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Fr., 06. Oktober 2017, 08:45 Uhr
Aktionstag zum Thema Sucht für die Siebtklässler der Lampertheimer Haupt- und Realschulen
Präventionsveranstaltung mit Mitmach-Parcours und Filmvorführung
Alexandra Schmitt, Bundesfreiwillige bei der Stadt Lampertheim (rechts), und Jürgen Polom, von der Jugendgerichtshilfe Kreis Bergstraße, widmeten sich gemeinsam mit den Jugendlichen der Frage, wie Werbung das Verhalten der Menschen beeinflussen kann.
LAMPERTHEIM – In diesem Jahr gingen die Aktionstage des Netzwerks „Null Toleranz bei Gewalt“ in die siebte Runde. An beiden Tagen waren die Schüler der siebten Klassen der Alfred-Delp-Schule, der Biedensandschule sowie der Nibelungenschule Hofheim in die Zehntscheune eingeladen. Als Kooperationspartner und für die thematische Durchführung konnte die AWO Sucht- und Drogenberatung Prisma gewonnen werden. „Das Netzwerk ist 2007 in Lampertheim entstanden“, blickte Bürgermeister Gottfried Störmer, als er die Schüler in der Zehntscheune begrüßte, zurück. Damals habe es mehrere Anlässe in Lampertheim gegeben, die dazu geführt hätten, sich an einen runden Tisch zu setzten „Damals war klar: Es kann nicht sein, dass Jugendgewalt in Lampertheim so unkontrolliert abläuft“, erklärte Störmer. So sei überlegt worden, wer Zugang zu den Jugendlichen habe. Mit im Boot war unter anderem die Polizei, das Jugendamt und die Schulen, die dazu beigetragen haben, dass ein solches Netzwerk eingerichtet wurde. Über die Jahre habe sich der Schwerpunkt allerdings verlegt. Körperliche Gewalt und Sachbeschädigung stehen nicht mehr im Vordergrund, weshalb sich die Aktionstage diesmal mit dem Thema „Sucht und Alkohol“ beschäftigten. Aufgrund der großen Schülerzahl wurden die Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 14 Jahren in zwei Gruppen eingeteilt. Während die einen zunächst an einer Filmvorführung mit anschließender Gesprächsrunde teilnahmen, arbeitete sich die zweite Truppe durch den im Erdgeschoss aufgebauten Mitmach-Parcours. An fünf Stationen standen die Themen „Alkoholkonsum und Sucht“ im Fokus. An einem weiteren Stand informierte Dirk Neumann von der Polizeistation Lampertheim über Jugendschutzgesetze. Jürgen Polom von der Jugendgerichtshilfe widmete sich mit den Schülern dem Thema Werbung und wie sie das Verhalten der Menschen beeinflusst. Beim Rauschbrillen-Parcour konnten die Schüler schließlich am eigenen Leib erfahren, wie sich der Konsum von Alkohol und Drogen auf die Sinne auswirkt. Denn mit einer Rauschbrille, die 0,8 bis 1,5 Promille simuliert, ließ sich der Hindernis-Parcour gar nicht so einfach bewältigen. „Mit den Präventionsmaßnahmen kann man gar nicht früh genug anfangen“, befand schließlich Marcel Getrost von der Jugendförderung der Stadt Lampertheim. Er schaute sich mit den wechselnden Gruppen den Film „Filmriss“ aus der Kika-Krimireihe an und setzte sich anschließend mit den Schülern im Rahmen einer Gesprächsrunde auseinander. Eva Wiegan
Silke Reis von der Jugendförderung der Stadt Lampertheim erklärte den Jugendlichen den Ablauf beim Mitmach-Parcours. Fotos: Eva Wiegand