Wechselhaftes Wetter bei Hüttenfelder Kerwe mit abgestecktem Kerwelauf / Stimmung unbeeinträchtigt
Regen sorgt für Abkühlung
Kerwerede und Kerwekranzaufstellen – jetzt nimmt das Fest so richtig Fahrt auf. Die gute Stimmung kann auch das Wetter nicht trüben. Fotos: ehr
HÜTTENFELD – Die 117 Läuferinnen und Läufer, die normalerweise die Hüttenfelder Kerwe mit dem nunmehr 27. Kerwelauf eröffneten, fanden wechselhafte Verhältnisse vor. Da die Kerwe bereits am Freitagabend begann, bildete das Läuferevent dieses Mal die Mitte des Festes. Aufgrund der Waldschäden durch das Gewitter letzte Woche wurde der Halbmarathon ganz abgesetzt, weil der Wald noch nicht gefahrlos begehbar war. Die Läufer des 10 Kilometer-Laufes mussten 5 Runden rund um die Spargeläcker laufen. Die Schüler hatten mit ihrem 2.000 Meter Lauf und dem Wetter noch Glück. Sie kamen trockenen Fußes durch. Die 10 Kilometer-Läufer kamen dann in den großen Regen, der während der drei Kerwetage immer wieder für Abkühlung sorgte.
Mit insgesamt 117 Teilnehmern konnte der Chef-Organisator Hans Jürgen Kock und sein Team von der SG Hüttenfeld zufrieden sein. Es mag wohl daran gelegen haben, das der Kerwetermin mitten in den hessischen Sommerferien keine größere Teilnehmerzahl zuließ und der Halbmarathon eben abgesagt werden musste. Unterstützt und gesponsert wurde die Veranstaltung von der Volksbank Darmstadt-Südhessen. 11 Kinder nahmen am 2.000 Meter Schülerlauf teil und 106 Teilnehmer gingen zu den 10.000 Metern an den Start. Bei den Schülern kam Dorothea Braun (8:32) aus Freinsheim als Erste ins Ziel vor Kerem Kuzu (8:43) aus Hüttenfeld. Auf der 10 Kilometer-Strecke war Mario Steiner (36:31) vom 1. FC Kaiserslautern der schnellste Mann. Der schnellste Hüttenfelder war Pasquale Totaro (38:05). Bei den Damen siegte Andrea Pascher (43:01) von der TSG Weinheim.
Die Hüttenfelder Kerwe ist ein Fest, bei dem es noch familiär zugeht. Alles ist übersichtlich und intim; obgleich sich das Gesicht des Platzes gewandelt hat. Es wurde ein großes Zelt aufgebaut, wo früher mehrere kleinere nebeneinander standen. Am Feuerwehrhaus stand ein großer Bauzaun, der den Neubau des Feuerwehrgerätehauses absicherte. Kulinarisch musste man schon im letzten Jahr umdenken, als der Kegelverein mit seinen halben Hähnchen ausgestiegen ist. In diesem Jahr haben die verbliebene Vereine die Aufgaben unter sich aufgeteilt. Die SG Hüttenfeld, der Tennisclub und der Verein der Vogelfreunde sorgten für eine gut funktionierende Bewirtung. Die Freiwillige Feuerwehr ergänzte das kulinarische Angebot mit einem Kuchenbuffet am Sonntagnachmittag.
Nur an eines muss man sich in Hüttenfeld gewöhnen. Da die Vereine am Kerwemontag kaum mehr Personal organisieren konnten, musste der Montag ausfallen und man startete bereits am Freitagabend mit der Kerwe, die von Ortsvorsteher Karl-Heinz Berg mit dem Aufstellen des Kerwebaumes eröffnet wurde. Kerwe ohne Kerwemontag, das ist schon ein Traditionsbruch, an den man sich erst noch gewöhnen muss. Leider war es der Regen, der bereits am ersten Abend den Platz matschig werden ließ, was der Stimmung aber nicht abträglich war. Nach dem feuchten Samstag wurde es am Sonntag endlich sonniger.
Bei den Fahrgeschäften kam in diesem Jahr alt und jung auf seine Kosten. Das Karussell für die Kleinen war ebenso belagert, wie der „Tiger-Trek“ bei der Jugend. Und was wäre eine Kerwe ohne Zuckerwatte und gebrannten Mandeln. Für die Kerwerede zeigte wieder der Theaterverein „ZwiBuR“ verantwortlich, die in diesem Jahr von Ronald Ehret geschrieben und vorgetragen wurde. Darin kam natürlich die Abschaffung des Kerwemontags zur Sprache. Auch die umstrittenen geplanten Windräder auf der Mülldeponie bewegen natürlich die Gemüter im Lampertheimer Vorort und die vielen Baustellen in Hüttenfeld und Umgebung bekamen auch ihr Fett weg. Unterstützt wurde Ronny Ehret von seinen ZwiBuR-Kollegen, die zwischen den Strophen immer wieder das Hüttenfelder Lied „Zwische Bergstroß‘ un Rhoi“ mit den Kerwegästen anstimmten. ehr
Start frei für den 10-Kilometer-Lauf bei der Hüttenfelder Kerwe. Foto: ehr