Besorgte Anfragen wegen Gespinstmotten an Sträuchern und Büschen in Lampertheim
„Raupen sind absolut harmlos”
Weiß-graue Schleier sind derzeit an vielen Büschen zu beobachten – die Verursacherin, die Gespinnstmotte, ist jedoch völlig harmlos. Foto: pixabay.com
LAMPERTHEIM – Mit Beginn der warmen Monate sind im Stadtgebiet auch die Gespinstmotten wieder weit verbreitet, unter anderem an der Ostumgehung oder auch im Stadtpark sowie im Sandtorfer Weg. Diese überziehen Sträucher und Büsche mit weiß-grauen Schleiern, die von weitem schon gut sichtbar sind.
Mehrere besorgte Bürger haben sich an die Stadtverwaltung gewandt – erstens, weil sie sich Sorgen um die Pflanzen machen und zweitens auch wegen der Befürchtung möglicher Schäden für Mensch und Tier.
Sabine Vilgis, Leiterin der Technischen Betriebsdienste, betont in diesem Zusammenhang, dass die Raupen – im Gegensatz zum Eichenprozessionsspinner – absolut harmlos für den Menschen sind und fast ausschließlich in Ortsrandlagen Feldgehölze wie Apfel-, Weiß- und Rotdorn, Schlehen und Pfaffenhütchen befallen. Diese Pflanzen erholen sich nach dem Verschwinden der Raupen im Mai durch den sogenannten Johannisaustrieb im Juni wieder komplett. „In etwa zwei Wochen verpuppen sich die Raupen und dann verschwinden auch die weiß-grauen Schleier wieder”, erläuterte Sabine Vilgis am Mittwoch im Rahmen eines Magistratspressegesprächs.
Eine chemische Bekämpfung wäre auf Grund der Gefährdung anderer Lebewesen und derer Futtertiere nicht sinnvoll, denn durch ihr Gepsinnst sind die Tiere vor chemischen Stoffen von außen geschützt und können durch Gift nicht erreicht werden. Zudem dienen die Raupen als Nahrungsgrundlage für Vögel und andere Tiere.