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Fr., 26. Juni 2020, 12:10 Uhr
DIAKONIESTIFTUNG LAMPERTHEIM: Tagesbetreuung „Meine Zeit” aktuell im Fokus / Gesundheit steht im Fokus
Neue Zustifter unterstützen Wirken der Diakoniestiftung
Mit Abstand: Die Vertreter der Diakoniestiftung Lampertheim präsentieren die Urkunden der neuen Zustifter – sowie von zwei „Wiederholungstätern”. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Der Stifterbaum wächst, denn mit jedem Jahr, nun schon im achten Jahr,kommen neue Zustifter hinzu – gerade unter den derzeit besonderen Bedingungen von Corona ist dies für die Diakoniestiftung Lampertheim von großer Bedeutung. In diesem Jahr fiel das traditionelle Jahrestreffen der Diakonie-Stiftung am Stifterbaum in der Hospitalstraße aufgrund der Corona-Situation aus, stattdessen informierte die Stiftung im Rahmen einer Pressekonferenz – natürlich unter den gegebenen Abstandsregelungen – über die neuen Zustifter und die aktuellen Aktivitäten. Als Ort für das Treffen war die Notkirche gewählt worden, die zu einem Sitzungsraum umgestaltet wurde und den ausreichenden Platz bot.
Martina Seelinger, Vorsitzende der Diakoniestiftung, stellte die beiden neuen Zustifter vor – aufgrund der aktuellen Situation konnten diese leider nicht selbst am Treffen teilnehmen. Einen Betrag von je 500 Euro stifteten Klaus Fröhlich und die Firma Herrmann GBR, zudem gab es zwei zusätzliche Stiftungen von „Wiederholungstätern” in Höhe von 500 und 1.000 Euro. „Normalerweise hätten wir uns am Stifterbaum getroffen, und wir hätten heute Glück mit dem Wetter gehabt. Die Namen der beiden neuen Zustifter sind bereits angebracht” – denn die Namen aller Zustifter sind auf Platten zu lesen, die den Stifterbaum wachsen lassen, mittlerweile sind es bereits 53. Dank der Zustiftungen steht mittlerweile ein Stiftungskapital von 600.000 Euro zur Verfügung, aus den Zinsen ergab sich für das Jahr 2019 ein Jahresbudget von 22.644 Euro. Hinzu kamen 9.000 Euro an Spenden.
„Es ist uns wichtig, dass wir unseren Zustiftern und Helfern danke sagen können”, ergänzte Martina Seelinger. In diesem Jahr wird besonders die Tagesbetreuung „Meine Zeit” unterstützt. Diese ist sein Mitte März geschlossen, die Kosten wie die Miete und das Gehalt der Mitarbeiter laufen aber weiter. „Wir hoffen, dass wir Unterstützung bekommen, vielleicht auch durch ein Entgegenkommen seitens des Vermieters. Daher haben wir von Seiten der Stiftung aus beschlossen, hier gezielt zu unterstützen, verbunden mit der Hoffnung, dass die Tagesbetreuung bald wieder öffnen kann.”
Uta Herwig, Geschäftsführerin der Diakoniestation, berichtete über die genaue aktuelle Situation in der Tagesbetreuung: „Wir haben 45 Gäste, die wir jetzt nicht begrüßen können. Bisher haben wir versucht, diese in Einzelbetreuung aufzusuchen und werden dies auch weiter ausbauen, aber unseren Gästen fehlt einfach die Gemeinschaft. Nach aktuellem Stand könnten wir die Betreuung mit sechs Gästen öffnen, aber mit Mundschutz, Abstandsregeln und ohne gemeinsames Spiel, was sehr wichtig ist. Daher haben wir uns entschlossen, „Meine Zeit” bis Ende Juli zuzulassen. Bis dahin setzten wir weiter aus Einzelbetreuung.”
Viele Mitarbeiter seien seit April in Kurzarbeit, aber diese müssen keinen finanziellen Verlust befürchten sondern erhalten ihr volles Gehalt. Dies sei der Kirche als Arbeitgeber wichtig, „denn wir sind dankbar, solche Mitarbeiter zu haben”, betonte Werner Hahl.„Wir wissen, dass unsere Mitarbeiter schon genug darunter leiden, wenn sie nicht eingesetzt werden können.”
Im Bereich der Pflege seien die Zahlen der zu Betreuenden rückläufig gewesen, würden aber nun wieder ansteigen. „Gerade in diesem Bereich haben wir eine enge Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt und einer eigenen Gesundheitsbeauftragten. Denn die Gesundheit unserer Mitarbeiter und Patienten ist uns wichtig, wie sind sehr froh, dass wir unter beiden Gruppen noch keinen Coronafall hatten!”, so Uta Herwig abschließend. Benjamin Kloos