Sa., 22.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Fr., 06. Oktober 2017, 09:34 Uhr
    Vorstellung des Bebauungsplans „Wohngebiet Eugen-Schreiber-Straße“

    Planungen des neuen Wohngebiets schreiten voran

    In der 13. Sitzung des Stadtentwicklungs-, Energie- und Bauausschusses wurde der Bebauungsplan "Wohngebiet Eugen-Schreiber-Straße" vorgestellt - interessierte Mitbürger verfolgten die Veranstaltung und können nun ihre Belange einbringen. Foto: Sigrid Samson


    LAMPERTHEIM - Im Fokus der öffentlichen Sitzung des Stadtentwicklungs-, Energie-und Bauausschusses der Stadt Lampertheim stand am vergangenen Mittwoch der Bebauungsplan „Wohngebiet Eugen-Schreiber-Straße“. Für interessierte Mitbürger bestand die Möglichkeit, sich aus erster Hand über die Planung der Bebauung des Areals zwischen Eugen-Schreiber-Straße und Bahnlinie mit 36 Reihenhäusern zu informieren, wovon auch rege Gebrauch gemacht wurde. Ausschuss-Vorsitzender Fritz Röhrenbeck eröffnete die Sitzung, zu der Bürgermeister Gottfried Störmer, Erster Stadtrat Jens Klingler, Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass und zahlreiche Stadtverordnete anwesend waren. Christopher Strauß vom Planungsbüro „Stadtplanung und Architektur Fischer“ aus Mannheim präsentierte die konkrete Planungsvorlage des Ingenieurbüros, die im Auftrag der Deutschen Reihenhaus AG entworfen wurde. Christian Plöhn, Fachbereichsleiter Bauen und Wohnen der Stadt Lampertheim, ergänzte die Ausführungen zur Entstehung des neuen Wohngebietes. Die Planung des Wohngebiets gestaltete sich aufgrund der besonderen Lage recht schwierig. Hauptsächlich aufgrund der Schall- und Atemschutzbestimmungen gab es in den letzten Jahren laut Strauß einige Veränderungen, die nun zum Entwurf der Variante 8 geführt haben. Maßgeblich waren hier die drei absolut bestimmenden Lärmquellen Straße, Schienenverkehr und Gewerbe. 300 Züge täglich und ein Zuwachs des Güterverkehrs in der Nacht führen trotz Modernisierung der Güterzüge durch die Bahn zu einer Erhöhung der notwendigen Schalldämmmaße. Strauß merkte an, dass folgende Schutzziele im Vordergrund stehen: Die Vermeidung einer Gesundheitsgefahr, ungestörte Kommunikation tagsüber und nachts ungestörter Schlaf der Bewohner innerhalb der Gebäude. Die bestehende 2,80 Meter hohe Lärmschutzwand wird aus Schallschutzgründen verlängert. Wohn- und Schlafräume werden nicht zur Bahn hin angelegt. Eine weitere Schallschutzwirkung für die gegenüberliegenden Wohnhäuser in der Eugen-Schreiber-Straße wird auch durch die zwingend erforderliche Bebauung mit zwei Vollgeschossen erreicht. Die Stellplätze werden größtenteils in Tiefgaragen untergebracht, um keinen zusätzlichen Lärm zu schaffen und eine Entspannung der Parksituation zu gewährleisten. Die vorhandene Hecke bleibt aus Naturschutzgründen weitestgehend erhalten. Ersatzhabitate für Zauneidechsen, deren Population im vorhandenen Areal bei Begehungen nachgewiesen werden konnte, sind ebenfalls vorgesehen. Darüber hinaus soll ermöglicht werden, den Kurvenbereich Eugen-Schreiber-Straße / Hospitalstraße zu entschärfen. Diskussionen und Fragestellungen der anwesenden Stadtverordneten folgten - Einigkeit herrschte darüber, dass der „Schandfleck“ nun endlich wegkommt und neuer Wohnraum geschaffen wird. Auch die Einführung einer 30-er-Zone in diesem Bereich wäre wünschenswert. Störmer fasste die Ergebnisse kurz zusammen und merkte an, dass man sich die Parkplatzsituation nochmal genauer betrachten müsse – hierzu ist eine Klärung zwischen den Fachbehörden (Ingenieurbüro und Bauamt) erforderlich. „Wir haben jetzt eine Vorlage bekommen, mit der wir gut umgehen können“, meinte er und machte darauf aufmerksam, dass auch die Bedenken der Anwohner aufgenommen werden. Nach Offenlage des Bebauungsplans können nun die Probleme, Sorgen und Wünsche der Anwohner nach Abwägung berücksichtigt werden. Auch Röhrenbeck richtete seinen Appell an die Bürger, in Austausch zu gehen und ihre Belange einzubringen. Im anschließenden Abstimmungsprozess gab es nur eine Gegenstimme. Laut Aussage Plöhms werden die Anwohner während der Bauphase rechtzeitig über die verschiedenen Bauabschnitte informiert – der Durchgangsverkehr wird gewährleistet. Auch nach Abschluss der planungsrechtlichen Genehmigung wird eine entsprechende Kommunikation erfolgen. Auf der Tagesordnung der Sitzung standen auch die 1. Änderung des Bebauungsplans „Im unteren Heidengraben“ sowie das städtische Förderprogramm „Energetische Gebäudesanierung“, die im Anschluss gemeinsam diskutiert und abgestimmt wurden. Sigrid Samson

    Beitrag aus der Rubrik

    » Lampertheim und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige TicketshopAnzeige 3 Anzeige - 1