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  • So., 13. März 2016, 16:56 Uhr
    Ausländerbeirat stellt erstes Fest zur Begegnung der Kulturen erfolgreich auf die Beine

    Offen aufeinander zugehen und den Horizont erweitern

    Viele Menschen verschiedenster Nationen waren zum ersten Fest zur Begegnung der Kulturen, organisiert vom Ausländerbeirat, in das Riedroder Bürgerhaus gekommen. Foto: Eva Wiegand


    RIEDRODE - Gemeinsam Essen, Tanzen und Feiern im lockeren Rahmen ist wohl der beste und einfachste Weg Sprachbarrieren zu überwinden, einander kennenzulernen und ins Gespräch zu kommen. Das dachte sich auch der noch junge Ausländerbeirat in Bürstadt und hatte am Samstagabend kurzerhand zur ersten internationalen Begegnung der Kulturen in das Riedroder Bürgerhaus eingeladen. „Eigentlich hatten wir im Rahmen der Anti-Rassismus-Woche vom 10. bis 23. März eine Veranstaltung mit dem Jugendrat geplant, aber durch Krankheit ist leider nie ein richtiges Treffen zustande gekommen", bedauerte die 1. Vorsitzende des Ausländerbeirats, Fatma Aya. Aber die motivierte, siebenköpfige Mannschaft um die erste Vorsitzende zögerte nicht lange und hatte, ergänzt durch ein tatkräftiges Orga-Team, innerhalb von gerade einmal zwei Wochen die Ausrichtung des Festes selbst in die Hand genommen und auf die Beine gestellt. Ganz nach den verschiedenen kulturellen Gepflogenheiten trudelten die Gäste dann auch so nach und nach im Laufe des Abends ein. „Jetzt können wir beginnen, wenn auch mit kleinen Verzögerungen, was natürlich üblich ist, wenn man international zusammenkommt", eröffnete Moderator Mutlu Dogan das Geschehen und begrüßte die vielen Gäste, darunter auch einige politische Vertreter der Stadt. Auch Fatma Aya ließ es sich nicht nehmen, sich bei den vielen Helfern verschiedenster Herkunft zu bedanken, ohne die das Fest innerhalb so kurzer Zeit wohl nicht zustande gekommen wäre. Außerdem nutzte sie die Gelegenheit auch einige Worte an die Besucher zu richten. „Jeder einzelne aus den vielen verschiedenen Nationen bringt seine eigene Geschichte, Persönlichkeit und Fähigkeit mit und hofft, bei uns eine neue Heimat zu finden. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, niemanden alleine zu lassen“, betonte die Vorsitzende. Wichtig sei, sich für den anderen wirklich zu interessieren, den Dialog zu suchen. Nur so könnten gegenseitige Vorbehalte abgebaut und aus dem Nebeneinander ein Miteinander werden. Um den Worten dann Taten folgen zu lassen, startete das bunte Programm, angesetzt von 18 bis 22 Uhr, und bot reichlich Abwechslung: klassisch indischer Tanz wechselte sich mit der Darbietung der Showtanzgruppe „Machicks“ der TSG und Bauchtanz ab. Zu internationaler Musik tanzten später auch die Gäste, die orientalischen Klänge lockten nicht nur Bürgermeisterin Barbara Schader auf das Parkett. Zwischendrin tankten die Gäste dann am internationalen Büffet Kraft für die nächste Tanzrunde, welches von den Mitgliedern des Ausländerbeirats sowie von deren Freunden und Verwandten reich bestückt wurde. Eva Wiegand

    Info: Ein Zeichen setzten für Toleranz und gegen Rassismus: Die am letzten Wochenende durchgeführten Kommunalwahlen machen deutlich, wie wichtig es ist Farbe zu bekennen. Wer sich anschließen möchte, ist am kommenden Sonntag, 20. März um 16 Uhr auf dem Bürstädter Marktplatz eingeladen, sich an der Menschenkette zu beteiligen. 

     

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