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Do., 12. Januar 2023, 07:58 Uhr
WIEDERBELEBUNG: Verein für Heimatgeschichte nach über zwölf Jahren wieder aktiv
Neuer Vorstand und neue Mitglieder mit vielen Ideen für die Zukunft
Mit neuem Vorstand und Mitgliederzuwachs geht der Verein für Heimatgeschichte Bürstadt in die Zukunft. Michael Molitor ist der neue Vorsitzende (Mitte), Stellvertreterin ist Ursula Cornelius (3. von links). Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – „Es wird sicherlich in den nächsten Jahren nicht langweilig werden“, fasste der neue Vorsitzende den Ausblick auf die Zukunft zusammen. Durchaus mit Vorfreude, die während der Mitgliederversammlung am Montagabend im voll besetzten Sitzungszimmer des Rathauses spürbar war. Ein Berg von Aufgaben erwartet den neuen Vereinsvorstand unter Vorsitz von Michael Molitor, den die versammelten bisherigen und neuen Mitglieder des Vereins für Heimatgeschichte Bürstadt am Montag einstimmig gewählt hatten. Viele Ideen kamen in der Diskussion bereits zur Sprache. Sogar eine Themensammlung in Form einer langen Liste liegt vor, die der Vorstand gerne von Bruno Gündling entgegennahm, der diese Ideensammlung von Alexander Bauer erhalten hatte, auf dessen Initiative die Einberufung der Mitgliederversammlung zurückging. Arbeit für die nächsten 20 Jahre sieht Gündling auf diesen zweieinhalb Seiten komprimiert, für jeden im Verein gebe es genug Arbeit. Die Vereinsmitglieder brennen darauf, nun endlich loszulegen zu können, unter ihnen Spezialisten auf verschiedenen Arbeitsfeldern wie Gündling für das Heimatmuseum und Alois Klüber für die Schätze der Bürstädter Natur. Doch etwas Geduld ist nötig, die erste Vorstandsitzung sei abzuwarten, gab Vereinsvorsitzender Molitor zu Protokoll, am Anfang werde man sich öfter treffen, um zu besprechen, welche Projekte der Verein angehen werde. „Wir stehen am Anfang und müssen uns kennenlernen“. Auch junge Leute wünscht sich der nun nach über zehn Jahren aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsste Verein als Mitglieder. Bekannter soll der Verein zudem durch Öffentlichkeitsarbeit werden. Für Ideen und Anregungen gibt es eine E-Mail-Adresse (heimatgeschichtsverein-buerstadt@gmx.de). Der Neustart des gemeinnützigen Vereins wurde nach der seit der Gründung 1987 bestehenden Satzung durchgeführt und mit einem offiziellen Protokoll dokumentiert, das beim Amtsgericht vorzulegen ist. Von den noch dreißig bekannten und angeschriebenen „Bestandsmitgliedern“ waren sechs gekommen, die zunächst allein stimmberechtigt waren. Zu den Bestandsmitgliedern gehören die Stadt Bürstadt, vertreten durch Bürgermeisterin Barbara Schader, die SPD Bürstadt und die SPD-Fraktion. Die Sitzung leitete zu Beginn Dr. Gerhard Baltes, Geschäftsführer beim Lernmobil Viernheim, studierter Historiker und Lehrer, der zu den damaligen Gründungsmitgliedern gehört. Bis zur Wahl wurde Walter Wiedemann, ehemaliger Erster Stadtrat, zum Versammlungsleiter gewählt. In guten Zeiten habe der Verein 50 Mitglieder gehabt, erinnerte sich Wiedemann, der schon 2018 versucht hatte, den Verein zu aktivieren. Nach dem Tod des langjährigen engagierten Vorsitzenden Hans Goll seien die Aktivitäten zum Erliegen gekommen. Die letzte Aktivität sei 2010 die Beschriftung in den Vitrinen im Rathaus gewesen, mit Kosten von 1.500 Euro, 2008 seien die historischen Funde im Foyer für 3.200 Euro restauriert worden. Die letzten Mitgliedsbeiträge wurden 2006 eingezogen. Wie von der Satzung vorgesehen, wurde der Vorstand in geheimer Wahl gewählt. Zuvor hatten 18 neue Mitglieder ihr Beitrittsformular unterschrieben. Nach seiner einstimmigen Wahl übernahm Michael Molitor die Sitzungsleitung, der neue Vereinsvorsitzende ist auch als Hauptamtsleiter bekannt. Stellvertretende Vorsitzende ist Ursula Cornelius, Peter Jakob ist Schriftführer, Klaus-Dieter Grinda ist Schatzmeister, alle einstimmig gewählt. Per Akklamation wurden Walter Wiedemann und Renate Gayer als Kassenprüfer gewählt. Mindestens vier Beisitzer waren zu wählen, sieben wurden vorgeschlagen und gewählt: Edith Appel-Thomas, Rüdiger Engert, Dr. Gerhard Baltes, Stefan Thomas, Burkhard Vetter, Hans-Dieter Niepötter und Alois Klüber. Hannelore Nowacki