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  • Do., 16. Juli 2020, 14:10 Uhr
    Sozialer Zusammenhalt: Soziale und gesunde Stadtentwicklung durch aktive Wohnraumentwicklung

    Passender bezahlbarer Wohnraum fehlt

    Bürgermeisterin Barbara Schader, Michael Held (von links), Jürgen Knödler und Jürgen Schmitt stellten beim Pressegespräch die aktuellen Planungen und Maßnahmen zum Programm „Sozialer Zusammenhalt“ für das Fördergebiet östliche Kernstadt vor. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – In Bürstadt als Zuwachsgemeinde sind verschiedene Wohnformen gewünscht, aber es fehlt an passendem und bezahlbarem Wohnraum. Mit einem Wohnraumentwicklungskonzept für die östliche Kernstadt soll gegengesteuert werden. Im Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ ist dies ein Schwerpunkt. Projektbeauftragter Jürgen Schmitt von NH ProjektStadt teilte bei einem Pressegespräch mit Bürgermeisterin Barbara Schader mit, dass das Planungsbüro InWIS Forschung & Beratung aus Bochum mit der Erarbeitung des Konzepts beauftragt sei.

    Damit nimmt die Stadt Bürstadt aktiv Einfluss auf die lokale Wohnraumentwicklung, von der Schmitt sagt, dass sie für die Gesamtstadt wichtig sei. Viele Themen seien im Fluss, betonte Schader mit Hinweis auf die alten Raiffeisengebäude und Oli II. Das Konzept werde im ersten Halbjahr 2021 vorgelegt, erste Maßnahmen könnten bereits während der Erarbeitungsphase in die Umsetzung gehen.

    Neues Konzept für Wohnungslosenhilfe
    Beim Thema Wohnungslosenhilfe sind im Fördergebiet die Görlitzer Straße 9-11 und die Erbacher Straße 2 im Fokus. Als Ziel nannte Schader die Integration und Teilhabe der Bewohner mit Betreuung. Die Neukonzeption hat die Stadtverordnetenversammlung einstimmig beschlossen und im Haushalt 2020 sind für erste Maßnahme 250.000 Euro eingestellt. Zurzeit gehe es um die Standortsuche. Mit Blick auf Anwohnerproteste meinte Schader, sie habe Verständnis, aber ein klarer politischer Auftrag sei umzusetzen, der nicht allein Baukörper betreffe, Betreuung und Beratung würden von vornherein mitgedacht. Die jetzigen Strukturen, die zu massiven Konflikten mit der Nachbarschaft geführt haben, werden komplett aufgelöst, ergänzte Schmitt. Eine Notunterkunft in Stadtrandlage und Anbindung an den ÖPNV soll es geben sowie Wohnungen für begleitetes Wohnen.

    Unterstütztes Wohnen mit intensiver Betreuung wird in den Obergeschossen des Gebäudes in der Erbacher Straße stattfinden, verbunden mit dem Stadtteilzentrum im Erdgeschoss, das ein Ort der Begegnung und für allgemeine Gemeinwesenarbeit mit multifunktionalen Räumen wird – mit Räumen für Stadtteilkultur, Bildung, Beratung und Stadtteilgruppen. Aktuell wird ein Träger aus der regionalen Sozialarbeit gesucht. Für die bauliche Modernisierung der Erbacher Straße 2 strebt die Stadt eine Förderung aus dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“ an. Die Personalstellen sollen aus dem Förderprogramm „Gemeinwesenarbeit in Hessen“ beantragt werden. Michael Held, stellvertretender Vorsitzender der SOPA, begrüßt das Konzept, es gehe um die Menschen, die SOPA wolle einen entsprechenden Platz für sie. Hannelore Nowacki

     

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