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  • Di., 01. November 2016, 09:28 Uhr
    Pfarrer Reinald Fuhr berichtete in Hüttenfeld über das Leben Martin Luthers

    Reformation geht ins Jubiläumsjahr



    Pfarrer Reinald Fuhr berichtet aus dem Leben Luthers. Foto: ehr

    HÜTTENFELD – Mit dem diesjährigen Reformationstag am 31. Oktober startet die evangelische Kirche in das 500. Jubiläumsjahr des Anschlages der 95 Thesen von Martin Luther an die Schlosskirche zu Wittenberg im Jahre 1517, der als die Geburtsstunde der Reformation galt. So stand auch der alljährlich abgehaltene musikalische Reformationsgottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde Hüttenfeld im Zeichen des Reformators und seiner Lebensstationen.

    Pfarrer Reinald Fuhr führte die Gemeinde anhand einer Landkarte, die neben dem Lesepult hing, durch das Leben Martin Luthers, das ihn durch ganz Deutschland führte. Von seinem Hilferuf an die heilige Anna während eines schweren Gewitters, der ihn dazu bewog Mönch zu werden,  bis hin zu seinem Tod im Jahre 1546 war Luther Wegbereiter der wohl nachhaltigsten Reform, die die christliche Kirche bis dato erfahren hatte. In ständigem Disput mit Staat, Kirche, Papst und auch mit anderen Refomatoren wie Kalvin und Zwingli verbreitete er zusammen mit seinem Mitstreiter Philipp Melanchthon den Protestantismus in der Bevölkerung. Er machte die Bibel mit seiner Übersetzung ins Deutsche auch dem einfachen Volke zugänglich. Zitate wie: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“ als er vor Kaiser Karl V. in Worms zu Gericht stand bis hin zu „Du bist mein Herr und Meister, ich dein Schüler“, mit dem Luther seine letzte Predigt im Jahre 1546 begann, wurden noch einmal ins Gedächtnis gerufen.

    Die Lesungen wurden immer wieder von musikalischen Beiträgen des Kirchenchores unter der Leitung von Ronald Ehret unterbrochen. Titel wie „Befiehl dem Herrn doch deine Wege“ oder „Aus der Tiefe rufe ich Herr zu dir“ unterstrichen auch die innere Zerissenheit und die Phasen des Zweifels, denen sich Luther immer wieder ausgesetzt sah. Doch auch leicht und beschwingt zeigten sich die Sängerinnen und Sänger mit einer modernen Interpretation des Reformationsliedes „Ein feste Burg ist unser Gott“ im Stile eines Bossa Nova.

    Nach der Feierstunde blieb man traditionell noch beisammen und tauschte sich bei regionalen Apfelprodukten und Schmalzbroten noch ein wenig aus. ehr

     
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