Mi., 10. Mai 2017, 13:42 Uhr
Sicherungsmaßnahmen können erfolgreiche abgeschlossen werden / Sanierung dennoch dringend notwendig
Positive Botschaft, aber dennoch schwere Zeiten für Schwimmer

Hoffnungsvoller und dennoch kritischer Blick in die Zukunft: Nach den Sommerferien kann das Hallenbad der Biedensand Bäder wieder öffnen, doch schon bald stehe eine große Sanierung an. Foto: pixabay.comLAMPERTHEIM – Aus dem Hallenbad hatte der Erste Stadtrat und Geschäftsführer der Biedensand Bäder, Jens Klingler, am Mittwoch im Rahmen des Magistratspressegespräch positive Botschaften mitgebracht – um kurz darauf zu weiteren Verhandlungen bezüglich der zukünftigen Gestaltung des Bades dorthin zu eilen. „Das Ergebnis der Sicherungsmaßnahmen ist, dass die Substanz gut ist und wir weiter planen können“, betonte Jens Klingler. Zur Sicherung des Hallenbades wurde umfangreiches Gerät aufgebaut, so beispielsweise ein Rollgerüst über dem Schwimmbecken, das aufgrund der besonderen Deckenstruktur zudem in Stufenform gestellt werden musste. „Dennoch hat uns diese Variante viel Geld gespart“, ergänzte Jens Klingler, der mit einem Gesamtaufwand von circa 100.000 Euro rechnet. Erfreulicherweise zeigte sich das freigelegte Stahlgerüst in einem guten Zustand, lediglich die Bolzen mussten ausgetauscht werden, außerdem wurden Sicherheitsmaßnahmen an der Fassade durchgeführt. „Wir hätten diese Maßnahme gerne in der Revisionsphase im Sommer durchgeführt und dies hätte zeitlich auch gereicht, aber aus Sicherheitsgründen war dies leider nicht möglich“, bedauert Jens Klingler die Unannehmlichkeiten für Schwimmer, Schulen und Vereine. „Nach den Sommerferien kann das Hallenbad aber wieder geöffnet werden.“
Was dann folgt, wird eine erneute Durststrecke für alle Schwimmfreunde sein: Denn bei einer Sanierung, wie sie aktuell geplant wird, müsste das Bad für einen Zeitraum von zehn bis zwölf Monaten geschlossen werden, je nachdem wie saniert wird. „Hierzu werden wir aber rechtzeitig mit den Betroffenen sprechen und nach Lösungen suchen“, verspricht Jens Klingler, der auf die Stadt Kosten in Höhe von 1,5 bis 2 Millionen Euro zukommen sieht. Die Sanierung wird aus drei Gründen nötig: Erstens ist die vor 20 bis 25 Jahren eingebaute Lüftung, für Jens Klingler „der Ursprung des ganzen Übels“, für das Hallenbad komplett ungeeignet und muss dringend ausgetauscht werden. Zweitens hat die Fassade keinerlei energetische Wirkung mehr und muss ebenfalls saniert werden. „Nur bei uns blühen im Winter die Rosen, und zwar genau an den Scheiben des Hallenbades, wo die warme Luft ungeschützt nach außen dringen kann“, zitierte Jens Klingler einen Schwimmbadmitarbeiter. Und drittens hat auch das Dach keine energetische Funktion mehr sondern dient lediglich als Schalldämmung. „Diese drei Punkte müssen und wollen wir anpacken. Wichtig ist hierbei, dass das Stahlgerüst zum Glück keine Schäden aufweist, sonst hätten wir das Hallenbad abreißen und neu bauen müssen“, so Jens Klingler abschließend. Benjamin Kloos