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Fr., 16. März 2018, 08:48 Uhr
Wertstoffhof Lampertheim optimiert – längere Öffnungszeiten und mehr Komfort
Plastiktüten und Müll gehören nicht in den braunen Bioeimer
Die Neugestaltung ist abgeschlossen und wurde am Mittwoch offiziell freigegeben mit Bürgermeister Gottfried Störmer (von links), Landrat Christian Engelhardt, ZAKB-Geschäftsführer Gerhard Goliasch und Sascha Bocksnick, Abteilungsleiter Technik und Energie. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Bei strahlendem Sonnenschein traten am Mittwochnachmittag Landrat Christian Engelhardt, Bürgermeister Gottfried Störmer gemeinsam mit ZAKB-Geschäftsführer Gerhard Goliasch und Sascha Bocksnick, Abteilungsleiter Technik und Energie, mit Scheren ausgerüstet an das rotweiße Flatterband zur symbolischen Freigabe des optimierten Wertstoffhofs in der Klärwerkstraße. Einige Autos mit Grünschnitt und anderen Materialien hatten zuvor schon den Eingang passiert, ein ganz normaler Öffnungstag eben. Im Pressegespräch auf dem Gelände mit der großen Halle im Hintergrund betonte Landrat Engelhardt, dass es ein wichtiger Schritt gewesen sei, Lampertheim mit 34.000 Einwohnern als drittgrößte Kommune im Kreis Bergstraße zum Teil der ZAKB-Familie zu machen, um die Aufgaben für die Bürger effizient zu erfüllen. Von Bürgerfreundlichkeit spricht Engelhardt und von der attraktiven Möglichkeit größere Mengen Müll loszuwerden, wenn man ausmisten wolle. „Das ist am Ende für alle wirtschaftlich“. Mit Blick auf die Zugehörigkeit der Stadt Lampertheim zum Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB) seit 1. Januar 2018 berichtete Geschäftsführer Goliasch, dass die Umstellung unkompliziert geklappt habe und zeigte sich überzeugt, dass dies innerhalb eines Jahres auch für den Behälterwechsel gelte. Mit dem Wertstoffkonzept solle der Restmüll reduziert und Wertstoffe recycelt werden. Jetzt könne man beim Wertstoffhof bequem abladen. Nachdem seit 2014 in Heppenheim die Bioabfall-Vergärungsanlage in Betrieb ist, seien in Lampertheim Flächen frei geworden, für die ein Folgenutzungskonzept entwickelt wurde. Die Altholz- und Grünschnittaufbereitung wurde erweitert, die Lagerfläche mit Schüttwänden eingefasst, das Dienstleistungsangebot für die Kunden ausgebaut und die Öffnungszeiten von 10 auf insgesamt 35 Stunden an sechs Tagen in der Woche erweitert. Angenommen werden jetzt auch Elektrogroßgeräte, Schmieröle, Glas, Metalle und Baustoffe auf Gipsbasis. Die ebenerdige Anordnung der Boxen erleichtert die Entladung. In die kundenfreundliche Neugestaltung des Wertstoffhofs wurden 120.000 Euro investiert. Bürgermeister Störmer bestätigte einen relativ gut gelaufenen Wechsel, wie seine Nachfrage bei den Fachabteilungen ergeben habe, die Zusammenarbeit gestalte sich unproblematisch. Die Bürger seien im Vorfeld informiert worden, um sich auf die Umstellung einzustellen. Genießen könne man als Bürger Lampertheims, die Möglichkeit eine Vielzahl von Stoffen überwiegend sogar kostenlos abgeben zu können. Dennoch werde auf Lampertheimer Gemarkung Müll abgeladen. „Wie können die Menschen auf diese Idee kommen?“, fragte sich Störmer fast ratlos. Freiwillige Helfer wie am Samstag zuvor bei der alljährlichen Aktion „Saubere Gemarkung“, sammelten den Müll ein. Einen bewussteren Umgang mit dem Müll wünscht sich Störmer, der Umwelt zuliebe und man spare auch Gebühren. Was gehört nicht in den Bioabfall der braunen Tonne? Geschäftsführer Goliasch erklärte, dass in die Biotonne nur Bioabfall ohne Plastiktüten und sonstige Gegenstände gehöre. Plastik führe zu enormen Problemen und Kostensteigerungen bei der Kompostherstellung. Dagegen seien Papiertüten und Zeitungspapier geeignet zum Verpacken von Biomüll, empfehlenswert sei für die Küche der Biotoni mit Papiertüte. Den stylischen Behälter in mehreren Farben, der auch in die Spülmaschine passt, sowie die passenden Abfalltüten, könne man beim Wertstoffhof kaufen. Kompost gibt es zur kostenfreien Mitnahme beim Wertstoffhof, gleich neben der Grünschnittannahmestelle. Hannelore Nowacki
Information
Der Wertstoffhof Lampertheim, Klärwerkstraße 6-8, ist geöffnet: Montag und Mittwoch von 13 bis 16.30 Uhr. Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8.30 bis 12.30 und 13 bis 16.30 Uhr. Samstag von 9.30 bis 15 Uhr. Kostenlose Annahme: Wertstoffe, Grünschnitt, Elektro-Groß- und Kleingeräte, E-Kabelreste, Starter- und Gerätebatterien, Gelbe Säcke, Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren, Papier und Pappe, Altkleider und Schuhe. Windeln nur von Lampertheimer Bürgern. Annahme gegen Gebühr: Restabfall, Bauschutt, Boden, Steine, Gipsabfälle, Wurzelholz, Altholz AI-AIV und PKW-Reifen mit und ohne Felgen.
Kostenlose Abgabe von Kompost.
Lampertheim-Hofheim, Außerhalb Marau1 ist geöffnet samstags von 9.30 bis 15 Uhr (früher vier Stunden, jetzt 5,5 Stunden geöffnet).
Kostenlose Annahme: Grünschnitt, Elektrokleingeräte, Gerätebatterien, Energiesparlampen, Papier, Pappe, Metallschrott. Windeln nur von Hofheimer Bürgern. Annahme gegen Gebühr: Bauschutt
Der Elektro-Schrott ist ebenerdig abladbar. Foto: Hannelore Nowacki