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  • Fr., 30. Oktober 2015, 12:30 Uhr
    Zeiten von Robin Hood lebten im Lampertheimer Wald auf

    Pfadfinder auf Jagd im Sherwood Forest

    Vier abwechslungsreiche Tage erlebten die Wölflinge und Pfadfinder des Stammes Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz im Lampertheimer Wald. Foto: oh


    LAMPERTHEIM - Vier spannende und abwechslungsreiche Tage verbrachten die Wölflinge und Pfadfinder des Stammes Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz bei der „Jagd im Sherwood Forest“, den man kurzerhand in den Lampertheimer Wald verlegt hatte. Getreu dem Lagermotto wurde die Zeit von Robin Hood aufleben lassen. Mit Unterstützung von Wilfried Reichenbach, einem Bogenbau- und Outdoor-Experten, lernten die Jugendlichen einige Grundsätze des Lebens im Wald, Feuermachen ohne Streichhölzer und natürlich den Bau eines englischen Langbogens. Während die Älteren intensiv ihre Bogenhölzer bearbeiteten, schnitzten sich die Jüngeren einen Holzlöffel. Stammesbarde Lefti zeigte wie man Kerzen zieht und nach und nach entstanden fantasievolle Kerzen. Ein besonderer Höhepunkt war das Kochen im Erdofen. Hierzu wurde eine Grube ausgehoben und mit alten Backsteinen ausgelegt. In der Grube wurde ein Feuer entfacht, bis die Steine ordentlich heiß waren. Anschließend wurde der größte Hordentopf, gefüllt mit Kartoffeln, Gemüse und Fleischstücken, in die Feuergrube platziert und mit Brettern abgedeckt. Die Ritzen wurden mit Moos zugestopft und obenauf kam eine dicke Schicht Sand. Nach drei Stunden wurde der Topf herausgeholt. Der Eintopf war super gut, das Fleisch butterzart und alle in der Runde waren begeistert von der archaischen Kochmethode. Die Abende verbrachte der Stamm in seiner Theaterjurte, in deren Mitte ein großes Lagerfeuer loderte, bei Gesang und Geschichten erzählen. Die Wölflinge durften Stockbrot backen und alle nach der entsprechenden Beschwörungsformel von dem guten „Tschai“ kosten. Das Herbstwetter zeigte sich von seiner goldenen Seite und lockte für viele Aktivitäten im Freien. Bei einem Lagergottesdienst, den Pfarrerin Sabine Sauerwein mit der Unterstützung zweier Gitarristen hielt, stand die Taufe eines Wölflings im Mittelpunkt. Der Altar und die „Kirchenbänke“ für die grüne Kirche waren liebevoll von den Pfadfinder gestaltet worden. Viel zu schnell verging die Zeit und bei der Abschlussrunde waren sich alle Teilnehmer darüber einig, dass es wieder einmal ein tolles Herbstlager mit vielen Höhepunkten war. Mit dem Bundeslied „Allzeit Bereit“ wurde das Lager beendet. zg

     

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