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  • Mo., 14. August 2017, 12:10 Uhr
    Eine-Welt-Laden für Lampertheim geplant / Treffen für Interessierte am 22. August in der Notkirche

    Raum für fair gehandelte, biologische Produkte und Begegnung

    In Lampertheim soll ein Eine-Welt-Laden entstehen. Ehrenamtliche und engagierte Mitstreiter sind herzlich willkommen. Foto: Weltladen Dachverband

    LAMPERTHEIM – Fair gehandelter Kaffee, Tee, Schokolade oder Taschen, Postkarten, Schals und vieles mehr – dies alles bieten Eine-Welt-Läden, so beispielsweise in Worms, Bickenbach oder Mannheim. „In Lampertheim gibt es ihn noch nicht, aber das Potential ist vorhanden”, ist die Gemeindepädagogin der Lukasgemeinde, Birgit Ruoff, überzeugt. Deshalb möchte sie dies ändern und mit Hilfe zahlreicher Mitstreiter möglichst noch vor Weihnachten einen solchen Laden eröffnen. Aktuell läuft die Raumsuche auf Hochtouren, und auch in einem anderen Bereich ist die Suche nach Unterstützung gestartet: Am Dienstag, 22. August, um 18 Uhr sind alle, die sich eine engagierte und ehrenamtliche Mitarbeit im Eine-Welt-Laden vorstellen können, herzlich zu einem Treffen in die Notkirche, Römerstraße 94, in Lampertheim eingeladen. Wer nicht kommen kann, aber dennoch interessiert ist, kann sich gerne bei Gemeindepädagogin Birgit Ruoff telefonisch unter 0160/99718843 und per E-Mail unter birgit.ruoff.lukasgemeinde.lampertheim@ekhn-net.de melden. „Wir suchen engagierte Menschen, die sich je nach Zeit einbringen können. Schön wäre es, wenn der Eine-Welt-Laden jeden Nachmittag geöffnet sein könnte”, hofft Birgit Ruoff auf positive Resonanz in der Bevölkerung. Bewusst sind Menschen aller Konfessionen eingeladen.
    Klar ist bereits das Ziel des Eine-Welt-Laden: Er soll nicht nur Verkaufsstelle für fair gehandelte, biologische Produkte sein, sondern gleichzeitig auch als Begegnungsraum zu fungieren. Deshalb soll neben dem Verkauf auch ein Café eingerichtet werden.
    Verkauft werden fair gehandelte GEPA-Produkte, die weltweit zu fairen Preisen bei Kleinbauern, die eigenes Land bewirtschaften, zu einem weltwirtschaftsunabhängigen Festpreis erworben werden. Dies beschert den Bauern nicht nur Planungssicherheit, sondern sie können auch ihre Kinder in die Schule schicken. Zudem wird die Infrastruktur vor Ort durch GEPA, das in den 1960er Jahren durch evangelische und katholische Jugendverbände gegründet wurde, ausgebaut.
    „GEPA bietet die Möglichkeit, mit gutem Gewissen Kaffee zu trinken oder Schokolade zu essen. Lampertheim ist Fair-Trade-Stadt und so würde ein Eine-Welt-Laden hervorragend ist Stadtbild passen” ist sich Birgit Ruoff sicher. Und so erhält sie für das ehrgeizige Projekt nicht nur Rückendeckung durch das Evangelische Dekanat Ried sondern auch von Seiten der Stadtverwaltung. „Wir haben mit den Konfirmanden nach den Gottesdiensten bereits versucht, Kaffee und Tee zu verkaufen, leider war die Resonanz nicht sehr groß. Wir müssen viel Aufklärungsarbeit betreiben, auch und gerade in den Schulen. Denn die Produkte lohnen sich”, erläutert Birgit Ruoff. „Haben Sie Mut, setzen Sie sich dafür ein, dass Menschen unter würdigen Bedingungen in ihrem Land leben und arbeiten können. Ohne Weltläden hätten diese keine Zukunft!” Benjamin Kloos

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