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  • Mo., 24. Dezember 2018, 14:16 Uhr
    Theatergruppe ZwiBuR brilliert erneut mit einer Komödie

    „Nichts als Kuddelmuddel” 

    Erneut konnte die Theatergruppe ZwiBuR mit einer wunderbar gespielten Komödie begeistern. Foto: ehr


    HÜTTENFELD – Auch in ihrem 25. Jubiläumsjahr konnte die Theatergruppe „ZwiBuR“ („Zwische Bergstroß‘ un Rhoi“) mit der Komödie „Nichts als Kuddelmuddel“ von Jürgen Hörner ihr Publikum im vollbesetzten Bürgerhaus begeistern. Wie immer fand die Premiere des Stückes im Rahmen der Weihnachtsfeier des MGV 1892 Sängerbund Hüttenfeld statt. In diesem Jahr übernahm erstmals der gemischte Chor „Purple Voices“ unter der Leitung von Marc Bugert den Eröffnungspart, was jahrzehntelang dem Männerchor vorbehalten war.

    Als der Vorhang sich öffnete war dann Einiges anders bei „ZwiBuR“, als sonst. Regisseur Bruno Ehret trat heuer nur als Schauspieler in Erscheinung und überließ die Regie dem sonst angestamten Hauptdarsteller Jochen Köcher. Und der hatte sein Team gut eingestimmt. Dieses war wohl mit acht Damen und nur zwei Männerrollen etwas frauenlastig, doch das tat ob der vielen jungen Schauspielerinnen der Sache gut. Der Generationenwechsel ist bei den „ZwiBurianern“ zumindest bei den Frauen eingeläutet.

    Das Stück selbst war stark an die Boulevardkomödie „Der nackte Wahnsinn“ von Michael Frayn angelehnt, das auf renommierten Bühnen – unter Anderem dem Münchner Residenztheater – große Erfolge feierte.

    Ein Schwank, der auf zwei Ebenen funktioniert: Der Zuschauer sieht zunächst die Generalprobe einer Boulevardkomödie um die Wahrsagerin Madame Kassandra, wie immer souverän dargestellt von Beate Sebastian, und ihre Probleme mit einer Kundin (unverwechselbar Alexandra Plenert) und ihrer Haushälterin. Hier trat Renate Szcepaniak wieder mit ihrem markanten Kölschen Dialekt in Erscheinung. Mit dem Mann von der Telekom hatte sie auch ihre Mühen. Bruno Ehret verkörperte den alkoholisierten Tollpatsch bravourös, und Ralf Ehret mimte einmal mehr gekonnt einen Fensterputzer, der gleichzeitig als Regisseur dieses Stückes schier verzweifelte. Denn da lief die Technikerin (Nina Kohl) fälschlicherweise auf der Bühne während der Premiere herum und die Souffleuse war ob der vielen Aussetzer der Schauspieler ebenfalls genervt. Pia Rendl verkörperte diese Figur erneut gekonnt, leider nur selten sichtbar, was eben das Los einer Souffleuse ist. Pia ist trotz ihrer Jugend bereits ein alter Hase auf der ZwiBuRbühne, genauso wie Anna Fleig, die in einer Nebenrolle als Fotografin in Erscheinung trat. Neu auf der Bühne zeigte Janine Wüst als Zeitungsreporterin ebenfalls keine Nerven.

    Wieder zum Inhalt:  Die Generalprobe geht gründlich in die Hose, was die Intendantin ins Spiel brachte, verkörpert in ihrer resoluten Art von Manuela Ehret. Wie soll die Premiere am nächsten Tag laufen? – Genau diese Premiere zeigte der zweite Akt: Denn es kommt alles noch viel schlimmer! Die Souffleuse wird unter dem Tisch sichtbar, die private Eifersucht der Hauptdarstellerin ändert den gesamten Ablauf, ein Darsteller ist total betrunken und schließlich bleibt nicht mal die Kulisse stehen….Glücklicherweise alles nur gespielt, denn bei den „Zwiburianer“ klappte alles, die Pannen waren gespielt. Und es ist nicht einfach den Spagat zu schaffen, das „Schauspielern“ zu schauspielen. Das Publikum bedankte sich mit lang anhaltendem Applaus.

    Für den richtigen Text sorgte Souffleuse Steffi Reinhardt und die Technik lag in den bewährten Händen von Frank Plenert und Holger Grieser. Für die Maske zeigten sich Claudia Schmitt-Möller und Andrea Marko verantwortlich. ehr

     

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