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Di., 17. Mai 2016, 08:37 Uhr
Empfang von sechs Rennradfahrern aus dem belgischen Maldegem im Alten Rathaus
Partnerstädtische Beziehungen intensiv gepflegt
Die sechs belgischen Radsportler und ihre Begleitpersonen aus der Partnerstadt Maldegem wurden am Pfingstmontag in Lampertheim freundschaftlich empfangen. Foto: Sigrid Samson
LAMPERTHEIM – Mit einem Gläschen Sekt zur Begrüßung wurden die Rennradfahrer aus der belgischen Partnerstadt Maldegem am Pfingstmontag im Alten Rathaus empfangen, nachdem sie innerhalb von vier Tagen eine Strecke von über 600 Kilometern hinter sich gebracht hatten. Bürgermeister Gottfried Störmer empfing eine Delegation der belgischen Freunde gemeinsam mit mehreren Magistratsmitgliedern, Vertretern der politischen Gremien und des CCRW Lampertheim. Die Betreuung und Organisation des Besuchs fand durch Margit Selb, Ehren-Präsidentin des CCRW, und Vereinsmitglied Helmut Emich statt, der vor vielen Jahren als damaliger Faschingsprinz den Vorschlag zur Organisation einer Radwanderung machte.
Bereits in den Jahren 1999 und 2006 waren radsportbegeisterte Mitglieder des belgischen Vereins „t' Folkloorke Adegem“ zu Gast in Lampertheim. Nun wurde bereits zum dritten Mal ein Empfang für die langjährigen Freunde ausgerichtet. Zwei Träger der Goldenen Stadtplakette waren ebenfalls anwesend: Manfred Henkelmann und Hans Schlatter.
„Solche Besuche tragen dazu bei, unsere lange Freundschaft aufrecht zu erhalten“ erwähnte Störmer und betonte, dass insbesondere der Carneval Club Rot-Weiß diese Freundschaft seit vielen Jahren hegt und pflegt. Wichtig sei laut Störmer die Weiterentwicklung solcher Städtepartnerschaften besonders in der heutigen Zeit, in der zwar einerseits das 'alte' Europa zusammengewachsen sei, es andererseits aber aufgrund der bestehenden Konflikte noch jede Menge Arbeit gäbe, uns als große europäische Einheit zu sehen. „Es sind noch viele Treppenstufen zum Gipfel eines gemeinsamen Europas“ fügte er hinzu. Er erwähnte in diesem Zusammenhang auch die 50-jährige Verbundenheit zur französischen Partnerstadt Ermont – mit Polen existiert bereits seit zehn Jahren eine städtpartnerschaftliche Gemeinschaft.
Stolze 640 Kilometer hatten die Radfahrer Firmin, Hubert, Nico, Luc, Louis und Carlos mit ihren Rennrädern in vier Tagen zurückgelegt – eine wahrhaft sportliche Herausforderung, die Störmer besonders würdigte. Der älteste Teilnehmer ist bereits 76 Jahre alt und es wurde ein wenig darüber gescherzt, ob die schon etwas in die Jahre gekommenen Radfahrer in zehn Jahren immer noch mit ihrem Rennrad oder doch eher mit dem Auto kommen werden. Betreuer Eric sorgte mit einem Begleitauto für die technische Betreuung der Radtour. Selbstverständlich waren die Ehefrauen mit ihren Autos nachgereist. Ria, Annick, Caroline, Antoinette, Emmy und Ria kamen bereits am Pfingstsonntag in Lampertheim an und unternahmen gemeinsame Ausflüge in die Altstadt nach Heppenheim und zum Fernsehturm in Mannheim. Geselliges Kaffeetrinken und Abendessen standen ebenfalls auf dem Programm. Die Beteiligten hatten viel Spaß beim Wiedersehens-Treffen.
Als Gastgeschenk überreichte Störmer den Radfahrern einen Lampertheimer Geschenkkorb. Diesen erhielt stellvertretend Ria van Hoorebeke, die federführend für die Organisation von Seiten Maldegem war. Ria, die Lampertheim vor 32 kennengelernt hatte, bedankte sich herzlich im Namen aller belgischen Teilnehmer. Emich zollte den Belgiern ebenfalls seinen Respekt für die „schweißtreibende Tour durch Berge und Täler“ und wünschte ihnen erholsame Stunden und eine angenehme, gesunde Heimfahrt. Auch Margit Selb gab den Freunden ein paar Worte mit auf den Weg. Sie betonte, dass Freundschaft nicht selbstverständlich sei, sondern dass man sich diese erarbeiten und pflegen müsse. Vor 38 Jahren begann nach den Verschwisterungsfeierlichkeiten die Verbindung. Alljährlich fahren Mitglieder des Karnevalvereins im März nach Maldegem, während die Belgier im November zu Besuch in unsere Spargelstadt kommen. Selb überreichte den Gästen als Geschenk ein originell gestaltetes Arrangement mit einem kleinen gebastelten Fahrrad, belgischer Fahne und einem Bäumchen in der Mitte, liebevoll auf einer Platte zusammengestellt mit symbolischem Charakter. „Diese Freundschaft ist einzementiert“ fügte sie hinzu und schloss mit den Worten: „Das war so, ist so und bleibt so!“ - dem war nichts mehr hinzuzufügen. Sigrid Samson