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  • Mo., 15. November 2021, 14:24 Uhr
    POLITIK: Freie Wähler – Bürger für Groß-Rohrheim fordern Alternativen

    Noch mehr Wasser aus dem Ried nach Frankfurt?

    GROSS-ROHRHEIM – „Unser Gemeindewald ist großflächig massiv geschädigt. Auslöser für die schweren Schädigungen waren die tiefgreifenden und andauernden Veränderungen der Grundwasserversorgung der Waldbestände – vor allem in den vergangenen 50 Jahren. Durch die hohen Entnahmemengen des Grundwassers sank der Grundwasserspiegel um mehrere Meter ab und ist dadurch nicht mehr für die Waldvegetation erreichbar“, so die Freien Wähler – Bürger für Groß-Rohrheim in einer Pressemitteilung.

    ”Die Annahme der Forstbetriebsplanung des Jahres 2012, dass neu gepflanzte Eichen oder Buchen gedeihen könnten, hat sich als Fehleinschätzung erwiesen. Die jungen Bäume leiden zwar nicht unter dem gleichen Stress, dem ab Mitte der 80er Jahre bis heute viele Altbäume ausgesetzt waren. Fakt ist allerdings, dass die erhöhte Grundwasserentnahme, gegen die sich die Gemeindevertretung im Jahr 2013 mit aller Deutlichkeit ausgesprochen hat, bis heute nachwirkt.

    Der Runde Tisch zur Verbesserung der Grundwassersituation im Hessischen Ried endete im Jahr 2015 mit einem Bericht der eine ganze Reihe von Möglichkeiten aufzeigt, wie man die Situation unseres Waldes verbessern oder zumindest den Folgen der Grundwasserentnahme begegnen kann. Die Gemeindevertretung wurde bis dato weder über den Abschlussbericht des Runden Tisches informiert noch hat sie sich seit 2013 ernsthaft mit der erhöhten Grundwasserentnahme oder der daraus resultierenden Folgen oder Gegenmaßnahmen beschäftigt. Der eintretende Klimawandel hat dafür gesorgt, dass sich die Situation unseres Waldes zusätzlich dramatisch verschlechtert. So kann und darf das nicht weitergehen!

    Wir möchten gerne wissen welche Alternativen es zu den vorgelegten Planungen von Hessen Forst gibt? Vor allem aber muss geklärt werden, wie die Mitverursacher der Waldschäden dauerhaft an allen erforderlichen Walderhaltungs- und Aufforstungsmaßnahmen beteiligt werden können?

    Die Probleme des Groß-Rohrheimer Waldes müssen gelöst werden bevor neue Forderung nach erhöhten Trinkwasserlieferungen aus dem Rhein-Main-Gebiet kommen. Der dort vielerorts erfolgende Neubau von Wohnungen und ganzen Stadteilen wird nämlich genau das nach sich ziehen.” zg

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