STADTUMBAU: Umgestaltung des Alfred-Delp-Platzes / Beginn der Bauarbeiten am Montag
Quartierstreffpunkt mit Erholungswert
Das Interesse der Anwohner an Informationen zur Neugestaltung des Alfred-Delp-Platzes war groß. Bis das Areal von der Schulstraße bis zur Jakobsstraße mit mehr Grün und Erholungswert erstrahlt ist noch etwas Geduld gefragt. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Der große Bagger auf dem Alfred-Delp-Platz stand am Mittwochmittag zunächst noch still an seinem Platz, die große Schaufel auf dem Boden abgelegt. Spaten für den üblichen Spatenstich zu Beginn einer Baumaßnahme waren nicht zu entdecken, wurden auch nicht benötigt, denn Bürgermeister Gottfried Störmer übernahm gerne die Steuerung des Großgeräts und ließ die Baggerschaufel die Erde aufgraben, allerdings unter Assistenz des Fachmanns vom Bau. Vor der Info-Stellwand mit den Plänen für die Neugestaltung des Alfred-Delp-Platzes mit Neuer Schulstraße und Jakobstraße scharten sich zahlreiche Anwohner, diskutierten und fotografierten die Pläne und die Tafel mit den beteiligten Firmen. Man müsse ja wissen, an wen man sich wendet, war zu hören. Sabine Vilgis, Fachbereichsleiterin der Technischen Betriebsdienste, und Jannik Uhrig, bei den Technischen Betriebsdiensten zuständig für die Grün- und Projektplanung, beantworteten die zahlreichen Fragen der Anwohner. Auch die Fachbereichsleiterin Bauen und Umwelt Anne Wicke stand für Fragen zur Verfügung, ebenso der Bürgermeister selbst.
Stadtverordnete, Magistratsmitglieder, Stadtverordnetenvorsteher Franz Korb, Erster Stadtrat Marius Schmidt, Vorstandsmitglieder der Bürgerstiftung und Vertreter der beteiligten Firmen und Städtebaubüros bevölkerten den Platz, der jetzt noch eine Wiese mit einigen alten Bäumen ist und erkennbar als Hundewiese genutzt wird. Bürgermeister Störmer wandte sich in seiner Rede an die Anwohner, die er um Nachsicht und Verständnis bat für die zeitweisen Nachteile wie Lärm und Dreck sowie beim Parken in den nächsten drei Monaten. Weiter weg im öffentlichen Raum parken, die eigene Garage oder das eigene Grundstück nutzen, rät Störmer für diese Zeit, die so kurz wie möglich gehalten werde.
Im Frühjahr werde man gemeinsam auf den neuen Alfred-Delp-Platz anstoßen. Über die Abläufe werden die Anwohner immer informiert, teilte die Leiterin der Technischen Betriebsdienste mit. Störmer gab einen Ausblick auf die zukünftige klima- und umweltfreundliche Gestaltung des Alfred-Delp-Platzes und die Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten für jedes Alter. Der Grünanteil werde durch Entsiegelung erhöht, Spielflächen entstehen und bei den Hochbeeten könnten sich die Kinder aus der Nachmittagsbetreuung der Goetheschule gärtnerisch einbringen. Auch die Bewohner des benachbarten Alten- und Pflegeheims könnten sich hier einbringen, hofft Störmer.
Die Stele zum Gedenken an Alfred Delp, gestiftet von der Bürgerstiftung, werde einen würdigen Platz bekommen. Für die Bepflanzung sorgen in der Feinarbeit die Stadtgärtner. Eine Toilettenanlage wie an der Domkirche wird integriert. In der Neuplanung wird die versiegelte Fläche von etwa 3.600 auf 2.800 Quadratmeter verringert, 41 Parkplätze sind vorgesehen, acht weniger als vorher. Das Vorhaben kostet rund 1,5 Millionen Euro, ein Drittel der Gesamtkosten trägt die Stadt, ein siebenstelliger Betrag kommt laut Presseinfo aus der Städtebauförderung des Bundes und der Länder.
Der Alfred-Delp-Platz ist eine Maßnahme unter vielen im Rahmen des Stadtumbaus wie Störmer mit einer langen Aufzählung deutlich machte, darunter die Sanierung des Heimatmuseums, die geplante Modernisierung des Alten Rathauses, mehr Grün im Straßenbereich und ein Strategiekonzept für den innerstädtischen Einzelhandel. Hannelore Nowacki