Musikalisches Gedenken an Martin Luther in besonderen Gottesdienst
Reformation, Musik und Apfelwein
Auch Ortsvorsteher Karl-Heinz Berg ließ es sich nicht nehmen, am Reformationstag teilzunehmen. Foto: oh
HÜTTENFELD - In der evangelischen Kirchengemeinde Hüttenfeld gab es zum Reformationstag einen Gottesdienst, der neben dem Gedenken an Martin Luther und seine Reformation auch stark musikalisch geprägt war.
Pfarrer Reinald Fuhr wählte Texte aus zum Thema Toleranz, das gleichzeitig das diesjährige Thema der Lutherdekade ist. Die Lutherdekade ist eine Veranstaltungsreihe, die am 21. September 2008 begann und auf das Jubiläum des 500. Jahrestags des Thesenanschlags von Martin Luther im Jahr 2017 hinzielt. In der Lutherdekade wird das weite Themenspektrum der Reformation in Themenjahren aufgenommen und entfaltet. So wird zum einen an die historischen Gedenkjahre (450. Todestag Melanchthons 2010 oder der 500. Geburtstag Lucas Cranachs d.J. 2015) angeknüpft. Zum anderen nimmt die Lutherdekade Impulse der Reformation auf, die bis in unsere heutige Zeit reichen.
Die Texte, die Pfarrer Fuhr auswählte, regten zum Nachdenken an. Da ging des um Toleranz zwischen den Religionen, im Beruf, der Gesellschaft und natürlich auch in der Familie. Inwieweit sind wir bereit, Glaubensgrundsätze anderer Religionen zu respektieren oder Bedürfnisse und Gewohnheiten des Ehepartners zu tolerieren. Hier nahmen die Besucher so manchen Gedankenimpuls mit nach Hause.
Ronald Ehret, der Leiter des Kirchenchores übernahm den musikalischen Part der Gedenkstunde. Viele Lieder waren so konzipiert, dass die Gemeinde Teile gemeinsam mit dem Chor, phasenweise aber auch eine eigene Stimme singen konnten. Unter anderem durfte dabei natürlich nicht „Ein feste Burg ist unser Gott“ fehlen, das Reformationslied schlechthin. Ronald begleitete Chor und Gemeinde nicht an der Orgel, sondern auf dem Keyboard, was auch stellenweise modernere Sounds erlaubte. So unterlegte die Gemeinde sehr spontan das Lied „Hilf Herr meines Lebens“ mit einem Ostinatovers und es klang so, als wäre es wochenlang einstudiert. Mit anderen Weisen („Bleib bei uns Herr“ oder „Geh barfuß über die Erde“) sorgte der Chor seinerseits für Gänsehautstimmung. Den Abschluss bildete dann schwungvoll der Choral „Wir strecken uns nach dir“, den Chor und Gemeinde schon einige Male gemeinsam intonierten.
Im Anschluss an die Feierstunde war die Gemeinde im Nebenraum der Kirche zu einem herbstlichen Imbiss eingeladen. Zu deftigen Schmalzbroten wurden sortenreine Apfelweine kredenzt. ehr