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Mi., 08. Juli 2015, 13:37 Uhr
Stadt Lampertheim startet besonderes Projekt zur Müllvermeidung
Pfandringe zieren künftig Mülleimer in Spargelstadt
So wie hier in Köln werden auch in Lampertheim in Kürze Pfandringe an ausgewählten Mülleimern zu finden sein. Foto: Pfandring: Paul Ketz, Bild: Markusdiefenbacher
LAMPERTHEIM - Ein besonderes Projekt der Müllvermeidung startet die Stadt Lampertheim in den nächsten Tagen: Neun Mülleimer werden mit dem Pfandring ausgestattet - einem Zusatz für öffentliche Mülleimer zum Abstellen von Pfandflasche und -dosen. Die für einen Betrag von 1.500 Euro angeschafften Pfandringe sind von der Größe her auf die Standardmülleimer Pintolino der Stadt Lampertheim abgestimmt und sollen im Bereich der Kernstadt und am Bahnhof angebracht werden.
„Mit dem Pfandring stellen wir sicher, dass weniger Müll generiert wird und dass zugleich die Wiederverwertung der Pfandflaschen sichergestellt wird", hofft Bürgermeister Gottfried Störmer auf einem Erfolg des Pilotprojektes: „Es ist ein interessanter Versuch, ich bin gespannt wie die Pfandringer angenommen werden."
Hintergrund des Pfandrings ist, dass immer mehr Menschen ihre Pfandflaschen in den Müll werfen - auch weil nicht immer eine entsprechende Annahmestelle für das Leergut in der Nähe ist. „Durch den Pfandring können Passanten ihr Leergut guten Gewissens abstellen und eventuelle Pfandsammler müssen nicht unwürdig in die Mülleimer greifen. Flaschen und Dosen bleiben im Recyclingkreislauf und werden nicht mehr verbrannt. Die Bürger nehmen damit aktiv am Kreislauf teil und genau das ist ein Stück weit Beitrag zu einem nachhaltigeren Lebensstil und einem bewussteren Miteinander. Weniger Kosten, weniger CO2-Ausstoß durch weniger fälschlich verbrannte Wertstoffe", betont Patentinhaber Paul Ketz.
Die Idee, den Pfandring in Lampertheim einzusetzen, geht übrigens auf einen Antrag in der Stadtverordnetenversammlung zurück. Weitere Informationen zum Pfandring selbst sind unter www.pfandring.de zu finden. Benjamin Kloos