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Mi., 28. September 2016, 13:44 Uhr
Monika Horneff neue Leiterin des Gemeindepsychatrischen Zentrums Lampertheim
„Psychisch kranken Menschen ein Gefühl von Sicherheit vermitteln“

Monika Horneff übernimmt als neue Leiterin des Gemeindepsychatrischen Zentrums Lampertheim das Amt ihrer Vorgängerin Annette Wilke-Hanf (v.l.). Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Eine gute, individuelle Beratung ist der erste Schritt zur Entwicklung neuer Lebensperspektiven – dieser Grundsatz gilt insbesondere für den Bereich der Betreuung psychisch kranker Menschen und wird in Lampertheim seit vielen Jahren durch das Gemeindepsychatrische Zentrum der Caritas in der Neuen Schulstraße 16 gewährleistet, das immer wieder als Erstanlaufstelle bei allen Lebensfragen dient.
Insgesamt hat das Gemeindepsychatrische Zentrum drei Standorte, die bisher alle von einer Leiterin betreut wurden: In Lampertheim, Bensheim und Viernheim. Zum 1. Oktober diesen Jahres gibt es einen Wechsel in der Leitung – zunächst jedoch nur in Lampertheim: Diplom-Sozialpädagogin Monika Horneff übernimmt ab sofort diese Position von der bisherigen Dienststellenleiterin Annette Wilke-Hanf, die sich auf den Standort Viernheim konzentrieren wird. Für Bensheim wird es eine eigene Leiterin geben. Im Jahr 2017 wird Annette Wilke-Hanf auch in Viernheim die Leitung an Monika Horneff übergeben.
„Ab jetzt liegt die Verantwortung für den Bereich Groß-Rohrheim in den qualifizierten Händen von Monika Horneff. Unser Ziel ist es, bis zu meinem Ausscheiden im kommenden Jahr durch eine gute und lange Einarbeitung einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten — besonders im Sinne unserer Klienten. Somit ist die Leitung vor Ort präsent“, erläuterte Annette Wilke-Hanf den Zeitpunkt für den Führungswechsel.
Die 1964 in Franken geborene Diplom-Sozialpädagogin Monika Horneff hat neben ihrem Studium auch eine systematische Familientherapie- sowie eine Suchttherapie-Ausbildung abgeschlossen. Im letztgenannten Bereich war sie seit 1994 für die Caritas tätig. Nach ihrer Elternzeit war die zweifache Mutter, deren Steckenpferd die Netzwerkarbeit ist, in der Bezugstherapie und der Wiedereingliederung von Suchtkranken in den Beruf in Heppenheim engagiert.
Die in Fürth im Odenwald lebende neue Leiterin des Gemeindepsychatrischen Zentrums hat zu ihrer neuen beruflichen Heimat einen persönlichen Bezug, stammt doch die Oma ihres Mannes aus der Spargelstadt. „Ich freue mich auf die Herausforderung, die Aufgaben, die hier zu bewältigen sind, haben mich sehr gereizt und ich bin sehr froh, diese nun mit dem gesamten Team angehen zu können,“ so Monika Horneff.
Das Gemeindepsychatrische Zentrum setzt sich aus drei Teilbereichen zusammen: Grundlage war von jeher das Beratungsangebot im Rahmen der Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle. Diese bezieht sich auf die Beratung für psychisch kranke Menschen, Krisenberatung aber vor allem auch auf die Beratung von Angehörigen.
Zweite Säule des Konzeptes ist die Tagesbetreuung in der Tagesstätte. Psychisch kranke Erwachsene haben hier die Möglichkeit, einen geregelten Tagesablauf neu oder wieder zu erlernen, mit Arbeit und Beschäftigung in unterschiedlichsten Bereichen. Neben Tätigkeiten im hauswirtschaftlichen Bereich, einfachen Arbeiten und kreativen Tätigkeiten sind dies auch Freizeitaktivitäten – mit dem Ziel, die Menschen wieder zurück ins Leben der Gemeinschaft zu holen.
Der dritte Tätigkeitsbereich ist das „Betreute Wohnen“ – hier bietet die Caritas die Möglichkeit zur Betreuung in zwei Wohngemeinschaften in Lampertheim und Bürstadt, aber auch bei den insgesamt 60 bis 70 Klienten zwischen Groß-Rohrheim und Viernheim bei diesen vor Ort an. Damit soll den Menschen Stabilität und Lebensqualität erhalten bleiben. Neben der Beratung steht dabei auch die Begleitung im Mittelpunkt . Benjamin Kloos