25 Flüchtlinge finden ab 15. Juli in Bobstadt ein neues Zuhause / Appell an Menschlichkeit
„Quartier bietet Chance auf Integration“
Gute Möglichkeiten zur Unterbringung und Integration von 25 Flüchtlingen bietet der ehemalige Bergsträßer Hof ab dem 15. Juli. Weitere Objekte werden noch gesucht. Foto: Eva Wiegand
BÜRSTADT - Der Zustrom von Flüchtlingen wird im Zuge der Direktzuweisung auf die Kommunen im Kreis Bergstraße verteilt. Auch in Bürstadt werden demnach 45 Menschen untergebracht. Bisher leben acht junge Männer in einer städtischen Wohnung und sind mit guten Kontakten nach außen, nicht zuletzt durch die Unterstützung des Jugendrates, bereits gut integriert. Das wünscht sich Bürgermeisterin Barbara Schader auch für die weiteren Flüchtlingen die nach Bürstadt kommen und appelliert dabei an die Menschlichkeit und soziale Verantwortung der Bürger, denn im ersten Zug sollen ab dem 15. Juli weitere 25 Menschen in Bobstadt untergebracht werden.
Aus welchen Krisenländern, wann und wie viele Menschen allerdings in der nächsten Zeit tatsächlich kommen, ist ungewiss. Auf der Suche nach einer geeigneten Unterkunft ist die Stadt Bürstadt in Zusammenarbeit mit Ingeborg Köbel, zuständig für die Flüchtlinge im Kreis Bergstraße, jedenfalls fündig geworden. „Wir haben den leerstehenden Bergsträßer Hof als mögliche Option geprüft und als eine gut gestaltbare Unterkunft ausgesucht“, so Schader. Die in privater Hand befindliche Immobilie ist mit einer großen Gemeinschaftsküche ausgestattet, der Gastraum soll als Gemeinschaftsraum genutzt werden.
Außerdem verfügt die Immobilie über 20 Zimmer, ist flexibel belegbar und bietet viele Möglichkeiten. Das Objekt liegt auch nicht zu abgelegen und bietet deshalb gute Chancen auf eine erfolgreiche Integration. Reiner Geiß, in der Immobilienbranche tätig, hat das Objekt in Bobstadt gekauft und kann bereits eine auf langjährige Erfahrung in Sachen Unterbringung von Flüchtlingen zurückblicken. Für ihn, aber auch für die Stadt ist der offene Dialog mit der Bevölkerung wichtig. Die Suche nach geeigneten Unterkünften geht weiter, da mit der Zuweisung weiterer Flüchtlinge gerechnet werden müsse, erklärt Schader.