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  • So., 17. April 2016, 19:43 Uhr
    NABU informiert über Biodiversität, torffreies Gärtnern und vieles mehr

    Pflanzentauschbörse auf dem Schillerplatz ruft Hobbygärtner auf den Plan

    Die Hobbygärtner hielten am Samstag Ausschau nach neuen Pflanzen und informierten sich am Stand des NABU. Foto: Eva Wiegand


    LAMPERTHEIM – Ausgelesene Bücher finden in öffentlichen Bücherregalen schon lange neue Besitzer, seit rund fünf Jahren tauschen Gartenfreunde nun im Frühjahr auch ihre Pflanzen auf dem Schillerplatz. Auf der Pflanzentauschbörse, initiiert und organisiert vom Naturschutzbund (NABU) Ortsgruppe Lampertheim, schauten am vergangenen Samstag dann so einige Hobbygärtner dabei, fest im Blick, den heimischen Garten, die Terrasse oder den Balkon mit noch nicht vorhandenen Pflanzen zu bereichern. „Unsere Idee dahinter ist die Pflanzenvielfalt zu fördern“, erklärte Klaus Feldhinkel, zweiter Vorsitzender der NABU-Ortsgruppe Lampertheim. Ganz klar eine feine Sache: „Viele Lampertheimer haben einen Garten und oft hat man von einer Sorte Pflanzen einfach zu viele. Die bringen die Leute hierher und nehmen dafür etwas anderes mit“, so Feldhinkel, der obendrein praktischerweise Gärtnermeister von Beruf ist und den Besuchern am Stand, genauso wie seine weiteren anwesenden NABU-Mitstreiter gerne über die einzelnen Pflanzen, den passenden Standort und die richtige Pflege informierte. Informationen gab es aber auch zu weiteren Themen. So beschäftigte den Gärtnermeister das Thema Vorgarten, die derzeit von Eigentümer oft in Steinwüsten verwandelt werden. „Unser Begehr ist es, den Leuten zu vermitteln, dass es auch ganz tolle Kiesgärten mit blühenden Pflanzen gibt“, erklärte der zweite Vorsitzende. Als gutes Beispiel nannte er den von der Stadtgärtnerei gestalteten Kreisel aus Richtung Neuschloß. „Dort blüht immer etwas und es ist einfach zu händeln. Es muss nur einmal im Frühjahr gemäht werden und macht fast keine Arbeit“, stellte Feldhinkel fest. Auch zum Thema torffreies Gärtnern gab es am NABU-Stand reichliche Informationen. Denn die endliche Ressource wächst nur sehr langsam nach. „Bis ein Meter Moor nachgewachsen ist dauert es 1.000 Jahre“, informierte die erste Vorsitzende Andrea Hartkorn, deshalb sollte in Privatgärten darauf verzichtet werden. Auch über Alternativen informierte Feldhinkel: „Da gibt es Kokosspelze, Holzfasern, Grünkompost, Perlite und Ton. Das bekommt man in jedem Gartencenter“. Auch mischen ist möglich, denn „alles ist besser als reinen Torf zu verwenden“, meinte der Gärtnermeister. Weitere Informationen und Broschüren gibt es unter www.nabu.de. Eva Wiegand

     

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