Bürgermeisterin Schader informierte über Beschlüsse des Magistrats
Notwendige Investitionen für die Feuerwehr
Bei der Freiwilligen Feuerwehr Bürstadt wurden Böden saniert und Fahrzeuge als Ersatzbeschaffung bestellt. Archivfoto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – „Wir brauchen eine starke Feuerwehr“, sagte Bürgermeisterin Barbara Schader bei der Magistratspressekonferenz am Mittwoch mit Blick auf die beschlossenen Investitionen in Gebäude und Fahrzeuge. Für die Sanierung des Bodens in der Fahrzeughalle und in zwei Lagerräumen der Feuerwehr Bürstadt wurden 38.203,71 Euro ausgegeben, beauftragt wurde eine Firma aus Gundersheim, die als einzige Firma eine Gesamtleistung anbieten konnte. Nachdem die Stadtverordnetenversammlung am 21. Juni 2017 die Fortschreibung des Bedarfs- und Entwicklungsplans der Freiwilligen Feuerwehren Bürstadt bis 2027 beschlossen hatte und den Magistrat beauftragt hatte ein zukunftsfähiges Konzept zu erstellen, hat der Magistrat gemeinsam mit den Wehrführungen der drei Feuerwehren und Brandinspektor Uwe Schwaraein Fahrzeug- und Logistikkonzept für die Jahre 2017 bis 2020 erstellt und am 17. November 2017 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Nach einem Getriebeschaden musste die Ersatzbeschaffung des Wechselladerfahrzeugs (WLF) Baujahr 1987 vorzeitig in Auftrag gegeben werden - Gesamtwert mit der feuertechnischen Ausstattung und Beladung 163.886,80 Euro. Die im Konzept für 2018 empfohlene Anschaffung eines Mehrzweckfahrzeugs für Riedrode wurde mit einer Gesamtsumme von 119.848,47 Euro in Auftrag gegeben. Dadurch werden der vorhandene Gerätewagen Baujahr 1985 und zwei Anhänger ersetzt. Ende 2017 wären neue Reifen für 10.000 Euro nötig gewesen, stattdessen wurde Fahrzeug stillgelegt und Anfang 2018 für 19.751 Euro verkauft.
Ein europäisches Ausschreibungsverfahren sei nötig gewesen, die Vergabe sei ordnungsgemäß ohne Rüge erfolgt, erklärte Schader. Allerdings betrage die Lieferzeit ein halbes Jahr oder mehr.
Kläranlage wird Anforderungen angepasst
Das Regierungspräsidium Darmstadt verlangt von der Stadt Bürstadt Nachweise für das ordnungsgemäße Funktionieren der Kläranlage und bekommt sie auch, wieBürgermeisterin Barbara Schader in der Magistratspressekonferenz berichtete, denn „wir haben in den letzten Jahren sehr viel in die Kläranlage investiert“. Das Auslaufpumpwerk der Abwasserreinigungsanlage Bürstadt wurde 1979 erbaut, auch die technische Ausrüstung wurde damals montiert. Nun ist die Schaltanlage nicht mehr VDE-konform, muss ausgetauscht und an das Prozessleitsystem angebunden werden. Die projektbezogenen Aufgaben übernimmt für ein Honorar von 28.687,67 Euro die Ingenieurgesellschaft Kemmerer. Der vom Regierungspräsidium geforderte Nachweis der allgemein anerkannten Regeln der Technik für die Mischwasserentlastungen wird vom Ingenieurbüro Unger erbracht, das die Kläranlage bereits seit Jahrzehnten betreut, wie Schader betonte.
Straßenkataster wird erstellt
Das Straßenbauprogramm der Stadt Bürstadt für die nächsten fünf Jahre mit einer Gesamtsumme von 11 Millionen Euro wird zu mehr Straßensanierungen führen. Bürgermeisterin Barbara Schader betonte „so viel Straßenbau hatten wir in den letzten Jahren nicht“. Wobei die sogenannte grundhafte Sanierung im Haushalt als Investitionen gilt, Instandhaltungen hingegen im Ergebnishaushalt geführt werden. Der Straßenbau könnte in den nächsten Jahren ein Schwerpunkt werden: „Wir können die Infrastruktur nicht verwahrlosen lassen“. Schader sieht hier für die vier Millionen Euro aus der Hessenkasse eine Verwendung und hoffte auf einen solchen Beschluss im Bauausschuss. Grundlage des Bauprogramms für die Sanierung der Bürstädter Straßen sei ein Straßenzustandskataster, das außerdem für das System der wiederkehrenden Straßenbeiträge erforderlich sei. Die Bestandserfassung sei bereits auf Basis einer Bildbefahrung mit 360-Grad-Panaramafotos mit Laser-Scanning erfolgt. Fahrbahnen und Gehwege, Radwege, Parkstreifen, Bushaltebuchten und Grünflächen werden erfasst. Die Zustandsbewertungen werden auf Grund von erfassten Schadensmerkmalen durchgeführt. Für die Lesbarkeit im System müssen die Daten von einem GIS-Dienstleister aufbereitet, in das System der Stadtverwaltung eingepflegt und bereitgestellt werden. Nach einem europaweiten Ausschreibungsverfahren hat der Magistrat die Firma Geoventis wie angeboten mit der Bearbeitung des Straßenzustandsregisters zu Honorarkosten von 22.950 Euro beauftragt. Hannelore Nowacki