschner verabschiedete Erich Maier, den Bürgermeister im Ruhestand, mit einem herzlichen Dank und einem Präsent. Gottfried Störmer löste nun seinen Amtsvorgänger ab, der bis zur Stifterversammlung seine Aufgaben im Stiftungsrat wahrgenommen hatte. Gudrun Ganter, Fritz Götz und Werner Hahl stellten sich nicht mehr zur Wahl. Stefan Nickel, Dr. Walter Risse und Dieter Uhlmann wurden von der Stifterversammlung neu in den Stiftungsrat gewählt. Auch im Vorstand wird es Veränderungen geben – Fritz-Ludwig Schmidt und Wolfgang Werry kündigten ihr Ausscheiden an. Kirschner dankte ihnen für die gute Zusammenarbeit. Die Finanzen der Bürgerstiftung werden satzungsgemäß solide und transparent verwaltet, wie  Vorstandsmitglied Ralph Butz in seinem Finanzbericht feststellte. Die Einnahmen, aus denen die Bürgerstiftung ihre Projekte finanzierte, waren vor allem die Spenden, danach die Zinserträge aus den risikoarmen Finanzanlagen und aus Guthaben bei einheimischen Banken. 2013 waren acht Zustiftungen mit einer Gesamtsumme von 20.500 Euro zu verzeichnen. Das Stiftungskapital wuchs auf 155.425 Euro gegenüber 134.925 Euro im Vorjahr. Für künftige Projektförderungen stehen nach Vorschlag des Vorstandes knapp 30.000 Euro zur Verfügung. 2013 wurden Projektförderungen in acht Fällen plus Projektkosten in der Gesamthöhe von rund 44.194 Euro bezahlt. Im Vorjahr waren es 7.090 Euro. Hannelore Nowacki

     

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