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  • Mo., 21. März 2022, 08:01 Uhr
    FEUERWEHR RIEDRODE: Beförderungen und Ehrungen bei der Jahreshauptversammlung

    Pandemie wirkt sich auf Übungs- und Einsatzdienst aus

    In der Einsatzabteilung standen mehrere Beförderungen an, diese wurden im Rahmen der Jahreshauptversammlung durchgeführt.  Foto: Eva Wiegand


    RIEDRODE - Im Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr Riedrode fand die diesjährige Jahreshauptversammlung statt. Gleich zu Beginn stellte Wehrführer Sascha Brutscher klar, dass die vergangenen beiden Jahre sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben werden. Schließlich handelte es sich auch für die Brandschützer nicht um normale Jahre. Bedingt durch die Pandemie und die mit ihr verbundenen Vorschriften war die Zeit nicht nur geprägt durch ausfallende Übungen, auch Ausbildungen konnten aufgrund der geltenden Bestimmungen oft nicht in gewohnter Weise stattfinden. Dennoch versicherte Brutscher den Bürgern: „Ihre Feuerwehr ist allzeit für sie bereit“, was sich später im Laufe seines Tätigkeitsbericht widerspiegelte. Auch der Krieg in der Ukraine habe bereits erste Auswirkungen auf die Feuerwehr. So seien bereits Anfragen zu Hilfsaktionen, wie zum Beispiel die Frage über zur Verfügung stehende Feldbetten, an die Brandschützer herangetragen worden. Die Mannschaftsstärke in Riedrode liegt bei 61 Aktiven und setzt sich zum 31.12.2021 aus sieben Kindern in der Kinderfeuerwehr „Firekids“, 19 Jugendlichen, vier Mitgliedern in der Alters- und Ehrenabteilung sowie den Mitgliedern der Einsatzabteilung, die im vergangenen Jahr zwei Neue, Tobias Knoche und Thomas Retting, verzeichnen konnte und damit nun aus 31 Einsatzkräften besteht. „Besonders erwähnenswert ist das Durchschnittsalter von gerade einmal 38 Jahren. Das bringt nochmals zum Ausdruck, wie jung und dynamisch unser Team zur Zeit aufgestellt ist“, berichtete der Wehrführer stolz. 61 Einsätze sowie einen Dienst hatte die Feuerwehr 2021 zu verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutete dies ein Anstieg von 12 Einsätzen. „Das ist abermals ein sehr hohes Aufkommen für unseren kleinen Stadtteil“, stellte Brutscher klar. Insgesamt wurden damit 765 Stunden für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bürstadt geleistet. Bezüglich der Fahrzeuge und Gerätschaften stellte Brutscher die Beschaffung eines neuen Mannschaftstransportfahrzeugs in Aussicht, allerdings gebe es hier bereits seit längerer Zeit Verzögerungen. Aus Haushaltsmitteln, Spenden und Mitteln des Vereins wurden Schutzausrüstungen, Dienstkleidung, Helme und Stiefel angeschafft sowie diverse weitere Investitionen, unter anderem die Anschaffung eines Laptops sowie eines Hubwagens, getätigt. Trotz der erschwerten Bedingungen durch die Corona-Pandemie fanden dennoch zahlreiche Übungen und Unterrichte an, hier haben die Brandschützer weitere 1400 Stunden an ehrenamtlicher Tätigkeit für das Gemeinwohl erbracht. Schließlich bedankte sich der Wehrführer, auch im Namen seines Stellvertreters Jörg Bechtold, bei allen Kameraden und Kameradinnen für ihr Engagement im abgelaufenen Jahr. Das große ehrenamtliche Engagement würdigte dann auch Bürgermeisterin Barbara Schader, die in ihren Grußworten ebenfalls die besonderen Umstände der Pandemie hervorhob. So seien die Feuerwehrhäuser zeitweise geschlossen, Ausbildungen oft nicht möglich gewesen. „Zu den Einsätzen mussten sie trotzdem. Dafür bin ich ihnen von Herzen dankbar“, betonte Schader. Nicht zu wissen, ob man als Brandschützer nun ein Haus betrete, in dem Menschen an Corona erkrankt sind, dies aber auf sich zu nehmen, um Menschen zu retten, rang der Bürgermeisterin großen Respekt ab. Schließlich ehrte im Anschluss der Feuerwehr Verein im Rahmen der anschließenden Mitgliederversammlung seine langjährigen Mitglieder: Für 25 Jahre wurden Erika Gebhard, Sven Brutscher und Tobias Helwerth, für 40 Jahre Bernd Lauusch, für 50 Jahre Roland Bellinger Wolfgang Reski, Erich Standfuß und Armin Knappe sowie für 60 Jahre Mitgliedschaft Karl Deckenbach geehrt. Auch den Verein habe die Pandemie stark getroffen, führte der Vorsitzende Sven Brutscher aus. Alle Vereinsaktivitäten mussten auf ein Minimum reduziert werden, viele Aktionen, die für Geld in der Kasse sorgen, seien ausfallen. Dennoch erzielte der Verein dank niedriger Fixkosten und demgegenüber stehende Mitgliedsbeiträge sowie großzügige Spenden ein positives Ergebnis. Eva Wiegand

    Beförderungen und Ehrungen bei der FFW Riedrode: 

    Gina Ohl und Michele Gerhard (Oberfeuerwehrfrau), Jonas Bechtold und Silas Reinig (Oberfeuerwehrmann), Daniel Dux (Hauptfeuerwehrmann), Benjamin Eichhorn (Löschmeister und Deutsches Feuerwehrsportabzeichen), Sven Brutscher (Oberlöschmeister), Tobias Helwerth (Silbernes Brandschutzehrenzeichen), Sascha Brutscher (Deutsches Feuerwehrsportabzeichen).

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