BILDUNG: Litauisches Gymnasium begrüßte zum Europaprojekttag der Schulen Nicola Beer und Till Mannesmann / Dr. Michael Meister war zu Gast im Lessing-Gymnasium
„Nur gemeinsam ist Europa stark”
Nicola Beer und Till Mansmann (v.r.) diskutierten mit Schüler*innen der Oberstufe des Litauischen Gymnasiums. Foto: oh
HÜTTENFELD – Der jährliche Europaprojekttag der Schulen ist eine hervorragende Gelegenheit, Schülerinnen und Schülern die Europäische Union näherzubringen. Umfragen bei früheren EU-Projekttagen haben ergeben, dass das Interesse junger Menschen mit den Veranstaltungen stark steigt. Seit 2007 gibt es den EU-Projekttag. An diesem Tag besuchen Politikerinnen und Politiker bundesweit Schulen – von der Kanzlerin und den Kabinettsmitgliedern bis hin zu Landes- oder Europa-Parlamentariern. Am Litauischen Gymnasium in Hüttenfeld waren an diesem Tag die Europaparlamentarierin und Vizipräsidentin des Europäischen Parlaments Frau Nicola Beer (FDP) und der Bundestagsabgeordnete Herr Till Mansmann (FDP) zu Gast. Die erste Präsenzveranstaltung seit Beginn der Corona-Pandemie fand in Zusammenarbeit mit dem FDP-Europa-Büro Berlin und Dr. Gernot Diehlmann statt.
Zu Beginn wurde das Lied „Raudoni Vakarei" von Ieva Narkute vorgetragen und musikalisch begleitet – in Anlehnung an das Gedenken anlässlich des 80. Jahrestages der stalinistischen Deportationen in Litauen und im gesamten Baltikum während des 2. Weltkrieges, der einen Tag zuvor begangen worden war.
Anschließend stand die Eröffnung einer Kunstausstellung mit Werken von Schüler*innen der Klassen 5, 7 und 12 zum Thema „Europa" durch Nicola Beer auf dem Programm. Die Schüler*innen des Litauischen Gymnasiums hatten sich bei der Gestaltung ihrer Werke als äußerst kreativ erwiesen, im Zentrum stand, wie Europa zusammenhalten kann. So war ein Baum zu sehen, von dem ein Blatt herabgefallen war – dieses symbolisierte England und den Brexit. Der Wunsch, dass man nicht noch mehr Länder in der EU verliert und das alle zusammenhalten war auch bei weiteren Kunstwerken deutlich und wurde auch die Schüler*innen klar erläutert – denn nur gemeinsam ist Europa stark.
Daraufhin folgte eine Gesprächsrunde mit Nicola Beer und Till Mansmann sowie Schüler*innen der Oberstufe. Hierbei wurden zunächst viele persönliche Fragen gestellt, zum Beispiel wie beide Politiker geworden sind. Aber natürlich standen auch Fragen zur Notbremse und zu Lockerungen im Fokus, wobei sich die beiden FDP-Vertreter für schnellstmögliche Lockerungen stark machten. Gleichzeitig zeigten sie sich selbstkritisch und räumten Fehler ein, die auch aufgrund der geringen europäischen Erfahrung im Umgang mit einer solchen Pandemie gemacht wurden. Auch die Schüler*innen beteiligten sich rege an der Diskussion und brachten ihre Erfahrungen ein, besonders welche Ängste vorhanden sind gerade mit der Ansteckungsgefahr für die Großeltern.
So entstand eine rege Diskussion, grundsätzlich kam die Veranstaltung bei allen Beteiligten sehr gut an. Und so freuen sich die Schüler*innen bereits auf die nächsten Veranstaltungen, sofern Corona diese zulässt. Geplant ist dabei unter anderem die Teilnahme an der Juniorwahl zur Bundestagswahl im September.
Auch das Lessing-Gymnasium in Lampertheim betätige sich am Europaprojekttag der Schulen. Hier war unter dem Motto „Europa kommt in die Schule” der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Michael Meister zu Gast, um an der Hessischen Europaschule (HES) mit Schüler*innen des Leistungskurses Politik und Wirtschaft der Q2 (Jahrgangsstufe 12) und ihrem Kurslehrer Volker Weigand über aktuelle Fragen der Europa- und Bundespolitik zu diskutieren. red