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Mo., 28. Juni 2021, 11:09 Uhr
WSV: Überraschende Teilnahme bei Weltcup in Paris mit starken Ergebnissen
Philipp Reiber mit Premiere im Kanumarathon
Foto: oh
LAMPERTHEIM – Etwas überraschend kam für Philipp Reiber vom Wassersportverein Lampertheim die Einladung für den Weltcup im Kanumarathon in Paris. Im letzten Jahr wurde er auf der Deutschen Meisterschaft Vierter auf der Langstrecke, aber der Kanumarathon hat schon seine eigenen Gesetze. Ein Portage wie sie im Kanumarathon verlangt wird ist Philipp Reiber noch nicht gelaufen, auch eine Pumpe im Boot kannte er nicht. Man baute diese Eigenarten des Marathons ins Training ein um vorbereitet zu sein. Er kam schon miteinigen Zweifel in Paris an und hatte dort einen Tag Zeit sich auf die Strecke einzustellen. Als er sah, wie Kanumarathon-Profis die Portagen bewältigen, war er beeindruckt aber nicht beruhigt.
Im ersten Rennen über die kurze Strecke musste Philipp Reiber zwei Portagen laufen, Wasserpumpe und Trinkrucksack waren auf der 3,4-Kilometer langen Strecke nicht notwendig und das kam dem Newcomer sehr entgegen. Philipp verlor in Portagen immer wieder Zeit aber im Boot kämpfte er sich wieder nach vorne. Er belegte einen tollen siebten Platz, geschlagen nur von Marathonspezialisten aus Spanien, Dänemark, Frankreich und auch von zwei Deutschen, womit war er knapp an der Qualifikation für die Weltmeisterschaft vorbei schrammte.
Die lange Strecke geht für die Junioren über 22,6 Kilometer und fünf Portagen. Hier war alles notwendig, was einen Kanumarathon ausmacht. Um die Langstrecke gut zu überstehen, muss man über ein Röhrchen trinken, ständig mit der Fußpumpe arbeiten und dann raus aus dem Boot zum Portage laufen und wieder rein ins Boot. Es war ein sehr harten Kampf – nicht nur gegen die Konkurrenz, sondern auch gegen sich selbst. Aber auch in diesem Rennen schlug sich Philipp Reiber hervorragend: Er belegte Platz 19 und konnte mit seinem Rennen sehr zufrieden sein. Sein erster Marathon und das gleich unter großer internationalen Konkurrenz, da waren auch seine Trainer mehr als zufrieden. zg