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  • Mo., 19. Januar 2015, 22:34 Uhr
    Beim 1. Freizeit- und Carnevalclub „dumm gelaufen“ ist es super gelaufen

    Raketen bei der Prunksitzung „Veni, Vidi, Vici“

    Die Prunksitzung des 1. FCC „dumm gelaufen“ begann mit einem pompösen Einmarsch des Elferrats nach altrömischer Art. Die tänzerischen Gladiatorenkämpfe vor der Bühne gaben einen ersten Eindruck des kommenden kolossalen Vergnügens. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Langsam öffnete sich der Vorhang bei monumentaler Musik. Vor  prächtigem Bühnenbild mit römischem Streitwagen und Fackeln nahm der Elferrat seine Plätze ein und Sitzungspräsident Stefan Diesterweg begrüßte das Publikum zu einem kolossalen fünfstündigen Vergnügen, auch Prunksitzung genannt. Die Römer brauchten für ihre Spiele ein riesiges Kolosseum, dem 1. FCC „dumm gelaufen“ reichte zum Erfolg die voll besetzte Siederhalle. Der Sitzungspräsident, er waltete am Samstagabend zum ersten Mal seines Amtes, begrüßte seinen Amtsvorgänger Achim Spies auf der Bühne. Der war als Römer aus Bürstadt angereist, wohin er schon vor einiger Zeit ausgewandert ist. Nach der Pause fuhr Präsident Diesterweg als römischer Eroberer auf Streitwagen mit Elferrat-Gefolge in den Saal ein, um dann ohne Kamel und Wagen als friedlicher Römer das Spektakel zu überblicken. „Ich kam, sah und siegte“ hatte der römische Feldherr und Politiker Cäsar einmal geschrieben, in der Sprache der alten Römer hörte sich diese Erfolgsmeldung mit „Veni, Vidi, Vici“ rasant und knackig an. Unter dem Motto „Veni, Vidi, Vici“ gewann der 1. Freizeitcarneval-Club „dumm gelaufen“ (1. FCC „dumm gelaufen“) das Publikum im Sturm - aufgefahren war das schwere Geschütz leichter und leichtfüßiger Unterhaltung. Die Prunksitzung hatte außerdem starke Unterstützung aus dem Publikum, das üppigen Applaus spendete und mehrfach Raketen abfeuerte, auf die Cäsar noch nicht zählen konnte. Neben den stolzen Römern, die ihre Häupter mit goldenem Lorbeer bekränzt hatten und das lange Gewand mit goldenem Gürtel zusammenhielten, fanden sich auch kühne römische Recken mit strammen Waden, die in Leder geschnürt umso mehr wirkten. Zahlreiche edle Römerinnen und Cleopatra, mit weiteren Besuchern aus dem ägyptischen Pharaonenreich,  standen ihnen zur Seite. Wie im bunt gemischten römischen Reich gab es unter den Besuchern auch fröhliche Germanen, Seefahrer und Besucher aus dem Morgenland. Mit Gattinnen waren Bürgermeister Gottfried Störmer und Erster Stadtrat Jens Klinger sowie  weitere bekannte Bürger gekommen, die wie alle Ehrengäste und Akteure den Orden mit Cäsarkopf am roten Bande erhielten. Die Lampertheimer Stadtprinzessin Heike II. mit einer Abordnung des 1. Carnevalvereins Rot-Weiß mit Margit Selb überbrachte bei ihrem Stelldichein ihre närrischen Grüße. Später kam hoher Besuch aus Bürstadt - Stadtprinzessin Sandra II. in Begleitung der Vereins-AG verkündete, den Abend bei der Prunksitzung beschließen zu wollen. Traum und Albtraum war das Thema einer traumhaft schönen akrobatischen Tanzvorführung von „Stud Button“. Die Gruppe des TV Hofheim hatte dafür ihre raumfüllenden Matten vor der Bühne ausgerollt. Dann tauchte „Brezelinchen“ auf - Bauchrednern Ulrike Reis („ich bin die Brezel“) aus Speyer hatte ihre süße, aber freche pubertäre Puppe Linchen mitgebracht, die das Publikum mit ihren witzigen Einfällen zum Lachen brachte. Isabel Maier und Lisa Redig, die  Tanzmariechen des 1. FCC „dumm gelaufen“, begeisterten mit ihrer schwungvollen Vorführung, ebenso die vereinseigene Hip-Hop-Gruppe „Ghostriders“. Mit der Guggenmusik der Kerrlocher Schnapp-Säck erlebte die Siedlerhalle ein musikalisches Gute-Laune-Beben. Als tanzende Kosaken auf dem Weg nach Moskau und „Boney M“-Mongolenfürst Dschingis Khan machten „Die Muttis“ aus Dienheim Furore. Ebenso begeisterten die tanzenden Dienheimer Männer der „First Generation“ das närrische Publikum, das auf Geheiß des Sitzungspräsidenten eine mächtige Rakete zündete. Zuvor präsentierte die Showtanzgruppe „Galaxy“ aus Eich vor großer Urwaldkulisse ihre springlebendige Tierwelt aus Madagaskar. Die Karnevalisten der Bürstädter „Sackschdoahogger“ boten mit drei Tanzformationen einen besonderen Augenschmaus: Die „Weibsbilder“, die „Ladykracher“ und die „Satteldasche“ der Herren, die sich vor dem Finale großen Beifall holten. Die Musiker der Band „Remember“ animierten mit Schunkelrunden zur Bewegung im Stehen und Sitzen, in der Pause zog es die Tanzpaare auf das Hallenparkett. Hannelore Nowacki

    Das Publikum hatte Spaß bei Schunkelrunden, beim brausenden Applaus und beim Zünden der Raketen als närrische Antwort auf die hervorragenden Vorführungen auf der Bühne. Foto: Hannelore Nowacki


     

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