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Mi., 11. Dezember 2013, 09:08 Uhr
Imker im konstruktiven Dialog mit Landwirten / Vermeidung erneuter Vergiftungen als Ziel
Pflanzenschutzschutzmittel schuld am Bienensterben im Juli
Die Vermutungen wurden jetzt bestätigt. Der Einsatz von Pflanzenschutzschutzmitteln löste das Bienensterben im Sommer aus. Archivfoto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Im Juli dieses Jahres wiesen über 40 Bienenvölker in Lampertheim Anzeichen einer Vergiftung auf. Die Imker hatten alle ihre Flugbienen verloren und waren bis auf die Hälfte ihrer ursprünglichen Volksstärke geschrumpft. Der Pflanzenschutzdienst wurde eingeschaltet. Es wurden Bienen- und Pflanzenproben entnommen und an das Julius-Kühn-Institut (Bundesforschungsanstalt für Kulturpflanzen) geschickt. Die auffälligen Proben wurden auf rund 250 verschiedene Wirkstoffe untersucht. Die Laborergebnisse bestätigten, dass die Bienen durch Pflanzenschutzmittel vergiftet worden waren. Sie kamen mit den bienengefährlichen Substanzen *Dimethoat und Clothianidin in Kontakt. Dimethoat, das gegen Spargelfliegen ausgebracht wird, fand sich zudem auf allen untersuchten Spargelproben. Es darf jedoch nicht während der Blüte verwendet werden.
Clothianidin wurde in einer Probe gefunden. Der Einsatz von Clothianidin ist im Spargelanbau generell nicht zugelassen. Der Verursacher wurde bisher noch nicht ermittelt. Die Imker teilten dem NABU mit, dass sie sich momentan mit den örtlichen Landwirten in einem konstruktiven Dialog befinden, so dass künftig Fehler bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ausgeschlossen werden können. Die Imker seien nicht auf eine Entschädigung aus. Ihr Hauptanliegen sei nun die Vermeidung erneuter Vergiftungen. (*Quelle: Deutsches Bienen-Journal 12/2013) zg