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  • Do., 06. März 2014, 23:22 Uhr
    Vorbereitung für Ehrenamtliche Helfer in der Sterbebegleitung durch die Hospiz-Initiative Ried / Informationsabend am 20. März

    „Nicht allein und verlassen sein“

    Monika Kroker, Hauptamtliche Koordinatorin der "Hospiz-Initiative im Ried e.V." hofft auf rege Teilnahme an der Informationsveranstaltung am 20. März. Foto: Sigrid Samson


    RIED - Leider ist das Thema „Sterben“ in der heutigen Zeit zu einem Tabu-Thema geworden. Viele Jahrhunderte lang war es eine selbstverständliche Pflicht der Familien und Gemeinden, die kranken und sterbenden Menschen zu begleiten – im Gegensatz zu heute. Die Hospizbewegung will in unserer Gesellschaft wieder bewusst machen, dass kranke und sterbende Menschen auch Teil des Gemeinschaftslebens sind und sich von der Gemeinschaft angenommen fühlen.

    Es kann jeden treffen: ganz plötzlich wird ein Angehöriger schwerkrank, und sowohl Kranke als auch Familienangehörige stehen vor einer großen Herausforderung in der letzten Lebensphase dieses Menschen.

    Gerade um dies aufzufangen und diesen Lebensabschnitt zu begleiten, kümmert sich die Hospiz-Initiative im Ried e.V. (Lampertheim, Bürstadt, Biblis, Groß-Rohrheim) nun seit über zehn Jahren kompetent um solche Fälle. Monika Kroker, Hauptamtliche Koordinatorin, sowie weitere 20 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, nehmen sich Zeit für die kranken Menschen, um einfach nur bei ihnen zu sein, miteinander zu sprechen oder auch zu schweigen. Die Initiative möchte helfen, die Bedürfnisse und Wünsche dieser Menschen zu erfüllen und ihre Hoffnungen und Ängste mitzutragen. Sie begleiten die Angehörigen und Freunde beim Abschied nehmen und in ihrer Trauer.

    Beratung und Information der Betroffenen spielen ebenfalls eine große Rolle. „Viele melden sich erst, wenn es gar nicht mehr geht“ teilt Monika Kroker beim Pressegespräch am Donnerstag in den Räumlichkeiten der Geschäftsstelle in Bürstadt mit, „die Hilflosigkeit und Verängstigung der Kranken und Angehörigen veranlasst die Betroffenen, sich bei uns zu melden.“ Weiterhin erklärt sie, dass vielen nicht bewusst ist, dass ´Palliative Care´ den kranken Menschen zusteht – „dies ist seit 2002 Gott sei Dank auch gesetzlich verankert.“ Die erforderlichen Maßnahmen werden somit durch die Verbände der Krankenkassen finanziert und durch die Einnahmen des Vereins.

    Die Hilfeleistungen der ambulanten Hospiz für Trauer- und Sterbebegleitung bestehen darin, den Wunsch der meisten Menschen zu erfüllen, zuhause oder „wie zuhause“ sterben zu können, die Angehörigen schwerkranker Menschen aus ihrer Angst, Hilflosigkeit und Isolation herauszuführen und den Dienst der Ärzte, Pflegenden und Seelsorger zu ergänzen.

    Den betroffenen Personen wird ermöglicht, sich dadurch wieder in unserer Gesellschaft angenommen zu fühlen, und sie lernen in der Auseinandersetzung mit dem Sterben und dem Tod das Leben neu zu schätzen. Durch das Entgegenbringen des erforderlichen Verständnisses werden Hemmschwellen abgebaut und Mut aufgebracht, es gemeinsam „durchzustehen“ mit Hilfe professioneller Unterstützung.

    Das gesamte Team bietet palliativpflegerische Beratung, d.h. ganzheitliche Betreuung der Patienten zur Verbesserung der Lebensqualität, sowie auch Einzelgespräche für trauernde Menschen an.

    Die Hospiz-Initiative im Ried e.V. bietet deshalb regelmäßig Maßnahmen zur Qualifizierung interessierter Menschen an, die gerne ehrenamtlich auf diesem Gebiet tätig werden wollen.

    Wer sich über diese Ausbildung näher informieren möchte, ist herzlich eingeladen, an der Informationsveranstaltung am Donnerstag, den 20. März, um 19 Uhr, in der Geschäftsstelle der Hospiz-Initiative in Bürstadt, Schubertstraße 31, teilzunehmen. „Der Bedarf an Helferinnen und Helfern steigt ständig an“ teilt Kroker mit, „die Hospizbegleiter sind eine sehr wertvolle Lebenshilfe und die betroffenen Menschen geben so viel zurück, und das tut einem selbst auch sehr gut“ stellt sie weiter fest.

    „Man kann diesen letzten Lebensabschnitt würdevoll gestalten, damit die Patienten das Gefühl bekommen, nicht alleine und verlassen zu sein“ erklärt Kroker und hofft gemeinsam mit ihrem Team auf eine gute Resonanz und rege Beteiligung an der Informationsveranstaltung zur Ausbildung für ein anspruchsvolles Ehrenamt. Grundvoraussetzungen zur Teilnahme am Qualifizierungskurs als Hospizhelferin / -helfer sind Kontakfreudigkeit, die Bereitschaft, sich auf etwas einzulassen sowie Achtsamkeit.

    Telefonisch zu erreichen ist Monika Kroker und ihre Helferinnen / Helfer dienstags und donnerstags jeweils von 15.30 bis 18 Uhr unter der Rufnummer (06206) 71 02 03 oder mobil unter 0177 – 19 55 834. Sigrid Samson

     

     

     

     

     

     

     

     

     
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