Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
Sie sind hier: Startseite » Nachrichten » NORIE - das Netzwerk Ortsnahe Versorgung Ried startet
Mi., 18. Dezember 2019, 09:08 Uhr
Sechs Riedkommunen und Kreis Bergstraße arbeiten zusammen für die Gesundheitsversorgung
NORIE - das Netzwerk Ortsnahe Versorgung Ried startet
Zur Unterzeichnung der NORIE-Vereinbarung waren gekommen (von links sitzend): Bürgermeister Christian Schönung (Lorsch), Bürgermeister Helmut Glanzner (Einhausen), Landrat Christian Engelhardt, Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz, Bürgermeisterin Barbara Schader (Bürstadt); (von links stehend): Erster Beigeordneter Georg Menger und Bürgermeister Rainer Bersch (Groß-Rohrheim), Erster Stadtrat Klaus Schwab (Lorsch), Bürgermeister Felix Kusicka (Biblis) und Erster Beigeordneter Herbert Ritzert, Bürgermeister Gottfried Störmer (Lampertheim), Erster Stadtrat Walter Wiedemann (Bürstadt). Foto: Hannelore Nowacki
EINHAUSEN – Beim Thema Gesundheit müssen alle an einem Strang ziehen, sagte die Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Diana Stolz bei einem nicht alltäglichen Termin im Foyer der Sporthalle in Einhausen, zu dem Landrat Christian Engelhardt alsVertreter der sechs Kommunen im Ried die Bürgermeister von Biblis, Bürstadt, Einhausen, Groß-Rohrheim, Lampertheim und Lorsch mit ihren Stellvertretern eingeladen hatte. Nachdem das Netzwerk Ortsnahe Versorgung Odenwald (NOVO) bereits erfolgreich in der Region Vorderer Odenwald für eine bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige medizinische und pflegerische Gesundheitsversorgung arbeitet, hatten auch die Parlamente derRiedkommunen und der Kreistag beschlossen, sich zu einem Netzwerk zusammenzuschließen. „Auch im Ried stehen wir vor erheblichen Herausforderungen“, erklärte Stolz. Die Schwester von NOVO heißt NORIE und steht für Netzwerk Ortsnahe Versorgung Ried, eine kommunale Arbeitsgemeinschaft zur bedarfsgerechten und nachhaltigen Unterstützung der medizinischen Grundversorgung im Ried, so heißt die öffentlich-rechtliche Vereinbarung, die von den Vertretern der Kommunen am Dienstagmittag rechtsverbindlich unterzeichnet wurde. Wie NOVO wird auch das Projekt NORIE mit Fördermitteln des Landes Hessen unterstützt. Die Dauer der Vereinbarung von fünf Jahren für den Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2024 ist an den Förderzeitraum gekoppelt. Die Geschäftsstelle NORIE ist beim Kreis Bergstraße in der Gräffstraße 5 in Heppenheim angesiedelt. Alle zum Betrieb erforderlichen Sachmittel und das Personal stellt der Kreis Bergstraße zur Verfügung. Ansprechpartnerin ist Tanja Kögel, Projektkoordinatorin in der Gesundheitsversorgung. Der Finanzierungsplan ist fester Bestandteil der Vereinbarung, so ist es schriftlich festgehalten, wobei die Anteile der beteiligten Kommunen durch Landeszuschüsse refinanziert werden sollen. Die maximale Förderung betrage 100.000 Euro teilte Stolz mit und betonte: „Gemeinsam sind mit 79.000 Einwohnern sind wir stärker als eine Kommune alleine“. Der Einhausener Bürgermeister Helmut Glanzner bezeichnete dieseGeschlossenheit der Kommunen „ein gutes Zeichen an die Bevölkerung und Ärzte“. In der Vereinbarung sind in zwölf Punkten Ziele und Themen beschrieben. Hannelore Nowacki
Information
NORIE wird vorrangig folgende Ziele verfolgen und Themen bearbeiten:
1. Integrierte Versorgungskonzepte.
2. Bedarfsgerechte Unterstützung und Weiterentwicklung der haus- und fachärztlichen Versorgung unter Berücksichtigung der überregionalen Patientenströme.