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  • Mo., 20. März 2023, 14:11 Uhr
    KUNST UND EI: Osterausstellung des Künstlervereins Bürstadt mit 36 Ausstellern vereinte Kreativität und Geselligkeit

    Osterhasen und Straußeneier, Schönes für das ganze Jahr

    Helen und Jule aus Lampertheim haben sich bei der Osterausstellung Schmuck ausgesucht. Danach ging es mit ihrer Oma und Schwesterchen Nora im Kinderwagen zum Spielen in die alla-hopp!-Anlage. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Während in der Stadt und in den Gärten die Osterglocken den Frühling einläuten, machte es hunderten Besuchern am Wochenende Freude zu schauen, was sich in der Osterausstellung des Bürstädter Künstlervereins tut. Ein Glücksfall war das sonnige Wetter, das in den großen Saal des Bürgerhauses hineinstrahlte und die Kaufstimmung beflügelte. Das freute die 36 Aussteller und die Organisatorinnen des Künstlervereins Monika Brenner am Tombola-Stand und Doris Hilsheimer, die ihre künstlerischen Oster-Grußkarten glitzernd und dreidimensional anbot. Für Geldgeschenke und andere Kleinigkeiten fertigt sie Papiertäschchen, jedes ein Unikat. Für die Tombola hatten Bürstädter Geschäftsinhaber und Vereinsmitglieder über 200 Preise gespendet, drei Lose waren für 50 Cent zu haben, ein Ansporn für eine vielfach erfolgreiche Glücksfindung. Zudem war der Eintritt frei und für die Geselligkeit sorgten die Besucher selbst bei Gesprächen an den Ständen und im voll besetzten Cafébereich bei Kaffee und Kuchen. Dass schon am Samstagnachmittag so viele Besucher kamen, galt bei den Ausstellern als gutes Omen für den Sonntag. Unter den 36 Ausstellern waren rund fünfzehn zum ersten Mal dabei, viele kommen seit Jahren zu Ostern und im Advent. Wer bei Vereinsmitglied Martina Rausch ein kunstvoll dekoriertes Gänse- oder Straußenei erstand, tat damit zugleich Gutes für die Tafel, denn den Erlös spendet die Künstlerin. Im Eier-Sortiment hatte sie auch naturbelassene Exemplare und solche mit Motiven für das ganze Jahr, sogar Dracheneier mit vielen kleinen Schuppen.

    Kerzen in vielen Formen fertigt Karin Glanzner aus Bürstadt an, zu Ostern auch als Ostereier. Foto: Hannelore Nowacki


    Was könnte der Osterhase ins Nest legen? Dafür war die Auswahl nahezu unerschöpflich - hier eine natürliche Körperbutter, ansprechende Seife und Wundertüten wie bei Waltraud Ruh aus Worms, dort eine ganze fröhliche Hasenfamilie oder ein dauerhaft schönes Blütengesteck aus Holz wie bei Gabriele Schmidt aus Steinbach. Für nicht einmal zehn Euro hat sich Elvira Lyszcz aus Bürstadt selbst eine Freude gemacht und sich das Gesteck sicher verpacken lassen. Immer schon sei sie gerne zur Osterausstellung gekommen, bis Corona kam, erzählte sie. Bei Tiffanys kleinem Bastelladen von Tiffany Prestel aus Viernheim mit Schmuck und Dekoration hatte es sich eine Osterhäsin im Plüschkostüm gemütlich gemacht. Die neunjährige Jule und ihre fünfjährige Schwester Helen aus Lampertheim hatte allerdings die Schmuckauswahl im Blick. Ketten und Anhänger bekamen sie in hübsche Säckchen verpackt. „Wir sind mit der Oma da“, erzählten sie, „und nachher spielen wir auf der alla-hopp!-Anlage“. Das machen sie öfter. Schwesterchen Nora im Kinderwagen schien mit ihrem Schokoladenei sehr zufrieden. Kuschelige Häkeltiere zaubert Daniela Kitzing aus Biblis, das Osterlämmchen lässt sich gerne auf den Arm nehmen. Wunschhasen mit Schild zum Notieren und Taschen aus Filz sind die Spezialität der Bürstädterin Carmen Weber. Begeisterte Besucherinnen fanden bei Anne-Christel Kruse aus Orbis außergewöhnliche Strickwesten aus Seiden-Viskose-Garnen, zu denen die griffigen, selbst gebogenen Alu-Schließen perfekt passen. Holz bearbeitet der Lampertheimer Hobbykünstler Willi Ueberle zum Gebrauch und zur Zierde gleichermaßen, eine Kunst, die zahlreiche Besucher interessierte. Federleicht fühlte sich das Tablett aus Apfelbaumholz an, über viele Jahre gelagert, deutlich schwerer lag die kleinere Schale aus frischerem Apfelholz in der Hand. Über die Feiertage könnte man auch etwas Unterhaltsames Lesen: Für viel Lesestoff sorgte Autorin Karin Lachmann mit ihrer Bücherauswahl - Gereimtes und Ungereimtes über die Natur wie „Die singende Zitrone“, Reisen und Meer hat die studierte Maschinenbauerin geschrieben. Erst nach dem Berufsleben hatte sie Zeit für Hobbys. Großes Lob hatte sie für die Organisation der Osterausstellung und die freundliche, unbürokratische Aufnahme als Ausstellerin. Hannelore Nowacki

     

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