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  • Do., 09. Juni 2022, 12:13 Uhr
    VERBESSERUNG DES RADVERKEHRS: Freie Wähler begrüßen Stellenausschreibung der Kreisverwaltung

    Radverkehr im Kreis Bergstraße erhält mehr Beachtung

    KREIS BERGSTRASSE – „Mit großer Freude nehmen wir zur Kenntnis, dass die Kreisverwaltung endlich unsere schon vor Jahren gestellte Forderung umsetzt und der Verbesserung des Radverkehrs im Kreisgebiet eine größere Priorität einräumt“, sagte Kreisvorsitzender Walter Öhlenschläger bei der jüngsten Vorstandsitzung in Fürth. Die Freien Wähler beziehen sich dabei auf die zum 01. Juli ausgeschriebene Stelle in der Abteilung „Öffentlicher Personennahverkehr und Mobilität“ in der Kreisverwaltung. Die in der Ausschreibung genannten Aufgaben belegen, dass sich die Stelleninhaberin bzw. der Stelleninhaber mehr oder weniger ausschließlich um den Radverkehr kümmern wird. In erster Linie geht es um die Umsetzung des Radverkehrskonzeptes und die Betreuung des Sofortprogramms „Radverkehr“ sowie um die dazu erforderliche Abstimmung und Koordinierung mit allen Beteiligten. Beratung und Abwicklung von Fördermitteln für den Radverkehr soll eine weitere Kernaufgabe der gesuchten Planerin bzw. des Planers aus den Bereichen Verkehr, Stadt oder Raum sein.

    Bei aller Freude stellen die Freien Wähler die Frage, weshalb Vorschläge und Anregungen der Opposition fast durchweg erst einmal pauschal abgelehnt und negiert werden, um dann Jahre später doch realisiert zu werden? „Bis zur Fortschreibung des restlos veralteten Radverkehrsplans des Kreises gingen auf diese Weise über 10 Jahre verloren. Bei der nun ausgeschriebenen neuen Stelle sind es mindestens nochmal drei Jahre die verplempert wurden“, kommentiert Karl Heinz Szych, Mitglied im Kreisausschuss, die derzeitige Vorgehensweise. „Die Tatsache, dass die Stelle unbefristet ausgeschrieben ist belegt sowohl die Größe des Sachgebietes als auch die Priorität der zu erledigenden Aufgaben“, ergänzt Öhlenschläger.

    Norbert Golzer, Mitglied im Ausschuss für Regionalentwicklung, Infrastruktur und Nachhaltigkeit merkt dazu an, dass die Koordinierung der Planungen zum Radschnellweg Rhein-Main/Rhein-Neckar ebenfalls massiver fachlicher Unterstützung und Koordination bedarf. Andernfalls werde es wohl 10 Jahre und länger dauern, bis der Radschnellweg gebaut werde. zg

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