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Do., 07. Januar 2016, 11:44 Uhr
Austausch der SPD Lampertheim mit der Aktionsgemeinschaft Ortsumgehung Rosengarten über B-47-Umfahrung in Rosengarten
„Realisierung der Ortsumgehung dringend weiter vorantreiben”
Mitglieder der Aktionsgemeinschaft Ortsumgehung Rosengarten (AOGR) und der SPD Lampertheim kamen beim Austausch im Rahmen der Reihe „Der Rote Tisch" zum Fazit, dass die Realisierung des Projekts dringend vorangetrieben werden muss. Foto: Sigrid Samson
LAMPERTHEIM – Im Rahmen der Bürgerdialog-Reihe „Der Rote Tisch“ tauschten sich Mitglieder der SPD Lampertheim sowie der Aktionsgemeinschaft Ortsumgehung Rosengarten (AGOR) am vergangenen Dienstag erneut aus, diskutierten und gaben Auskünfte über den aktuellen Stand des Vorhabens sowie weitere erforderliche Schritte zur Verwirklichung des Projekts. Erschienen waren hierzu neben zahlreichen Mitgliedern der AOGR auch Jens Klingler, Vorsitzender der SPD Lampertheim, Marius Schmidt, SPD-Pressewart und Spitzenkandidat der Partei für die Kommunalwahl, Stadtverordneten-Vorsteherin Brigitte Stass, die Ortsvorsteherin des Stadtteil Neuschloß Carola Biehal, Robert Lenhardt sowie weitere Parteigenossen.
Das Thema sei nun laut Schmidt schon lange strapaziert worden, nachdem bereits 2012 den Planungen zugestimmt wurde und zahlreiche weitere Schritte folgten. Nach langem Warten war im August 2015 endlich die Unterzeichnung des Planfeststellungsbeschlusses der Ortsumgehung Rosengarten erfolgt. Damit wurde auch von Landesseite her ein erster konkreter Schritt getan, damit die enorme Verkehrsbelastung durch den Ort endlich ein Ende findet und das Nadelöhr durch eine Umgehungsstraße aufgelöst werden kann. Allerdings musste das Projekt durch die darauffolgende Klage der ortsansässigen Landwirte und den BUND im Oktober 2015 zunächst eine Verzögerung hinnehmen. Die Landwirte beklagten den drohenden Flächenverlust von wertvollem Boden und dass Alternativen nicht ernsthaft geprüft worden seien. Nun hoffen die Beteiligten, dass die entsprechende Finanzierung des Projektes durch Bund und Land bald erfolgt. Besonders wichtig ist es, dass die Maßnahme in den Bundesverkehrswegeplan 2015 – 2030 im „Vordringlichen Bedarf +” aufgenommen wird, damit dem Bau nichts mehr im Wege steht.
Ein Nadelöhr: Die B 47 in Rosengarten. Die Ortsumgehung bleibt erklärtes Ziel der AOGR. Archivfoto: Benjamin Kloos
Manfred Leiner, Bürger aus dem Stadtteil Rosengarten und Gründer der Bürgerinitiative, richtete seine Bitte an die SPD-Mitglieder, dringend nochmals Gespräche mit der Bergsträßer Bundestagsabgeordneten Christine Lambrecht sowie Dr. Michael Meister, dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesfinanzministerium, zu führen.
„Wir sind guten Mutes“, teilte Schmidt den AOGR-Mitgliedern mit. Leiner merkte an, dass die Einwohner Rosengartens schon seit vielen Jahren kämpfen und bereits viele Enttäuschungen erfahren mussten. Die Fahrbahnverbreiterung und der Wegfall einer Kreuzung habe nach dem Ausbau der B9 das Ganze noch verschlimmert und die Strecke zu einer regelrechten Rennstrecke gemacht. Eine Radaranlage sei hier dringend erforderlich, obwohl durch die 30-km-Beschränkung der Lärmpegel erfreulicherweise etwas geringer geworden sei. Nach der darauffolgenden Diskussion der Anwesenden kristallisierte sich als Tenor heraus, dass die Klagebegründung genauer betrachtet werden müsse, da lediglich ein Verbund einzelner Landwirte geklagt hatte – um diese gegebenenfalls abzuwenden. Biehal erwähnte die unzähligen Verkehrsstaus in Richtung Worms, die mittlerweile Gang und Gebe sind auf dem einzigen Weg nach Worms - eine Zumutung für alle Beteiligten. Die Vorteile des Projekts sowohl für die Anwohner Rosengartens als auch für die Lampertheimer Bürger und Mitbürger der umliegenden Region liegen klar auf der Hand. Klingler wies nochmals auf die vielen Schwierigkeiten hin, die es in den letzten Jahren bereits gab, um die Maßnahme voranzutreiben. Die gleichzeitige Aufwertung des Gewerbegebiets dürfte laut Leiner ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden. Die 4-spurige Ortsumgehung um Rosengarten vermindere nicht nur den Lärm für die Anwohner, sondern sei auch bedeutsam aus überregionaler und wirtschaftlicher Perspektive.
„Die Notwendigkeit der Maßnahme ist unumstritten und doch so umstritten“, fasste Schmidt zusammen und wünschte den AOGR-Mitgliedern, die hierbei die volle Unterstützung von Seiten der SPD genießen, weiterhin viel Erfolg und Durchhaltevermögen bei der Realisierung des Projekts. Sigrid Samson