Veranstaltung mit Detlef Schönauer am 21. Januar 2018 im Schwanensaal für einen wohltätigen Zweck
„Oma ist jetzt bei Facebook”
Patrick Fleckenstein, Pfarrer der St. Andreas-Gemeinde, Gottfried Senftner und Rolf Borkenhagen vom „Offenen Treff” und Kulturamtsleiter Rolf Hecher freuen sich auf die Durchführung des gemeinsamen Projekts (v.l.). Foto: Sigrid Samson
LAMPERTHEIM – Bereits zum dritten Mal wird der bekannte und beliebte Comedian Detlef Schönauer am 21. Januar 2018 im Lampertheimer Schwanensaal zu Gast sein und diesmal sein neues Programm „Oma ist jetzt bei Facebook“ / „Fröhlich altern in Jacques' Bistro“ präsentieren. Der Erlös der Veranstaltung ist für die 'Kavango-Community-Development Foundation' (KCDF) vorgesehen, ein Entwicklungprojekt des Bistums Mainz in Namibia.
Schönauer wird in seinem neuen musikalisch-satirischen Kabarett-Programm zeigen, wie witzig Älterwerden ist. Mit charmantem Witz und hintergründigem Humor nimmt er auch den Jüngeren die Angst vor der Zukunft und dem Alter. Das Publikum kann sich auf einen unterhaltsamen und äußerst humorvollen Abend freuen. Mit Stand-up-Comedy, Parodien und Songs lästert der Comedian über seine junggebliebenen Altersgenossen, über Heime, Kreuzfahrten, Smartphones und Facbook und gewinnt selbst der aktuellen politischen Lage noch viel Komisches ab. Weitere Informationen zu den Programmen Schönauers sind unter www.schoenauer.de zu finden.
Pfarrer Patrick Fleckenstein von der katholischen St. Andreas-Gemeinde erklärte im Rahmen eines Pressegesprächs einige Hintergründe des Projekts. Die KCDF wurde 2005 von Pfarrer Klaus Denner gegründet und wird seit 2009 nach dessen Tod von Pfarrer Angelo Stipinovich geleitet. Die Stiftung, die als Unterstützung der Diözese Mainz handelt, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lebensbedingungen der Menschen in der Kavango-Region im Norden Namibias zu verbessern. Seit der Gründung wurden 5 Kindergärten errichtet, die von der KCDF betreut und finanziert werden. Ein Wasserprojekt, das inzwischen rund 30 Tausend Menschen mit frischem Trinkwasser versorgt, wurde geschaffen. Bei der „Kavango River Lodge“ handelt es sich um eine Touristenlodge, deren Erträge vollständig in die Sozialprojekte einfließen. Darüber hinaus konnte ein Waisendorf für 60 Waisenkinder geschaffen werden, die ihre Eltern an den HI-Virus verloren haben. Die Organisation möchte Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit bieten, in einem geregelten, familiären Umfeld aufzuwachsen, Kindergarten und Schule zu besuchen und somit einen guten Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglichen, da in der Region eine Arbeitslosenquote von 85 Prozent vorherrscht. Mit derzeit 104 Mitarbeiter aus der Region in den vorhanden Einrichtungen werden zusätzlich Arbeitsplätze für diese Menschen geschaffen.
Die Einnahmen der Ferienlodge können zwar einerseits die Kosten decken - „dennoch wird es immer ein Zuschussprojekt bleiben“ fügte Fleckenstein hinzu. „Kinder kosten Geld, auch in Namibia“ ergänzte er und erwähnte in diesem Zusammenhang auch die erforderliche medizinische Betreuung. Die Stiftung lebt von dem Bekanntheitsgrad. Um diesen zu steigern, gab es bereits auch Ausflüge mit der Gemeinde in die Ferienlodge, die mit den vorhandenen Bungalows eine Gesamtkapazität von etwa 60 Personen hat. „Bei der Entwickungsarbeit rede ich immer gerne von geschlossenen Kreisläufen“, merkte Fleckenstein an, der seit 2009 für das Patenschaftsprogramm der Stiftung verantwortlich ist. Weitere Informationen finden Sie unter www.kavango-cdf.de
Gottfried Senftner vom „Offenen Treff“ Lampertheim erklärte, dass die Verbindung zu Detlef Schönauer durch dessen Schwester entstanden sei, die hier wohnhaft ist und als Gemeindereferentin tätig war. Da seine beiden Veranstaltungen in den vergangenen Jahren vom Lampertheimer Publikum sehr gut angenommen wurde und er sich hier sehr wohl fühlte, konnte er erneut hierfür gewonnen werden. Der Offene Treff, ein kleiner Kreis von Personen, der sich monatlich zum geselligen Austausch und gemeinsamen Ausflügen trifft, besteht bereist seit 2008. „Neuer Pfarrer – neues Projekt“ freut sich auch Mitorganisator Rolf Borkenhagen vom Offenen Treff auf die gemeinsame Veranstaltung.
Kulturamtsleiter Rolf Hecher fügte hinzu, dass das Kulturamt jahrelang keine Verbindung zur Kirchenkultur gehabt hat und freut sich deshalb umso mehr, dass diese Zusammenarbeit nun zustande gekommen ist: „das ist genau der richtige Kreislauf“ fügte er hinzu; hocherfreut darüber, dass sich hier nun sehr viel bewegt. Er signalisierte gleichzeitig viele weitere Ideen zu gemeinsamen Veranstaltungen, sowohl mit dem Offenen Treff, als auch mit der Kirchengemeinde.
Von einer „Win-Win-Situation“ sprachen die Beteiligten, da hier alle profitieren: der Offene Treff, die Kirchengemeinde, cultur communal und natürlich auch die Besucher der Veranstaltung.
Der Kartenvorverkauf läuft bereits seit Oktober. Insgesamt 250 Eintrittskarten sind zum Preis von je 16 Euro erhältlich an den Vorverkaufsstellen Schokoladenhaus Oberfeld, Pfarrbüro St. Andreas und im Haus am Römer. Sigrid Samson