Di., 18. Februar 2014, 11:12 Uhr
Konstruktives Arbeitstreffen SPD-Stadtverordnetenfraktionen aus Bürstadt und Lampertheim
Politisch enger vernetzen
LAMPERTHEIM/BÜRSTADT - „Die Projekte interkommunaler Zusammenarbeit häufen sich, da war es jetzt höchste Zeit, sich auch auf politischer Ebene enger zu vernetzen.“ Darin waren sich die beiden Fraktionsvorsitzenden der SPD Lampertheim und der SPD Bürstadt, Hans Hahn und Franz Siegl, einig. So kam es am vergangenen Montag zu einem Arbeitstreffen der beiden Stadtverordnetenfraktionen im Alten Rathaus in Lampertheim. Gemeinsam erörterten die Sozialdemokraten aus der Spargel- und der Sonnenstadt die aktuellen Projekte, die beide Städte betreffen. „Insbesondere in der Breitbandverkabelung sprechen wir mit einer Stimme: Wir brauchen den Ausbau des schnellen Internets so bald wie möglich. Wichtig ist uns aus finanziellen Aspekten hierbei, dass wir per Ausschreibung einen kompetenten Partner finden, der mit möglichst geringen öffentlichen Zuschüssen die Verkabelung vornimmt“, so Siegl und Hahn in einer Stellungnahme. Gerade die Verbindungssituation in den Stadtteilen beider Städte und das stärkere Auftreten von Heimarbeit riefen zu dringendem Handeln auf.
Erfahrungsberichte konnten die Bürstädter Sozialdemokraten in der Frage des ZAKB-Beitritts liefern. Dort sei man „sehr zufrieden“, mit der Arbeit des Zweckverbandes, erklärte Siegl. Die Bürger können nach dem Willen der Spargelstädter SPD zukünftig auch in Lampertheim Geld sparen, wenn sie Müll vermeiden. „Der Verbraucher muss in diesem Fall mündig sein. Es wird nicht mehr pauschal, sondern neben einer Grundgebühr transparent pro Leerung abgerechnet“, so die SPD Lampertheim. Sorgen um eine niedrigere Leerungsrate im Sommer zerstreuten die Genossen aus Bürstadt auch: „Bioabfall wird im Sommer wöchentlich geleert, wenn der Verbraucher dies wünscht. Ebenso konnten die Bürger durch zwei Gebührensenkungen profitieren und erfreuen sich an der Aussicht stabiler Müllgebühren.“ Diese Aussicht sei nach jetzigem System in Lampertheim aufgrund gesetzlicher Änderungen und höherer Anforderungen nicht mehr gegeben, wie SPD-Ortsvereinsvorsitzender Jens Klingler betonte.
Ebenso auf der Tagesordnung standen gemeinsame Vorhaben wie das gemeinsame Gewerbegebiet der beiden Riedkommunen, die Frage nach Erdölförderung zwischend en beiden Städten, das Projekt einer gemeinsame Kläranlage und auch die geplante Stromtrasse des Netzbertreibers Amprion. Ebenso vereinbarte man eine engere Absprache in der Frage der Zuwegung zum Boxheimer Hof, wo aktuell eine baufällige Straße den Weg zu den neuen Baugebieten der Stadt Bürstadt weist.
Abschließend fassten die beiden Fraktionen ins Auge, ihre Zusammenarbeit zu intensivieren und kündigten eine neuerliche gemeinsame Sitzung, diesmal in Bürstadt, an. „Wir stehen zu einer engeren Verzahnung der Verwaltungen beider Kommunen, um Kosten einzusparen, Synergien zu nutzen und auch in der Zukunft handlungsfähig zu bleiben“, so die Fraktionsvorsitzenden Hahn und Siegl abschließend. zg