24-Stunden-Radfahrt vom Europaparlament zur Spargelstadt/ Unterstützung der lokalen DLRG war großer Erfolg
Non-Stop-Radtour für den europäischen Gedanken
FDP-Kandidat Dr. Hans Maschke (2. von links) begrüßt die DLRG-Eskorte und Frank Behrens (ganz links).
LAMPERTHEIM - Nach rund 180 Kilometern rollten sie am 1. Mai sogar eine Viertelstunde vor der Zeit ein: Der Lampertheimer Radler Frank Behrens und sein Geleit aus den Reihen der spargelstädtischen DLRG. FDP-Europakandidat begrüßte die Lebensretter und seinen pedalierenden Parteifreund mit herrlichem Sonnenschein sowie einer Stärkung auf dem alten Europaplatz. Vor 24 Stunden war Behrens vor dem europäischen Parlament in Straßburg aufgebrochen, um für Europa sowie die DLRG zu werben und damit gleich zwei grenzüberschreitende Projekte zu unterstützen. Die keinesfalls nur in der Wasserrettung aktiven Helfer in der Not bedankten sich ausdrücklich und zeigten sich von der Aktion begeistert. Neben Spenden brachte die Tour auch zwei neue Mitglieder. Auch Dr. Maschke zog eine sehr positive Bilanz. Das direkte Gespräch mit den ehrenamtlich tätigen Einsatzkräften gab ihm neue Einblicke in mitunter schwierige Einsatzsituationen. „Das Engagement dieser Menschen kann gar nicht genug gewürdigt werden. Sie stellen einen großen Teil ihrer Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit“. Auch in Bezug auf die europäische Idee nimmt er ein wachsendes Engagement wahr: „Ich glaube, dass diese Europawahl unter besonderen Vorzeichen steht. Den Menschen wird bewusst, dass die Errungenschaften der EU keine Selbstverständlichkeiten mehr sind. Das Interesse an Veranstaltungen zur Wahl am 26. Mai wächst.“ Behrens´ Tour war dann doch noch ein echtes Abenteuer. Noch kurz vor dem Start weinte der Straßburger Himmel. Erst angesichts des Parlamentes ließ er Gnade walten, schickte allerdings einen stetigen Nordwind von vorn als treuen Begleiter. Doch „gute Beine“ bringen nichts aus dem Konzept und zum Dienstagnachmittag hin wurde es in den Auwäldern, die Behrens Richtung Speyer und Mannheim durchquerte, fast mediterran. Für den historisch sehr interessierten stellvertretenden Ortsverbandsvorsitzenden war es ein besonderes Erlebnis, eine Befestigung der „Maginot-Linie“ bei Auenheim zu passieren. „Dass die Feindschaft zwischen Deutschland und Frankreich mal diese Monumente des Schreckens hervorgebracht hat, ist heute unvorstellbar. Der tiefe Frieden ist ein sehr greifbares Ergebnis der europäischen Einigung“, findet Behrens. Eine Kette von Befestigungsanlagen sollte seit den 1930er Jahren eine deutsche Invasion verhindern. Ein Radweg, die „Piste de Forts“ erinnert heute an diese Relikte. „Dieser Route von 85 Kilometern folgt eine meiner nächsten Touren“, gibt der 47-jährige einen Ausblick. zg
Eine klarere Mahnung für die Notwendigkeit der europäischen Einigung kann es kaum geben: Befestigungsanlagen aus dem Zweiten Weltkrieg am Wegesrand. Fotos: oh