Lampertheimer Reisegruppe von der Büdinger Altstadt beeindruckt
Regenwetter kein Hindernis für den Jahresausflug des Fördervereins
Die Lampertheimer Reisegruppe machte auch einen Zwischenstop vor dem Mühltor mit Schlaghaus. Foto: oh
LAMPERTHEIM - Der Jahresausflug des Fördervereins Domkirche Lampertheim e.V. führte in diesem Jahr in die mittelhessische Stadt Büdingen am Ostrand der Wetterau. Auch der anhaltende Regen konnte die Stimmung der Reisegruppe nicht negativ beeinflussen, denn am Ende der Reise war die fünzigköpfige Gruppe von den Impressionen der mittelalterlichen Stadt positiv überrascht. Nach einer knapp zweistündigen Fahrt startete das Tagesprogramm zunächst mit einer Altstadtführung, welche in zwei Gruppen durchgeführt wurde. Die Besucher begaben sich dabei auf eine "Zeitreise", denn Büdingen zählt heute zu den am besten erhaltenen historischen Stadtbildern Deutschlands. Mit brillanten Fachwerk- und Steinhäusern überrascht die Büdinger Altstadt jeden Besucher. Beeindruckt zeigten sich die Reiseteilnehmer insbesondere vom Jerusalemer Tor, dem historischen Rathaus, dem Bollwerk, der Vorstadt, Schloss Büdingen, dem historischen Marktplatz mit dem Marktbrunnen, dem Mühltor mit Schlaghaus und Metzgermuseum und insbesondere der evangelischen Marienkirche, welche ihren Ursprung im 14. Jahrhundert hat. Dem Wetter war es wohl auch geschuldet, dass sich die Besucher gerne und länger als geplant in der Kirche aufhielten. Dabei lud der spätgotische Kirchenraum ein, den Spuren Jesu Christi zu folgen. Vom Portal aus der Dunkelheit kommend, gelangten die Besucher über das Kreuz hin zum lichtdurchfluteten Chorraum. Nach dem Stadtrundgang wurde das gemeinsame Mittagessen in einem typischen mittelhessischen Lokal, dem Restaurant "Bleffe", eingenommen. Das "Bleffe" liegt im Herzen der historischen Altstadt und ist seit 1876 kontinuierlich im Besitz der gleichen Familie. Im Anschluss an das Mittagessen hatten die Organisatoren um Vorstandsmitglied Klaus Kuczinski ein Alternativprogramm angeboten. Während sich eine Gruppe auf den Weg machte, den wohl ältesten Sakralbau der Wetterau, die berühmte Remigiuskirche, zu besuchen, wählte der andere Teil der Gruppe den Besuch von zwei Museen. Im "Heuson-Museum" weckte die Ausstellung "Fürstenschmaus und Bauernbrei" das Interesse der Besucher, das "50er-Jahre-Museum" hingegen zeigte in beindruckender Weise einen Rückblick in die stürmischen 50er Jahre und bot damit ein erfolgreiches Nebeneinander von Mittelalter und Musikbox. Für viele ältere Besucher bot sich ein freudiges Wiedererkennen der damals noch jungen Bundesrepublik. Zur Remigiuskirche hatten die Teilnehmer einen Fußweg von rund einem Kilometer zu bewältigen. Die Kirche war ein besonderes Erlebnis. Sie gehört nicht nur zu den ältesten, sondern auch zu den eigenartigsten Kirchenbauten Hessens. Bischof Remigius von Reims gilt als "Namensgeber" der Kirche, die sich auf dem Friedhof befindet, und heute überwiegend für Trauergottesdienst genutzt wird. Zum Abschluss des Ausflugs hatten die Reiseteilnehmer noch Gelegenheit für individuelle Stadtbesichtigungen und Einkäufe. Viele nutzten allerdings auch die Gelegenheit zum Besuch eines traditionellen Kaffeehauses in der Büdinger Altstadt. Mit positiven und imponierenden Impressionen kehrte die Gruppe in die Spargelstadt zurück. Resonanz der Teilnehmer: „Ein Besuch in Büdingen sollte unbedingt wiederholt werden." - dann hoffentlich bei besseren Witterungsbedingungen. zg