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  • Fr., 03. März 2017, 11:07 Uhr
    Bürger übergaben Bürgermeisterin Listen mit 739 Unterschriften

    Protest gegen die Bebauung des Turnvater-Jahn-Platzes



    Edith Becker (von links), Juliane Herle, Harald Jantz, Anja Jantz, Karl-Heinz Herle und Otmar Becker übergaben Bürgermeisterin Barbara Schader (2. v. rechts) die Unterschriftenlisten. Foto: Hannelore NowackiBÜRSTADT –  „Wir hätten noch viel mehr Unterschriften sammeln können“, sagte Anja Jantz, als sie Bürgermeisterin Barbara Schader am Donnerstagabend die Listen mit 739 Unterschriften übergab, von denen 165 Unterschriften online erfolgt seien. Zusammen mit weiteren fünf Mitstreitern hatte Jantz um ein Gespräch bei der Bürgermeisterin gebeten, die zu Beginn jedoch deutlich machte, dass sie nur ausführendes Organ sei. Energisch wandte sich Schader gegen Gerüchte und „Gemunkel“, es gehe um Fakten. Im Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss sei der Beschluss zur Bebauung des Turnvater-Jahn-Platzes durch die AWO von allen Fraktionen einstimmig gefasst worden. Die AWO wolle ein Sozialprojekt mit Wohnungen und Aufenthaltsräumen für Behinderte, Demenzkranke und Senioren sowie für die Verwaltung mit 30 Tiefgaragenstellplätzen als Gesamtkomplex erstellen. Diese Investition mit geschätzten  4,5 Millionen Euro soll durch Mittel der Aktion Mensch gefördert werden, die die AWO beantrage. Bürgermeisterin Schader gab einen Überblick über die Historie der Gespräche und Verhandlungen mit der AWO, die von der Stadtverwaltung im Auftrag der Politik geführt wurden. Andere Grundstücke seien nicht in Frage gekommen, da sie für das nun geplante große Bauprojekt zu klein seien, auch spreche gegen die Ansiedlung auf dem Oli II-Gelände die Nähe zum Caritas-Seniorenzentrum, eine Förderung durch die Aktion Mensch wäre dort nicht möglich. Der gegenüberliegende Beethovenplatz habe die dreifache Größe des begrünten Turnvater-Jahn-Platzes, die Bebaubarkeit müsse jedoch durch eine Bodenuntersuchung geklärt werden. Im städtischen Haushalt stehen dafür 100.000 Euro bereit. Allerdings wolle die AWO aus verschiedenen Gründen hier nicht bauen. Schader gab zu bedenken, dass die  Stadtverordnetenversammlung als höchstes demokratisches Gremium den Nutzen dieses großen Sozialprojekts für die Allgemeinheit gegen den Erhalt einer Grünfläche abzuwägen hätte. „Ich kann Sie absolut verstehen“, erklärte Bürgermeisterin Schader, aber es gebe diesen Beschluss, den Platz zu opfern. Auch habe die Zeder nicht den Status eines Naturdenkmals. „Warum hat die AWO ein Wunschkonzert, was kann der Bürger machen?“ waren weitere Fragen aus dem Kreis der protestierenden Bürger. Ihre Meinung: Die Politik müsse es ja nicht beschließen. Bürgermeisterin Schader machte den Vorschlag, dass sich die Gegner dieses AWO-Projekts mit ihrem Anliegen direkt an die Fraktionsvorsitzenden und an den AWO-Geschäftsführer Peter Blessing wenden. Hannelore Nowacki

     
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