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  • Fr., 22. August 2014, 09:29 Uhr
    Ferienspiele mit Flitze Feuerstein – über 40 Kinder besuchten die Polizeistation

    Polizeihund Dana hat Spaß bei der Arbeit

    Polizeihund Dana kann kräftig zubeissen, wenn es nötig ist. Auf jeden Fall ist sie gehorsam und bekommt Lob, wie Hundeführer Eric Grentzius vorführte. Dana hat Spaß an ihrer Arbeit, das konnten die Kinder beobachten. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Die Ferienspiele hatten am Mittwochvormittag die Besichtigung der Polizeistation in der Florianstraße im Programm. Über vierzig Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren waren gekommen, eine Anmeldung war nicht nötig. Vor der Führung durch das Gebäude entstand auf dem abgesperrten Straßenstück zwischen Polizei und Feuerwehr ein schöner großer Spielplatz, denn Susanne Camus vom Fachdienst Stadtjugendförderung und weitere Betreuer und Betreuerinnen hatten das feuerrote Spielmobil Flitze Feuerstein mitgebracht, das eine große Auswahl an Zweirädern und andere interessante Spielsachen geladen hatte. Am Kreativtisch machten sich Kinder daran, Teile für ein „Fühlspiel“ zu basteln.

    Pünktlich um zehn Uhr dann der ganz große Empfang – Dienststellenleiter Polizeirat Thomas Bauer in Uniform begrüßte die Kinderschar und wünschte „viel Spaß bei der Polizei“. Eine ganz wichtige Frage wollten einige Kinder sogleich geklärt wissen: Kommt auch der Hund? Auch in diesem Jahr war der Hund eingeplant, doch der sei noch müde und komme später, erklärte Kriminalhauptkommissar Jürgen Jakob. In vier Gruppen führten er und sein Kollege Polizeikommissar Dieter Müller die Ferienkinder durch das Polizeigebäude – als Mitglieder der Ermittlungsgruppe ohne Uniform. Alle Kinder, die gerade nicht unterwegs waren, nutzten in der Zwischenzeit die interessanten Spielmöglichkeiten. Zu Beginn erfuhren die wissbegierigen jungen Besucher, dass die Polizeistation Lampertheim für 95.000 Menschen von Groß-Rohrheim bis Viernheim zuständig sei. Fünf Dienstgruppen arbeiten rund um die Uhr. Durch die schusssichere Eingangstür betraten die jungen Besucher das freundlich wirkende Gebäude. Da im Erkennungsdienstraum gerade jemand erkennungsdienstlich behandelt wurde, wurden zunächst die Gewahrsamszellen erkundet. Vier dieser weiß gekachelten Räume mit ferngesteuerter Toilette gibt es im Untergeschoss, eine Zelle war gerade von einem „Gast“ belegt, der seinen Rausch ausschlafen sollte.

    Kameras überwachen das Geschehen, denn „manche Leute wollen nicht in die Zelle“, wusste Kriminalhauptkommissar Jakob zu berichten. Ein paar Kinder setzten sich auf das karge Bett, eine ganz neue Erfahrung. In der „Wache“, die Zentrale und das Herzstück der Polizeistation mit Notrufannahme, haben die Polizisten alles im Blick. Der Notruf 110 dürfe nur im wirklichen Notfall gewählt werden, sonst sei es eine Straftat, machte der Kriminalhauptkommissar deutlich. Auch einen Tresor gibt es, darin lagert eine schwarze Maschinenpistole. Nicht weniger interessant war der blau-silberne Einsatzbus im Hof, den Oberkommissar Bernhard Ochs erklärte. Seiner Einladung, im Fahrzeug Platz zu nehmen, auch am Lenkrad, folgten die Besucher umgehend und fühlten sich sichtlich wohl. Den  Zündschlüssel hatte der nette Polizist jedoch abgezogen. Aufmerksam folgten die Kinder seinen Hinweisen zu den Gerätschaften im Kofferraum.

    Dann klappte die Sache mit den Fingerabdrücken doch noch, die werden auf Glas mit Rußpulver sichtbar gemacht. Was hat den sechsjährigen Lenny besonders beeindruckt? Er muss nicht lange überlegen, es war „die Zelle“. Das fand auch sein gleichaltriger Freund Marcello, besonders weil in der einen Zelle ein Mann war. In großer Runde sitzend erwarteten die Kinder den Hund. Zuerst hatte Polizeioberkommissar Eric Grentzius, der seit 16 Jahren Hundeführer ist, einige Fragen. „Ihr wisst ja schon ganz gut Bescheid“, stellte er fest. Sein Polizeihund Dana, eine achtjährige belgische Schäferhündin, habe keine Angst, vor nichts und niemand, erklärte Grentzius. Auch freue sie sich, jetzt gleich ordentlich zubeißen zu können. Dazu zog er einen Armschutz über, der den starken Zähnen standhält. Dana hatte einen riesigen Spaß an der Vorführung – eine Gemeinsamkeit mit den faszinierten Zuschauern.

    Hannelore Nowacki

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