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  • Do., 02. März 2017, 22:10 Uhr
    Marius Schmidt: Die SPD wird unser Hallenbad nicht preisgeben

    Politischer Aschermittwoch der SPD mit Heringsessen

    Marius Schmidt, SPD-Fraktionsvorsitzender in der Stadtverordnetenversammlung, erinnerte daran, dass sich die Sozialdemokraten bei der Kommunalwahl für den Erhalt Hallenbades ausgesprochen hatten. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Ein üppiger Heringsteller wurde bei den Naturfreunden im Sandtorfer Weg aufgetischt, in deren Vereinsheim die Lampertheimer SPD ihre Mitglieder zum politischen Aschermittwoch mit dem traditionell deftigen Essen eingeladen hatte. Die zwei Dutzend Mitglieder, unter ihnen die Spitzenkräfte der Sozialdemokraten mit Jens Klingler und Brigitte Stass sowie eine starke Hofheimer SPD, erwartete ein überwiegend gemütlicher Abend. Mit seiner Rede lieferte  SPD-Fraktionsvorsitzender Marius Schmidt die politische Vorspeise, die ganz nach dem Geschmack seines Publikums ausfiel. Nur ein schwer verdauliches Thema schnitt Schmidt an: Die Schließung des sanierungsbedürftigen Hallenbades bis 11. August. „Ausgerechnet am Rosenmontag ist diese Nachricht über uns hereingebrochen“. Was Schmidt jedoch besonders ärgert, sind Fragen wie „weiter investieren oder Abriss“. Denn die SPD stehe „ohne wenn und aber“ zum Erhalt des Schwimmbades, betonte er energisch. „Unser Bad gehört seit über 40 Jahren zu unserer Stadt – die SPD  wird unser Hallenbad nicht preisgeben“. Zur Erinnerung nahm Schmidt das Wahlfaltblatt mit diesem Wahlversprechen zur Hand. Das Bad gehöre zur Freizeitgestaltung der Bürger, wobei Schmidt auch die soziale Gerechtigkeit und den verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern  ansprach. Ein schwerwiegendes Argument pro Hallenbad: In Hessen habe der Sport Verfassungsrang und sei Schulfach. Das Hallenbad sei ein  „Leuchtturm in unserer Stadt“, hielt Schmidt fest. Mit dem politischen Gegner  „kantig“ ins Gericht zu gehen wie man es aus Bayern kennt, schien Schmidt anfänglich fern zu liegen, doch dann kam die harte Kante, zunächst auf leisen Sohlen. „Was könnte man der Opposition  vorwerfen?“ Zwei Anträge mit „nur zwei Seiten“ habe die CDU zum Haushaltsplan  vorgelegt. Was Schmidt andererseits als gute Arbeit des Kämmerers Jens Klingler wertete.  Jedes Wort der Kritik sei zu viel, meinte Schmidt mit dem politischen Gegner abschließend, der brauche eher Entwicklungshilfe. So wie der Papst dahin gehe, wo die Not am größten sei. Mit der selbstbewussten Feststellung „die stärkste Kraft sind wir“ nahm Schmidt Kurs auf einige lokale Themen wie die Debatte in der Stadtverordnetenversammlung um das Schiller-Café. „Nicht anständig“ fand Schmidt, dass die CDU kritisiere, aber keinen eigenen Vorschlag einbringe. Schmidts Fazit: „Wir sind es, die Lampertheim gestalten und voranbringen“. Einen zuversichtlichen Ausflug machte Schmidt in die Bundespolitik: „Bei der Bundestagswahl haben wir eine Chance“. Mit Aschermittwochblick auf Bayern nahm sich Schmidt den „Mann mit den Lederhosen“ zur Brust, der einen Aufstand der Bürger gegen Rot-Rot fordere. Nicht dem rechten Rand nach dem Munde reden, , forderte hingegen Schmidt, sondern demokratische Haltung zu bewahren sei die beste Vorsorge wie auch „ordentliche politische Arbeit für die Menschen zu leisten“. Dann könne sich so etwas wie die AfD in Lampertheim nicht entwickeln. Im Anschluss an diese Rede, mit der sich Schmidt in die politische Tradition des Aschermittwoch einreihte, hörte das Publikum Heiteres von Heike Hildebrand, die mit ihrem Bütten-Vortrag vom Kuraufenthalt im Allgäu und dessen  Nachwirkungen zum Lachen herausforderte. Hannelore Nowacki

     
     

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