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Do., 09. Juni 2016, 12:50 Uhr
Gesundheitsamt und DRK veranstalteten Aktionstag zum Tag der Organspende an der Alfred-Delp-Schule
Organspenden – Wichtig. Richtig. Lebenswichtig.
Die 14-jährigen Schüler Oliver Ludwig, Marcel Gajdeczka und Lisa-Marie Gunkel (v.r.) informierten sich im Rahmen der Ausstellung des Gesundheitsamtes über die Bedeutung der Organspende. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – „Wichtig. Richtig. Lebenswichtig.” – unter diesem Motto stand der diesjährige Tag der Organspende am Donnerstag. Auch bei den Schülern der Alfred-Delp-Schule stand das sensible Thema Organspende auf dem Stundenplan. Das Gesundheitsamt des Kreis Bergstraße hatte gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz einen Aktionstag für die Schüler der 10., teilweise aber auch der 8. und 9. Klasse organisiert.
„Wir wollen sensibilisieren und mit diesem Aktionstag das Verständnis für die Bedeutung der Organspende wecken”, betonte Ulrich Bergmann, Geschäftsführer des DRK Bergstraße. „Auch wenn ein Mensch gestorben ist, kann er er helfen, Leben zu retten.” Denn bis zu sieben Menschen können dank der Organspende eines Menschen weiterleben.
„Ziel ist es, die Jugendlichen zu motivieren, sich eine Meinung zu bilden. Gerade für diese ist es schwierig, das Spannungsfeld zwischen Herz und Verstand ist hier sehr groß. Deshalb ist es wichtig, das Thema mithilfe von Beispielen anschaulich zu erläutern. Der Aktionstag greift zudem Fragen und Bedenken der Jugendlichen auf und informiert über Abläufe”, ergänzte Heinz Klee, Mitglied des Kreisausschusses.
Bereist mit 14 Jahren kann man sich verbindlich gegen und mit 16 Jahren für eine Organspende aussprechen. „Unsere Schüler sollen sich über dieses wichtige Thema Gedanken machen, denn es kann immer wieder plötzlich aktuell werden. Wir wollen aber keineswegs jemanden dazu zwingen, sich für einen Organspendeausweis zu entscheiden, sondern in erster Linie informieren”, erläuterte Schulleiterin Silvia Maier.
Im Rahmen eines Workshops wurden die Schüler durch Ute Fuchs vom DRK auf das Thema eingestimmt und vorbereitet: Nach einem Film zum Einstieg, der das Thema jugendgerecht aufbereitete, erläuterte Ute Fuchs die wesentlichen Fakten und stand den Fragen der Schüler offen gegenüber. Ein wichtiges Thema war für die Schüler beispielsweise die Frage, ob man mit einem Organspendeausweis bei einer lebensbedrohlichen Verletzung oder Erkrankung auf einer Intensivstation dennoch alles Medizinisch mögliche getan wird. „Diese Ängste sind unbegründet, alle Ärzte sind dazu verpflichtet, ihr Bestes für die Gesundheit und den Lebenserhalt eines Menschen zu tun – ob dieser einen Organspendeausweis hat oder nicht”, stellte Ute Fuchs klar.
Ergänzt wurden die Informationen rund um die Organspende durch eine dazu passende Ausstellung durch das Gesundheitsamt, die seit Montag in der Alfred-Delp-Schule zu sehen ist und allen Schüler offen steht.
Organspenden können Leben retten – das sensible Thema stand am Donnerstag in der Alfred-Delp-Schule im Fokus. Foto: BZgA
„Die Bereitschaft, nach dem Tod Organe zu spenden, ist in Deutschland in den letzten Jahren geringer geworden. An jedem Tag sterben drei Menschen, weil kein Spenderorgan gefunden werden kann. Deshalb ist es wichtig, sich frühzeitig mit diesem Thema zu beschäftigen”, hob Reinhild Zolg, Fachbereichsleiterin des schulärztlichen Dienstes vom Haus der Gesundheit, die Bedeutung dieses Tages hervor.
Eines sei aber klar: „Ihr dürft über Eure Körper selbst entscheiden – auch mit einem Organspendeausweis. Aber mit diesem könnte Ihr gleichzeitig Leben retten”, betonte Ute Fuchs abschließend. Benjamin Kloos