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  • Do., 22. September 2016, 23:09 Uhr
    Anwohner nahmen neue Häuser für Flüchtlinge in der Florianstraße in Augenschein / Offizielle Nutzungsfreigabe erfolgt

    Reges Interesse an den Unterkünften der neuen Nachbarn

    Gernot Jakobi, Wohnbau-Vorstand der St. Christophorus Wohnheime eG (2.v.r.) und der Erste Stadtrat Jens Klingler (r.) erläuterten den interessierten Lampertheimern und besonders den direkten Anwohnern die neuen Flüchtlingsunterkünfte in der Florianstraße. Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Die Bauarbeiten in der Florianstraße in Lampertheim sind abgeschlossen, am Donnerstag wurden die neuen Flüchtlingsunterkünfte der St. Christophorus Wohnheime eG offiziell freigegeben. Extra mit eingeladen waren die Anwohner, um sich direkt vor Ort über die Unterkünfte für die neuen, künftigen Nachbarn zu informieren und gleichzeitig Raum für Fragen zu haben – ein Angebot, das rege angenommen wurde.

    Dabei nutzten Bürgermeister Gottfried Störmer, der Erste Stadtrat Jens Klingler, der Kreisbeigeordnete Karsten Krug und Gernot Jakobi, Wohnbau-Vorstand der St. Christophorus Wohnheime eG, die Gelegenheit, den Anwohnern nicht nur die Räumlichkeiten zu zeigen, sondern zugleich auch mit Ängsten und Vorurteilen aufzuräumen. „Der Austausch mit den Anwohnern ist uns wichtig, es ist von großer Bedeutung, dass Sie wissen, an wen Sie sich wenden können und Ihren Ansprechpartner vor Ort kennen“, richtetet sich Jens Klingler an die interessierten Nachbarn. „Sie müssen keine Berührungsängste mit den künftigen Bewohnern haben“, ergänzte Gernot Jakobi. Umso erfreulicher war es, dass mit Denise Sauter eine der beiden künftigen Flüchtlingsbetreuerinnen ebenfalls mit vor Ort war. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Michael Mannix wird sie nach dem Einzug der ersten sechs Somali, die kommende Woche erwartet werden, einmal pro Woche vor Ort sein, um sich um deren Anliegen zu kümmern, aber auch als Ansprechpartner bei Fragen und eventuellen Beschwerden seitens der Anwohner zu fungieren und zu vermitteln.

    „Wenn Integration gelingen soll und kann, benötigen wir mehr Personal“, mahnte Jens Klingler an, gleichzeitig froh darüber, mit Sozialarbeiterin Kristina Delceva eine echte Entlastung und vor allem Unterstützung an seiner Seite zu haben.

    Auch die benachbarte Polizei und Feuerwehr waren in die neuen Flüchtlingsunterkünfte gekommen, um sich nicht nur ein Bild von den Räumlichkeiten zu machen, sondern auch mit den Verantwortlichen zu sprechen.

    Schlicht, ohne Luxus aber dafür praktikabel: Die neuen Wohnungen für Flüchtlinge. Foto: Benjamin Kloos


    Wie bereits vor einer Woche in Biblis wurde auch in Lampertheim allen Anwesenden beim Rundgang rasch deutlich, dass es sich bei den Wohnungen keinesfalls um Luxus handelt. „Es ist wie früher bei der Bundeswehr“, scherzten gleich mehrere interessierte Lampertheimer. Dennoch sind in 8,5 Monaten Bauzeit und zu einem Betrag von drei Millionen Euro fünf Unterkünfte entstanden, die nach der festgelegten 13-jährigen Nutzung bestens als Sozialwohnungen  für Rentner, Alleinerziehende oder junge Familien geeignet sind.

    Gernot Jakobi erläuterte in diesem Zusammenhang nochmals die technischen Daten: Fünf Niedrigenergiehäuser seien entstanden, mit je vier baugleichen Wohnungen á 63 Quadratmetern. Jede Wohnung besteht aus drei Zimmern für je zwei Personen, in diesen befinden sich zwei Betten, zwei Spinde, ein Tisch und zwei Stühle. Neben der Gemeinschaftsküche mit je einem Kühlschrank pro Zimmer stehen ein Bad mit Dusche sowie ein Gäste-WC zur Verfügung, alles barrierefrei ausgebaut. Zusätzlich wurde an diesem Standort für die Betreuung entsprechende Büro- und Gemeinschaftsräume zur Verfügung gestellt. Das Büro wird in allererster Linie durch Denise Sauter und Michael Mannix genutzt, welche die Vor-Ort-Betreuung der Flüchtlinge gewährleisten – und für ein gelungenes Miteinander zwischen Flüchtlingen und Anwohnern sorgen sollen. Benjamin Kloos

     

     

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